Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 23 (9.6.1869)
- Date
- 1869-06-09
- Page
- Seite 298 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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298 „t$ kommen die graumi.aiikqliicken Rälbsel zu lesen, „es kciiimcn die Gaklicismen und Germanismen, es „kommt die Schwierigkeit. das Stuck rdlräglick in der „Mnileripracke wietcrziigeben. Alles dies bedingt „eine ^kitbeiliing und ^eripliiterung, vcr welcher „jeder wabre Rn-rwtt und Gfnns, ver'ckwinden -must. „Durch soicke nach form oder Inbalk eder beide „zugleich icl'wierigk's'eiestücke wird, must aller Mulb, „alle tust zum französtick Lejen erstickt werten und „seine S pra-chjer.rig.teit riebt daraus »un so „weniger Nuyen. "r >ie geiräb.tten. seinem Kreise „reine siebenden- Vscabeln und Wendungen' zum „gresten je best wieder pergcfien sind, bis er in den „fall ke-jiinir, -ie im .Ikn-gang oder in der Lektüre „praktisch! zuverwerlben." Plöiden L'bmanii als' Dieidod'ker sehr hochstell». reewirn nickt.A:.ekeo:-n und -kleinere Erzählungen. Sie sind ein .abgeschlossenes Ganze, das der Ccküler bald nberwäckigl hat; auck sind nickt alle läppischen Ii:hasteS z. B t-e im französischen Lesebuck reu Albreckr uns Sinicn nickt, welche nieinc Scküler imnier mir. regem Cvjfer gelesen haben. Auck ist der Sprung rem Glcinciitaibnch zu dem Leiebuck nickt allzugrcst, wenn die gcbränchlicknen niirrgel-' mästigen -leinoör'^r ein geübt smd. ' Drinungkackttl gebe ick zu, dasi vebmann im 'Allgrinc'nen Reckt hat. Gewehnlick schlw-.r iick da? Leicbuch nickt in siufenweiien Uebergängen antes trllinrntarbnck an, sondern ecist ein Sprung darin t'lewentarbnck zum Lesebuck. Dastzegcn bietet Llbmanii's Lebr - und Leiebuck schon nübe kleine Gedickte, 'Beickreibungen und Gizäbinngeii, die. keine, giosten Schwierigkeiten und nickt anr einin r! eine große Menge neuer Wörter- und neuer Ausdrücke bieten, iedäst.der Scküler ihren Inbalk versiebe» tatin, ohne sich allrniebr anslrrngen zu 'müssen. Die freute über den glücklicken Grselg aber bereitst dem Schüler solches Vergnügen, dast selbst' eine sür eine siübero Altersstufe pasi'eiike Grzählnng ibi» gefallen wird. ^ck gebe darum.dem Verfasser Reckt, wenti er später lagrd „Wir fürchten auch den Vor' „wnrf wclw. die Stücke seien sür französisch lernende „und also dem ersten Kiickesastcr bereits eniwackieiie „deutsche Knaben und Blärckcn zu kindisck, zu „elementar. Der.Anfang ist nie zu leickk „und die Grstrkrnng lebrr-. dast der Reiz der sran- „zösischcii Sprache Vielös interessant mäckt, was in „der Muttersprache kindisch erschiene und dast inan . „nur dnrck ganz lcickie Lcsestücke die Engend sür die. „Lektüre in der fremden Epracke gewinnt." Diese Sruie enibält' dann' tcharakterbilder des kindlichen Lebensalters, Istrres elliantiner-.' untermischt mit einzelnen französisch gegebenen Regeln, Beschreibungen, j kleine Schilderungen, Grzäblnngen ans derbiblischen Geschickte und Giniaes ans der griechischen Mnkbologie. Ter Inhalt ist also ein sebr mannigfacher und interessanter. Die 4te Slnse enthält Gedichte nnd in Roten gesetzte Lieder, von denen namentlich ein groster Tbeil der letzicrcn freie Üekcrsetzungkir oder Bearbeitungen dluiscker stnd. Die stte Stufe i rnthä't eine französische Sprachlehre für Kinder, die i aber nach des Verfassers Ansicht nickt etwa nach I Ueberschreitung aller vorhergehenden Stufen, sondern.! scheu zum Dheil bei der ersten Stufe rorgnuehmen! ist, aber immer erst dann, wenn der Zögling die i Roibwendigkeit und Vortheilbastigkeit der betressendtir! Regel eingeskben bat. Der Verfasser bcnist sick aus drn unwiderleglichen Grunds«^: „Die Grammatik must aus der Sprocke erlernt werden, nickt die Sprache auS der Grammatik." Als Ote Slnse, niir [ der das Werk schlirstt, felgt eine Vorübung und Anleitung zu Aussätzen, natürlich ganz leichter Art. TaS ganze Werk ist viel;» weitläufig angelegt, nni in einer Real'chnle, -in der gcwöbnlich nur vier Stunden in der Wecke dem Unteiricki im französischen gewidmet sind, Gingang finden zu tonnen; dagegen näre es sür llinerricktsanstallen. die das französische früher mit dem Strji oder lsten Iabre„ beginnen nnd demselben sc viele Unlerricklsstuiiken, als die Gvmnasien dem Latein znih.ileii, zu empfehlen. voransgesevt, dast der Verfasser darauf riiiginge, , seinem Werke einen Lese-Gursutz vor ausgebe» zu lassen. Gin vcn gleichen Grundsätzen ansglbendes, aber minder weitläufig angelegtes Glemcinarbuck würde mir am meisten znsagen." — Wir babcn dieiem eingebenden Urtheile nichts beiznsügbn. Aeuilleion. Der Schmuggler.. Erzählung von I. lUlilgcnslein. tFortietzung.) Rach einer Weile sprack der Schmuggler: „Was'.willst In, dast ich tluiu soll?" „Mit mir geben-, dick stückten ob» Deinen sckanerlichen Spießgesellen! Last diesen da seines Weges jicl'cit; pack ilnn Teinen Bündel aitf; er mag bergauf gebe». Gr wird, auck wenn Tu seine Bande öffnen, Dir nickt gleick folgen können. Er-'wird nickt wolle», Va ton, wo ick Dick bi»- iubre, seine Mackt nicblchinreickk. Du aber gebst mir mir; das Andere wird sick finden."' Rack einer kurzen Viertelstunde eilten die zwei Männer, Salme iiiiv Mosche, niileiiiarider oergabwärls, während der Brigadier'mühselig bergauf stieg, einen schweren Waarenbündel auf seinem Rücke», dem jbm Mosche fest aufgebiliidcii batte. Ter Mond war inner gegangen. Dunkel bedeckte die Wege: aber Salme, der schweigend neben seinem jüngeren