Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 27 (7.7.1869)
- Date
- 1869-07-07
- Page
- Seite 328 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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326 e« dabei der Vertbeidigung der Wahrheit und der gewonnenen Üeberzeugung gilt. Man sagt da besser: „fest, beständig „Thränende Augen" S. 21 und sonst) muß heißen „tbränenvolle". „Kaltsinn" ist kein -gebräuchlicher Ansdruck. Schleckt construirt ist S. 95: „indem er Israel wie ein Hirt seine Heerde leitete" statt „indem er Israel leitete, wie ein Hirt seine . Heerde leitet." Wir danken dem geschätzten Redner für diese Gabe und freuen uns schon im Voraus auf die folgenden'. Solche Reden dienen nickt blos zur Erbauung, sondern auck zur Belehrung, die selbst in nicht-jüdische kreise getragen werden kann. Die Pre- > digt desselben Redners über den freien, völkerfreund- I lichen Geist des jüdischen Opferknltus, welche ursprüng-; lich in der „Neuzeit" veröstentlickt wurde, in in einem j Separatabdruck erschienen. Es bat sein Gutes, daß; darauf aufmerksam gemacht wird, wie der ursprüngj liche heilige Opferkultus der Bibel im Grunde nur j eine Nachahmung heidnischer Sitte (’ur, npn) War, : -eine Frucht des allgemeinen Zeitgeistes, von der auch Israel fick nähren mußte. Freilich war die Foee des jüdischen OpferkUlnis himmelweit verschieden. Sie athmete eben den freien, völkerfreundlichcu Geist, wodurch das Iudentbum überhaupt im Gegensatz zum I erclustven, beickränkren und beschränkenden Heidenthum stand. Jetzt in dieses 'Gefäß zerscklagen, weiche - diesr Idee umschloß; die Scherben können nimmer-; mebr zusamiuengefügl werden. An dem Oviertustus . fefthalren,' beißt der. Form dienen, und nicht der Free. Die Sprache des Owserkulrus ist unverständlich geworden und vermittelt die. ut'prnnglicke Fdee nicht mehr, -deren Ausdruck er war aller Achtung, vor der Heiligkeit >es rbemaligen Opserkultus bedarf unser Geist 'daher ju’iicr .ycnnen — unc bat üe schon. Wochenbericht. Bingen '22. Juni. Heute wurde die Leiche des am 20. verstorbenen Rabbiners Dr. Sobernbeiai bestattet. Der Vorstand haue die Rabbiner E,ibn (Mainz). Rothschild «.Alzev,. Süßkiud W'sbakeng, Stein (Franki'ult >. Bamberger ddrenr-iach» Ben Israel ('('eblei'ijl eiugelade,i, dem Kollegen und ,y eunde oas ->tzte Geleit zu geben. Niemand war insgeblieben Die Litn-gie und vf'zwile:>teee wurde on dem Religionsleb. er Lebreckt gehalten. Außerdem sprachen Eabn, Stein und.atvtbschild Worte der A icrkennung und res Drostes. Wir 'besten in einem Nekrologe ruf eie Verdienste und Leiden dieses würdigen. 'aber, hart gep-i'isr.ii'M v'.ueS zurückzukomm ». . "Die Liebe,' welche der Verstorl-.n? im Leben geerntet. machte fick auch gegeic ihn- -m Tode bemerkbar, t^ine .Moste Menge jüdischer >rnd christlicher Behbrden und Mit bürget »slgre -ß,. >- Babre.? Gms DaS Centralblatt für den gesammten Unterricht in Preußen, meldet die Aufhebung de» hiesigen Israel. Lehrerseminars und dessen Bereingung mit der gleichartigen Anstalt in Kassel für die Provinz Hessen-Nassau. Leipzig, 29. Juni. Die"Svnodaloersainmkung wurde heute Morgen, Punkt Il lldr, in einem Saale des „Hotel de Pologne" unter zahlreicher Betheiligung des hiesigen Lajenpublikums, Herren und Damen, eröffnet. Lue verehelichen Leser erwarten von uns gewiß heute keinen ausführlichen.Bericht, auch nur über diese erste Sitzung. Die anstrengende Reise vom - Süden nach dem Norden, die massenhaften, erhebenden EindLücke einer sülchen Versammlung, die Anziehungskraft, welche Persönlichkeiten auf uns äußern, die wir hem Namen nach kannten und bochschätzten, und die uns nun von Angesicht zu Angesicht entgegcntretqu — all das läßt nicht zu der ruhigen beschauliches Dbäligteit koininen, die auch nur ein kurzer Bericht erforderte. Wir werdenden ausführlichen Bericht nachlicferu. Für heute also blos ein Bild de» Dharjächlicheu, der Form. Die -Eröffnung geschah durch einen Gesang des Snuagogeuckshors Psalmarion unter Leitung des vortrefflichen Iadasobn. Dann begrüßte Herr llr. G o ldsckiizidt, Prediger der Gemeinde hier, die Versammlung in feuriger Rede, in welcher er die Svuode als eine Entwicklung, eine Frucht der früheren und vorläbrigcu Rabbiueroersammluug betrachtet. Ec schloß mit einem sebr erhebenden Gebete. Hieraus sprach der Vorsitzende der vorjährigen Rabbinerversammlung, Herr Laifd Rabbiner Dr. Adler aus Kassel, der die freudigen Hoffnungen, aber auch die Schwierigkeiten, die sich der Svnode eiugegenstellen, lebhaft ichilteri. kg,'.ich diese» Einleitungstörmlichkeiten wurde;u oer Auuabme der «st-schäftsordnung geschritten, die gestern in. eineL sehr Hl'baflen Veriammlung debartirt and ameadirt woLvvirwar, und nun in der veränderten eii blou angenommen wurde. Das ermüdende Wablgeschäft des Bureaus »ab'm [ nun'einer große Zen in Anspruch; er wurde gewählt als erner!Vorsitzeuorr, Herr Peo'essor l»r. Lazarus in Berlins als zweiter. He:r Rabbiner Dr. e i g e r aus Frant'nrl a. M., als dritter. Herr Nicker Josef v. W e r k Is e i m e r ans Wien. Hr. Professor Dr. Lazarus dankte in! euer beniichen, geistvollen :>iede, woraus aock die beiden B cevräudeinen sprachen und die erste Sitzung a>nch osten wurde, g.veile Sitzung: Morgen Vormittag, llbr. :ve crn An oer gemeinsamen Tafel warten kbeils launige. tc nnd mitunter auch laaze Toaste gebracht, wie das -jl'en gebt. — W r dürfen deck hierbei eines Gmustes > a.bl vergessen dcS Tischgebets, das von }