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Der israelitische Lehrer · 1869-06-09 · 23 (9.6.1869) · p. Seite 297

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
23 (9.6.1869)
Date
1869-06-09
Page
Seite 297 (sequence 5)
Language
German
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297 iVbtmutn, welcher Vorsteher einerKnaben-Erzichungsanstalt zu Neustadt a. ö. Haardt ist, diese Methode gleich in ihrem, hohen Werth erkannte, so unterrichtete! er sofort nach deren Grundsätzen und begab sich, da! er von deren Ergebnissen befriedigt, war, zu der Dritten mittelrbeinischen Reallehrer-Bersammlung nach! Frankfurt a. M. im Herbste IHG4, um die hier ver-! sammelten Lehrer mit diesem Unterrichts-Verfahren > bekannt z» niachen. S" feinem freudigen Erstaunen t fand hier .Herr Lehmann, dast der Berichterstatter, - 'Herr P. Danicher, den .Hatt'schcn Untcrrichtsgang j schilderte. Herr Lebmann fühlte sich gedrungen, da; er weder die Schreiblese-Fibel von Danicher, noch den .Hatt'scken Lehrgang für seine Schul Anstalt geeignet fand, ein eignes Lehrbuch nach dieser Methode zu verfassen. Leider kenne ich diese Metbodc nur ans Lehmann's Werk, da mir Louvicr's Lehrbuch, obgleich es scbon seit vielen Wochen bestellt ist, mir wie verschiedene andere Bücher, noch nicht zur Einsicht zugegangen sind. Dasselbe ist leider! auch mit Hillebrand's Elementarbltch der Fall. Umsomehr bedaure icb dies. als verschiedene vom Herr» Verfasser tbeils mündlich, theilS in der Darmstädtcr Scknl-Zeitung über die Methode des französischen Zprach-Unterrichtes ausgesprochene Ansichten lebhaft den Wunsch in mir erregten, sein Elemcnlarbnck kennen zu lernen. Herr Lebmann leitedie erste Stufe, die Stufe ver direkten Anschauung mit den Worten des mehr- »acti genannten Herrn Plötz ein, der nicht obne Verdienst um den französischen Elementarunterricht' ist: Der Schüler soll gcwöbnt werden, bei dem sranzöii scheu Worte, den Gegenstand, den es bezeichnet, ohne oas Medium der deutschen Uebersetzung zil denken: dies ist der erste und nokbwendige Anfang zum selbstslänvigen»Gebraucb einer fremden Sprache. Hierauf sich berufend. ist Lebmann bemüht, die Begriffe und d e n A u s d r u ck. soviel irgend möglich, unmittelbar, obne das deutsche Wort dafür zu geben. Bei den mit den Sinnen wahrttehmbare» Dingen au» der Umgebung de» Schülers ist dies leicht. Der Lebrer tritt, mit einem Stäbchen in der Hand, vor dir^stlasse, deutet ans einen Gegen stink und sagt dann: Vniln In tal>lc, oder voilä In «•haise. 1c l>nn> u. i. w So: benennt er, in mcbrercn Unterrichtsstunden nach und nach alle im UntcrrichkSzimmer befindlichen Gegenstände : dann itimmt er statt res bestimmten den unbestimmten Artikel mit denselben Wörtern oder bildet durch Vorsetzen von: <>>> ea! eine Frage daraus. Darauf deutet er mit: voii-i am noch »aber befindlichet^egenstände und fügt dann hinzu: )so»rre/-m<>> un ,-nIiior, un 1 ivre :t. f. w, Natürlicher Weile must der Lehrer von;-^e:t;u Seit mit Worlerkläruugen uachhelfen. Daraus geh: er zu>n Menschen über, 'übrt <beil-e desselben an, wöbe er Gelegenheit findet, oaS Ueezont von awir sowie der regelmästigen ersten Edn>ngarion nebst oe:n rückbezüglichen Seikwort einzuüben, nimmt die Verneinung hinzu u. s. w. Von der unmittelbaren Anschaunng gebt der Verfasser zur mittelbaren ^indirekten) Anschauung über und bringt oann nach und nach 6 Bilder über-die vier Zabreswucn, denen ein 7t-S, mit der Ueberichrift: „Gewerbsteist. Krieg" und ein >stes: „Der Mensch. Die.Eroe" üerschriebenes folgt. .Zn dicht gedrängten Gruppen iind Menschen mit ihren Wohnungen, den Gegenständen, die sie umgeben und in ihren täglichen Beschäftigungen, wie sie zu jeder Jahreszeit die vorherrschenden sind, dargestcllt. Mil den Worten: Vainmo/ les olijei-t* de N'o. 1 ä 2m! werden dann die Schüler ausgeforoeri, diese Gegenstände auf Französisch aktszttzählen: austerdein werden eine Menge Fragen über die abgcbilveten Gegenstände an die Schüler gerichtet, welche diese aus ihrem bereit» erlernten Wortvorraib beantworten können. Der Verfasser wird von der richtigen Ansicht geleitet, käst sogenannte Eonversationsstunden wenig günstige Erfolge aufzuweisen haben, d» in der Regel in denselben Phrasen über allerlei alltägige Dinge gesprochen werpen und Lehrer wie Schüler das Endederselben hrrbeisehnen. Mit den für die Eonversation bestimmten Ttunden verhält es sich wie mit den von älteren Pädagogen für gewisse Stunden festgesetzte» Denkübungen. Sowie, diese weggefallen sind, da in jeder Unterrichtsstunde das Denken geübt wetden must, so must die Eoiloerstatton auch nicht in einer einzelnen Stunde, sondern in jeder an dem grade vorliegende» Stoffe geübt werken. Zu der Vor'beinerk lug zuk dritten Sruie klagt der Verfasset darüber, dast unsere meisten sranzöfitcken Ehrestomalhieeii trotz mancher sonstigen Verdienste für den Anfänger. unpraktisch seien; der Verfasser stelle aus französischen Schriststellern eine Sammlung zu», sammcn, wobei er den grösteren Lciestücken eine Anzahl mehr oder minder interessanter,^ ineiuens mehr oder minder lävpisch.-r Anetootcn vörangeben lasse und es dann dem Lebrer und Schüler anbeimgäbe, sich so gut oder übel als es geben mvge, durchzuarbeilen. Dann sagt er weiter uns ick laste d:e Stelle wörtlich folgen, da >ie eine sehr beacktenswerlhe Wahrheit cniüä.l: ..Welchen Nutzen für aajeist „und Geinülb der Zugend können aber, selbst die „herrlichsten Leieilüekc gewähren, durch weiche 'ich eer „Schüler mit einem nnoerbälinistmäingen Au-wano „von .Zeit und Kr.i't mühsam seinen Weg bahnen „must? Da bat er zuerst eine Masse?ei: Vocabe-.n „nachruschlagen. die richtige dein vorliegenden Zukalio „anpaisende -Bedeutung auieunudeoder zu errarb.'!-, ar";il'ch eiben vde- :u memor'-en. Dam:', tommr ost «rgrost? Dchw..'r'gk-.: >:v

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