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Der israelitische Lehrer · 1869-07-07 · 27 (7.7.1869) · p. Seite 326

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
27 (7.7.1869)
Date
1869-07-07
Page
Seite 326 (sequence 2)
Language
German
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und überhaupt allgemein wissenschaftlichen DiSciplinen mit in den Unterrichts kreis der Präparandie zu ziehen. Und dennoch ist das Ziel nicht außer Augen zu verlieren, welches mit der Zeit auch den Gymnasien eine derartige Umgestaltung gibt, daß sie mit Dortheil auch von solchen Schülern benutzt werden können, welche j beabsichtigen, sich dem Studien der jüdischen Theologie zu widmen. Denn an unseren Gymnasien werden die alt-classischen Studien in einer solchen Ausdehnung und in einem solchen Umfange betrieben, wie es für Beflissene der alt-classischen Philologie erforderlich ist, aber nicht für Studirende der orientalischen Philologie, der Theologie. Medicin und Jurisprudenz. Man wird hofftntlich niit der ^eit auch hierüber zur besseren Einsicht gelangen und von dem Zeitpunkte an. wo diespecifischen Vorstudien anfangen, Parallelklassen einrichten, welche auch den Studirenden der. jüdischen Theologie zu Gute kommen. Mit Recht werden für die Methode eines wissenschaftlichen Tbalmuds-llnterrichtS Lebrapparate gefordert, welche noch gänzlich fehlen. Zn erster Reihe gilt dies für die Sprache des ThalmudS. Zm Ghetto wurde diese Iheilweise schon dürck das Leben erlernt, wie auch Vieles vom Inhalte des Tbälmuds dnrch die Sitte verständlich wurde.. -' Nichts ist kab r erforderlicher, als der Anbau einer wisienfchaftljchcu Lericograpbie des Tbälmuds. Dazu bietetnur das vorliegende Programm die ersten Anfängeweitere Materialien hat der Verfasser bereits vorgearbeitet. Der Verfasser gibt vor, eine Terminologie des ThalmudS zu bieten; indeß ist die vorliegende Arbeit eine lericographiscke. Die Schranken einer Terminologie 'ind enger. Dazu g-bören hermeneutische Ausdrücke wie ~3tp bp, casuiftiiche wie ns« und ~tvp li. i. w. Richtig bemerkt, aber der Verfasser, daß eie Kennmiß 4der Dialekte nicht anSreickt» die Sprache.des Tbälmuds fordert eine eigene lericalische Behandlung. Zu der vorliegenden Probe zu dem projektirren tbalmueischen Lericon — so betrachten wir diese Terminologie des Tbälmuds - - sind außer dem lateinischen und Grieä'isauch die iemitischen Dialekte beuur.tt. Schade, daß die Tvpen >o schleckt sind. Wir verminen indeß ras Persische nur wollen an einem Beispiele zeigen, daß auch aus dieie» Dialekt tbalmudisckc Sorackstämme zinmckzufüb.en sind. Aus der «beschickst Israels und derezi Beziehungen, zu rem alt- und non - persischen Reiche ist dies auch leicht erklärlich. ./Wir wähle» *«ri '2 oder m *z : „Post". Aruch und rie ibu! siolgeu - führen das Wort '.i:tter ~v-, an. Sie uebmeu also als iramäsicke Abkürzn.-.g für .—2.. Au Bab..-d. 114, a bar das Wort ineeß eine' andere Vereinung. Da heißt es .. Ständiges GSrickt." An Avdd Sar. ->i a und Sabd. lsi, a *" .<)•'! C; 'H 'etilen Jqp.-r -ür > e searuachei» Diaikkt« hat e» die Bedeutung! „Post." Die Etynologie kann für beide Worte nicht dieselbe sein. Arabisch heißt Ti3 *) „Renn-, Courier-, Post-Pferd." Ohne Zweiftl ist dieses Wort mit ns (auch so im Syrischen) „Rennpferd" (von wildem Laufe so benannt) verwandt. Auch in daß Lateinische und Deutsche ging da- Wort über: „JVeredui,“ „Pferd". Im Altdeutschen findet sich sogar phert, pherit, auch parafred und paravrit, wo man fälschlich para als das > griechische /ragä deutet und „Nebenpferd" erklärt.! Aber selbst im Arabischen ist daS Wort nicht ursprüngl lich, sonvern dem Persischen entnommen, da im großen, | weit ausgedehnten Persischen Reiche Posten eine Roth- > Wendigkeit waren und, wie wir auS dem Buche Esther l wissen, dort schon früh, wohl zuerst, ihre Einrichtung I gesund?» haben. Da be wütet nun i-3 mit der Endi silbe ixi, also ixit-o „Einen, der Renn-Post-Pferde besitzt oder hält." D>e zwei i haben sich asiimilirt l und so entstand ix^na; auch ixii'i'3 und ixii'3, ' woraus unwissende Copiiten ixii'3 durch Verwechselung das i und i^ und dann durch Verstümmelung \ deS zweiten i ix'if'3 schrieben. Dieses wurde gleich j dem, jedoch etymoßogisch wie lexicozraphisch verschie-! denfti, Worte an iBab. K. 114, a aldann auch getrennt ixn ’3 geschrieben. Sogar Rasch! scheint noch i die Schreibweise mit n gelesen zu haben. DarauS i erklärt sich seine unrichtige Erklärung i«dV, von j .131 „herrschen" abgeleitet. Da die ursprünglichen ' Stämme im Simitischen zweibuchstabig (bilittsrae) sind, so läßt sich auch ,nm au Targ. Z. zu Exod. l4,l?5 vergleichen, entsprechend dem .113313 „Wagen" im Texte. Vielleicht siebt damit wiederum das Deutsche „Reiten," englisch ride in Verwandtschaft, wir ja auch .13313 „Wagen" ursprünglich von 32i „reiten" abznlciten ist. — -Wir können nicht alle Artikel de» Buchs hier prüfen, die wissenschaftliche Behandlung mgckt sich indeß bei allen bemerkbar. Nur waS 'sich in diesem Augenblicke unserm oberflächlichen Blicke darbielel, erwähnen wir. Die Schreibweise x beix,pr08tlloricuna soll nicht das Dagefch ersetzen, sondern dient als. inatcw loetionis in der unpunktirten Schreibweise. ist nicht a»S dem Griechischen b^rzuleiten. wozu keine Veranlajstu«z^kwrli-gt. Dl'c Bedeutung „Rückenball" ist ach bebr.X Etymologie zisräckzuführen. Das griechische diese Bedeutung sogar nicht. Es findet sich auch nicht in der römische:! Rechlssprabe. aus welcher die griechischen Ausdrücke in den Thalmud übcrgegangen sind. Jfi '."-n ist auf "'x' bingewiesen; dieses findet sich «er im Bucke nicht.- Wir versuchen 'hier eine Etyologie dieses Woi les. Entweder 1.1 hx oder 11.1x? Zpäbe, grübet, säume nicht," wie haS Französische ^zant xuottor „ohne zu lauern, warten!" in gleicher Bedeutung^ „sofort " oder es, ist zusaminengezogen - - -. r. / t l

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