Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1869-06-02 · 22 (2.6.1869) · p. Seite 286

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
22 (2.6.1869)
Date
1869-06-02
Page
Seite 286 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4896751-5428712-5432020--2455-4898807
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

286 Standpunkte heute noch unbestritten das einzig richtige. Nur rricfccint zmS die Pflickt, ganz junge Lehrer, die eben ersi in den LehreHland eintreien, zum (Eintritt anzuregen, um ii»-ihnen das.Gefühl der Ge mein s amfc.ii z u bel eben, viel näher liegend, als die stete Anregung älterer Männer, die gegen unsere seitberigeu eit wieteibelten Aufferderungen taub blieben und die es ibrer Gleichgültigkeit ruzusckreiben babcn, wenn die Verwaltung mit ibren Auinabmsbidingungcu jct>t sorgsamer zu.'Welke gebt. Neck ist die Aufnabmssumme a ck t T b l> l e r ,u erschwinge». Bald wirk ne für,Viele unerschwinglich sein. Die Unrerskützulngen für das laufende Iabr betrugen im Ganzen 861 fl. 60 kr Rechnen wir hierzn rem erneu Iabre '265 fl. 22 kr . kein zweiten Jahre 460 fl.;, vom dritten Iabrc 471 fl. 41 kr., se macht kies zusammen in vier Jahren beinabe 20 O s>.; also für das Jahr durckschninlick 600 fl. Die Gc-- lammlbeirräae der Lebrer beziffern fick aber aui beiläufig 270'» fl. Zu dem Vermögen, welches der Verein-zur:Zeit beTi, hoben frei»und) die t'ebrer an Bei trägen i ni «Ganzen nur 700 fl. beigelkeuert. Vas 'Vermögen des Vereins iit au eiiernem ,vo»k 65>0»t fl. .7?er. geringste Zinscnertrag ist demzufolge jäbrl'.ck 270 ff.-oder mehr als das Drittel rerfäbrlickeu Beiträge. Diele Zinien konimcn alljäbrlick zur Venbeilnna. Necknen wir bierzu die Hälfte der Mitgliederbeirräge mir nur 46<> fl. <incl. der Ebrenmilgliederbeikräae und der Beiträge von Llicktmitgliedern), so müssen alljährlich den Skainten gemäsz mindestens 7»'0 fl. ebne 2ieieroesoiids — zur Vertbeilung kommen . abgesehen von der ebenfalls ieilskebenden Vermcbrung des eisernen seonds und des dadurch bedingten i«is wachsenden 2'ertbeilungsfonds. Necknen nür die gegenwärtige, Zabl der aetiven Mitglieder auf «a. 180,. >'o ist der Antbeil eines jeden Mitglied-.- an dem jetzt vorhandenen eisernen Iond etwa 86 fl. oder 20 Tblr; oder ‘J1/2iuaf feinen Beitrag , da ein jedes Mitglied bis jent 8 IHaler beigetragen bat. ' Eine besonders erfreuliche Einnahme erwächst aus der gtets wackfenden Zahl der jährlich zwei T b a l e r zahlenden Ehrenmitglieder. Leider beschränkt sich diese Einnahme zud Zeit fast nur auf Frankfurt. Liegt auck hierin 'ein groszer ''Vortbeil, den die Ueberfledlnng des Vereins -nach Frankfurt für »ns im befolge batte, io dürfen w>r dock boifen, das; bald auck auS anderen Gemeinden zahlreichere 2lei tritte ^ur f^hienmitfliliehfchoft uns zukoinmen. Diese Liste in in-Wahrheit eine Ehrenlistez sie ist ein Verzeichnis sclcker Männer und Frauen, die Mit genib! hegen 'iür die Hinterbliebenen Derjenigen, welcken die erhaben? und beili,e Aufgabe der <heziehung und des Unterrichts geworden ist und welche anerkennen, das; eS Pflicht der Gesellschaft ifl. den Männern deriLebre ihr Leben zu erheittern, oen Lehrer» die ohnebin nickt io kleine Sorgenlast in Etwas zu erleichtern Wenn wir nun auck mit inniger und freudiger Genugthuung auf die Nefnltate hinblicfen, die wir erzielten, so dürfen doch die Lehrer niemals vergessen, das, unsere ursprüngliche Devise: „Telbstbülfe" beiflt liifd das, von Seiten der Lehrer nock Vieles gesckeben kann und musj, wenn der Verein das „Ziel ganz er reichen soll, das uns bei seiner Gründung vorschwebte. Es liegt vor Allein au den Lehrern selbst, in ihrem Eifer für die gemeinsame Sacke nickt zu ermüden, der Ackawa, des Bruderbundes stets und immer eingedenk zn fein. 'Wir baben dem Berichte Spendenlisten beigelegt. Mögen flck die Mitglieder derselben reckt oft und erfolgreich bedienen. Es bedarf in größeren Genieinde» sicher nur einmal einer 'Anregung, um zum O’cl'eu, zur Veranstaltung von Sammlungen Veranlassung-zu biete». IH sind nock gar zu viele Gemeinden im Nückslande, die ibre Pflicht gegen den Lehrerstand h;ö heute noch nicht erfüllt baben. Wenn wir ans 'Andere Hinweisen, die diese Pflickt e> füllen, werden anck diese nickt Zurückbleiben. Aber auck in kleinen Gemeinden läßt sich bei allcrband, sowobl freudigen als traurige» Veranlassungen, wohl Manches lbnn, und ist die Suiniiie, die der Einzelne zusammenbiingt, am Jahresschlüsse a'uck kiein, sie suminirt sich doch immer. Insbesondere dürste es fick empfeblen. wenn die Lebrer die Gcineinde- oder 'Vercinsvorflände anfiordern würden, eine bestimmte Summe in ihr jäbrlicheS Budget aufznnebmen. Wir glauben, dasz die <8emeinden, welcken her Verein,die Sorge für die Hinter-, blicbenen ibrer Neligivnsbegmten abnimmt, zu einem solchen Opfer wobl erbötig wären. Es iit eine ganz natürliche Pflickt, bie sie übernehmen. — Man wird es natürlick) finden, wenn wir unter den günstigen Umständen, in welcken unser 'Werk sich entwickelt, alle Polemik gegen alte und neue Widersacher unkerlasien!und wenn wir uns darauf beschränken, unseren College», wrlcke nock * nicht dem Verein angeboren, nur das mahnende Wort Moses zuzurufen, das wir sckon öfters gebranckten: nc -srn crxi mn?:::' crriN.i Eure Brüder und ausgezogen zum Kriege gegen die bedrückende Sorge, welche ans d.em Herzen vieler Lehrer lastet,; üe wollen einmüthig wirken, um unserer Frauen und Kinder, unserer Freunde unk Brüder Willen, ■ damit ue unter dem schützenden Dache werkthätiger Bniderliebe geborgen sind gegeil die Nord, den Hunger, die Obdachlosigkeit, und Ihr wolltet Euch zurückziehen? Wolltet nickt Euer -Lcherflein beitragen, feige, den Kampf blos den Brüdern überlassen? Wo ist der, der für diesen Zweck nicht opsersähig sein müs-te, auch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.