Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 23 (9.6.1869)
- Date
- 1869-06-09
- Page
- Seite 296 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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296 Wochenbericht. Äiis Ltarkcnbnrg im Mai. Wir hören! mit Vergnügen. daß Herr'k-r. Landsberg, Rabbiner in Varmßadr, damit umgebt, ein Welk zu schaffen, das gewiß viele Lebrer freudig begrüßen werden. Er will nämlick ineinem Bucke oder in zwanglosen Heften Verträge über die' ganze Tbora erscheinen lassen unk zwar für jede Sidra drei, die durch ihre Kürze und Gediegenheit iick besonders für Landgemeinden eignen sollen. Dieselben sollen mit den betten Midraschim ausgestattet sein und es bürfrc wobl febr. wenig Gelehrte geben. die iii der Midrascbliteratur s» bekannt sind, wie Herz- I»r. LaNdsbcrg: ferner über jede Zir-ra eine Hispoiilion zu einer Consirmaticns-, j Trauung»- odcr Leichen»ede sowie Vornägc für alle \ iren und Faßkage rc. (>ih solckeS Kucb würde einem j längst gesübUeii Bedürfnisse obbelfen und a!S wahres Hülfsbucb von allen Lehrern,, die Vorträge zu ballen haben — und das ist fast bei allen der wall — : frendigsl begrüßt werden. Möge Herr l)r. Landsberg sein Vorhaben baldigst an-sübren: »vir versprechen ihm den besten und gesegnetsten Erfolg. Berlin. Rakbiner Rahme» ans Magdeburg i da: in eine» Eingabe an oen Rcickstag des Nord- 1 deutsche» Bundes um Aufhebung des jüdisckcn Fabncn- | eides peritiensrt. Es kann uck dabei wohl nur um \ diejenigen Länder handeln. "in denen derEid in-rs! noch besirbk. In Preußen iß mit diesem auch! der jüdiscke Fahneneid gefallen.! Akatibrär. Die Regierung bat die Stadl gefragt, ob >"ie die Erncktnng eines katholischen Gnm-! naßums mit Geldmitteln - niiterstüzen werke. Die! Annvor» lautere entschieden verneinend, da man um j coitsesiionslose Schulen haben welle. Gegen die Wahr-; beit des -Zeßgeitte» läßt sich nickt antäinvieu. er bricl't j sich Bat»'. j ^itrräris chcs j g n , l ebN'aIIII, Lehr- I!»d Lewellck .''! iranzö j >ischeu Ziritte nad' de-'. Anschani'ngsmelbode m»? : nach einem ganz nenrn Plane mit Bildern sc.! Mannbenn. Verlag von Bensbrimer. 1S»>n. j Es ß ■üiine; scl'wierig. das Werl eines reich»-- j Vn nur ge!ßh:en freundes zu beidrehen. Der Ireane 'oll cor dein Kritiker zninckneben. und koch — 1 ::T->cb: ßck' d,e Anffaiinng imnier das Bilk des! I-.cl,i:ses ve-er «'.r 'ürckrei' deck, das Publikui» konnte! u:ße:e Benrckeilnng »iS eniieiig und i'.inciiiit oer ur:beßcn. Wir. Übergaben.'. "aber da» vorliegende B-.-.cb »e«.en -»-a-hm-ännen' zur Dur-Hsicb: nur »voll- > teil v:* de- •*':?ln»ai>u.'g das R-;--.bei'. D' - ffcl niiSl heute das Unheil eines berufenen Fachmannes in die Hand, das unö von der höckften Bedeutung erscheint und »vir stebcn nicht an. dasselbe i» diesen Blättern zu veröffentlichen. ES handelt sich hier um mehr, als um eine.einfache Recension einer Schulschrift. Es handelt sich darum, zu constatiren, das; ein bewährter und gefeierter jüdischer Schulmann in einein Fache von der größten Wichtigkeit für die höheren Schulen einen ganz neuen und fast noch gar nicht beircteiien Weg .eingeschlagen, der jedenfalls die größte Iukunit bat. Doch wir wollen das obengenannte Unheil hier wiedergeben, nicht unser eigenes. Herr Realie!» er Reiz bat in dem Programme der Realschule zu Alsfeld in D der Hessen in einer sehr lesenswcrtben Beigabe „über den UntrrNcht im Französischen in der Realschule" gesprochen. Er läßt alle bisher bekannten Methoden die Revue passiven, die niemoralive, grammatistische, Meidinger, Allendors'sche, Scideiislücker'sche rc, .-Zuletzt sagt er: . „Es bleibt mir nun noch übrig, meint Ansicht übe» eine Methode ausziisprechen, die noch sehr neu und erst durcl» »venigc Eleinentarbücker vertreten ist, sich auch noch keinen cigenihüinlicktn Rainen erruinzen bat. Da ne von dem Pcstalozziscken Grundsätze der Anschauung ausgeht, könnte man sie die Methode der Anschaiinng des Sprachunterrichtes nenncil. Leider kennc ich erst ein nach dieser Methode verfaßtes Elemcntarbuck, nämlich das „Lehr- und Lesebuch der französischen Sprache nach der Anschauungsmethode und Aackeinem neuen Plan mit Bildern von Ignaz Lebmann." In Vieser Mcthvke liegt meiner Ueberzengnng nach ein großer Fortschritt und ihr gehört die -Zukunst an, »ve»n iie »vesentlichc Vorzüge früherer Methoden nicht geringschätzig übersehe», sondern unbeschadet ihrer »vcsenllichen Eigenthümlichkeiten ßck aneianen »vird. Abgesehen von dürfligen Angaben über dieselbe, die ich tkeils mündlich, theils ickriftlickc erhielt. habe ick sie erst durck einen ihre» Berircter, den eben genannten Herrn ßehmann, kennen gelernt, oer ans der vorjährigen Rsallehrer Verjamm lnng ii» .Bingen einen Vortrag über die ztveckmäßigste Merbede hielt. nack »velcker der Unterricht in der sranzösijcken Tpracke zu ertheilcn sei. In seinem lebendigen, anregenden und intcreiianten Vortrag ckarakteriiirte er die früheren Vcelboden des Unter ricktes in den neueren Spracken und ging dann zur Sckildernng der Metbode der Anschannng über, deren l^-rsinder er zwar nickt ist, zu deren eisrigtten Vertretern er aber gehört. Die Idee und die erstell Anfänge der Metbode lernte er in der Schule des Herrn Braun. LebrerS zu Weißenburg im Elsaß, ans reu ge'ckr-ebenen. Heften des Seininaidirktors M. Viv-en unk ans den gedruckten Hißten des Lehrers H»:: zn Via-ßn'-o^en ßn Eli.»': kennen.?a Herr