Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 22 (2.6.1869)
- Date
- 1869-06-02
- Page
- Seite 290 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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I 290 Reckt praktische, durchaus stufenmäßig geordnete Uebungsaufgaben. Fm Uebrigen untersckeidet sich der erste Tbeil in Nichts von dem-, was auck in gewöhnlichen Volksschulen gelehrt, und gebraucht, wird und läßt sich daher ganz sgur auch hier verwenden. Der zweite Tbeil hingegen enthält Rechnungen höherer Art — Münz, Wechsel. Arbitrage. Wektbpapiere und Waarenbereckiniilgen, mir ganz kurzen aber wohlverständlichen .sachlichen. Erklärungen. Hierzu Facitbuck. Erstes Rechenbuch von A. Herrmann. Erstes Heft: --zahlenkreis p,,,, l — IM Verlag von Alfred Brnbi: in Vrauuschweig, Preis!> •,> Groschen, .lkeckt gme llebungen nach Grubes Methode. - Wandkarte von Teutschland nack seiner Neugestaltung. Für den Schulgebrarick entworfen, gezeichnet und bcransgegcben von E »'Leder, Lehrer an der Bürgerschule;u-,t»'örlitz. .Zweite, berichtigte Auflage. Verlag von (»». T. Baedeker in Esicn lk>s,!>. ' Es in ein nickt.zu verkennender Unterschied zwischen Wandkarten, welche von Gelehrten der Erdkunde, die blos Faclmiänner sind.und solchen, kie von Lehrern berausgegeben werden. Porr Sl'slematik, hier praktische Brauchbarkeit für dir schule. Was gehört zu einer Wandkarte für die schule ganz vorzüglich? Kräftige und genaue Zeichnung eer Flüsse. der politischen und natürlichen Grenzen. Wenig Schrift, um »sicht durch Vollständigkeit die Uebersicht zu schädigen. Pie Schule ist da:n nicht da^ jedes Städtchen kennen zu lernen, das w't ft inen -paar tausend Einwohnern auf Bedeutiainkeit unbegründeten Anspruch macht; aber sie musz darauf Rücksicht nehmen, das; das, was sie lehrt..klar erkannt undbehalten werde. Allen diesen Ansprüchen an die'Schule genügt diese Karte ganz ansgezeicknet unk wir dürfen ihr. da seit der Neugestaltung eine, ähnliche neck nickt erschienen ist, weite Verbrettung versprechen. : ~s Leickenredeii von Benedikt Ha u sc, Lehrer an der KssentUch'rn israel. Sckule zu Neunkirchen >Provinz Hessen» 'S Bändchen. Frankfurt a. M. . Verlag von F. .Kaunmann. Per Verfasser bat »'ick alif diesem Gebiete ein Verdien»! erworben, das. wohl unbestreitbar größer ist als das anderer d e r n b«n t er Redner, welche ihre Werke der Pefsentlichkeit übergeben. Hau'e ist Volksredner im echten Sinne deS Wortes. Ans seiner ersten Sammlung von roa pdr« wie. aus seinem, -p- I'" ld leiichtet der Lehrer hervor, der. im Volk-' lebt und ivirkt, mit ihm denkt und fühlt. , Parum erfreuen sich feine Schriften großer Verbreiruna unter Vebrern, welche zuweilen in die Lage kom- I men, bei ähnlichen Vorkommnissen sprechen zu müssen. Hier finden sie geeigneten, passende» Stoff. Methqde und Form. Sie werden sich dessen besser > bedienen können, als irgend anderer Reden, welche zumeist für höher gebildete Gesellschaftsklassen bestimmt sind. Dabei ist jedock die Sprache edel und korrekt und das Ganze anziehend, anregend, tiefgekühlt und warm ausgesprochen. Wir dürfen daher das Schristchen unseren geschätzten Eollegen aufs Wärmste-empfehlen. Es wird ihnen in vielen Fällen gute Piensie tbnn köuu.en und »itr selbstständige Arbeiten gute Muster bieten. -■- ' Literarische Notiz! Pas Athenäum enthält die neuesten Miltbeiliingen E. H. Palmcr's von: 7. März über die »lnaiti'chen Iuich'.iften. ivelcke derselbe einer neuen llnser'iichpng untcrworsen hat. Tie Ar? des Alphabets isi semitisch, kusisch und griechisch . Pie Anschriften rnkre» -von Handelsgesellschaften her, ivelcke dort während der ersten christlichen Zeitrechnung ihren Webnsiiz airfge-' schlagen oder eine Eolonie gegrünter batten. Die . Abfasser der Fuschristeu waren Ebrislen, »vorauf, die vielen christlichen Zeichen - in denselben hindeuten; - jedock rübrl anck Manches von Heiden her. Fnhalk und Ebaraktrr der Sckrift Joitcn bis in die -^eitj der i Mencke, >vo der Fslain und der Bekninenstamm diese - zerstreute oder absorbirt bat.! : Kruilteton. D e r S cb m n q q l e r. chrzühtlmg van I. stlingciislcin. »Fortsehniig.» - „Halt," sagte der, der zuerst gesprochen. „Der Mann it't mein; ich dabo zuerst Hand an ibn gelegt; er wird nicht 10 «'kerben; nickt »0, ivenu nickt ordentlich» gerichtet! iiennt ibr Prtnung? Seid ibr regelrechte jSchnniggler, od-r eine Klose Mörderbande »ne ist ein Fcdcr von Euch ein Mörderaut eigene Faust? Wißt il>r, waS oö tvifnj einer Bande aiigebkre»? Wir baden Alle dem Temclstritze als unserem Aiüiibror Treue geschworen; er iflf Herr über ».'eben und Tod; ick bin der zuletzt Eingetrcttcme von Euch, aber ick »verde meinen Sckwur nickt breckeii!. ... er ist Richter über Leben und Tod.»venu tr das Unheil gesprochen bar, »verde ick ibm selber das Meffer «n die rteble setze», aber jetzt nickt! »vor ibn amührt, der fällt durch meine Hand. — —" 1 „Tnrck deine Hand, Mofcke? Sind »vir nicht "zwei gegen einen — Fudon?" . > „Was,- Jude? Sckweig, Hund, oder ick zermalme Tick! Für wißt, daß Ihr Borde nickt gegen mich auf kpininen könnt! Tock, der hier," — und die Slinine, däs eben noch »0 wild sprechenden Mannes bebte vor innerer Er-