Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 21 (26.5.1869)
- Date
- 1869-05-26
- Page
- Seite 280 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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280 der überaus großen „^1 jüdischer, gänzlich heruntergekommener Handwerker in das Innere Rußlands zu verwenden, da die Erlaubniß hierzu seitens der Regierung nunmehr crtbeilt worden ist. Denn die Rotb ist zum großen Theil aus der Dichtigkeit derjüdiicden Bevölkerung in den Grenzbezirken entstanden, weil das Innere des LanheS ihr bisher durch die Negierung verschlossen gehalten wurde. Jedermann findet den Plan sehr zweckmäßig: auch dar Eomitö in j Meinet stimmt ihm zu. Die Veröffentlichung dieser j Idee könnte vielleicht an anderen One» Bcistiininung finden und' so durch äüereinigung der Mittel das erwünschte Ziel um so.eher erreicht werden. A«S Unterfranken Zn meine», jüngsten Berichte, der die Abnahme unserer Glaubensgenossen im Königreiche Bavern in bestimmten Zahlen Nachweisen wollte, glaubte ich schon bemerken zu müssen, daß die ReligionSlehrer von dem unserm jüngsien > Landtage chorgelegken Entwürfe eines neuen Schulze-! setzeS nichts zu erwarten batten, daß dieselben vielmehr lediglich zur Selbsthilfe angewiesen seien. Ob unsere StaatSregierung auf dem Verwaltungswege für diese gedrückte Lehrerklasse etwas zu tdun vor hat, t?> oder ob nur eine Statiffik hcrgestellt werden soll, muß die Zukunft lebden, da für den Augenblick die Behörden beschäftigt und, eingebende Reckercken über»' unsere Cultus- und Untrrrickts-Verbältnisse im Königreiche zu pfiegen. .Da ich in der Lage bin. die betreficnde Regierungs-Entschließung wörtlich mittbeilen zu können, so werden ^ie die Spalten Ihres Blattes : gerne bet,’» öffnen, das t^anze zu veröffentlichen. D,e Perfügung lautet: „Würz bürg, I. Mai 1800. r». p. i-»,9;o ex 12,505 Im Rainen Tr. Majestät des Königs. ' Die untengenannren Behörden werden beauf-! tragt, binnen längstens Wochen nach dem beigegebenen Formulare eine'Uebersickl über die Perbälk- - nisse des iSrael. Eultus und Unterrichtes in ihren > Amtsbezirken herzustcllen und bieher in Porlage ,n! bringen. 'Die unterfertigte Stelle gibt sich der Er- : Wartung hin. daß die Ausfüllung der Rubriken au, Grund verlässiger Erhebungen mit Sorgfalt geschehe und die Vorgesetzte Frist tbunlichst eingebatten werde. Königliche Regierung von Unterfranten -..und Aschaffenburg :c." (^S wird. nun anzugeben verordnet: der Raine > der Verwaltungsbehörde. der des Rabbiners, dessen Gehalt und Rcbtnberüge, :ic Zen seiner Ernennnng. di; zum Rabbinalöbezirke gehörigen i'ullusgemeinden, die See'.enrabl der Zsräeltten, - der 2kam? des Relig'cnr ebrers :?«•'«• "«eba'.r und ' 'b-nbe:::as. ' sm' des Verde:." s -b.e>s, w.’ ei; '• - mentarschüle bestehen sollte, dessen Gehalt und RebeiE bezöge, ,-fiahl der schulpflichtigen Kinder, und endlich summarische Angabe des tzentirenden Stistungsvermöge.ls für Zweck des CultuS und Unterrichtes. Allem 'Anscheine nach werden diese Erbebnngen als schätzbare Materialien in der Ministerial-Registralnr zur Einsicht und dann zur — Ruhe gelegt werden. Wann wirken die Religionslebrer BavernS zufamnienlreten, um für ibre materielle Hebung gemeinschaftliche energische Schritte tbu»? Wien, 27. 'April. Die hiesige „'Abendzeitung" enthält ein Telegramm vom gestrigen Datum, wonach die österreichischen und englische» Gesandten sich in einer dringenden Vorstellung wegen des jüngstest, die Israelitest auf dem Lande betreffenden RnndschreibenS, an den .rumänischen Minister-Präsidenten gewendet haben. Tjie Depesche fügt binzu, daß auch Frankreich sich diese»! Schritte entschließen werden. P«ris. «.'Mai. Die „Presse iSr." erhält von, hiesigen stlroßrabbincr folgende Zuschriit in Betreff der juiigjcn Zöglinge der Militärschule, welche mit den übriäen Kameraden in die christliche Kirche geführt worden waren, um den gottesdienstlichen Eeremonien a^zuwohnen. :Rack eingczogenen Erkundigungen waren einige dieser Zöglinge durch eigene Verschuldung in die Reihen der zum Gottesdienste geführten christlichen Katneraden gcvatben und gegen die eingeführte Ordnung und ohne Wissen der Direktion mit in die Kirche geführt worden. Die Schuld des Vorgangs liegt also in den Kindern selbst, nicht in der Direktion, und die Sache bat somit nickt die Wichtigkeit, welche man ihr beigelegr bat. Rabbiner Rordmann, bisher Sekretär der Alliance, hat seine Entlassung genommen; Isidor Loeb, Rabbiner von St. Etienne, tritt an seine Stelle. Ungarn. Der cingestandene Zweck, das Wochenblatt für Volksschullehrer, welches der Ünterrichtsminisier Baron Eölvhs herausgeben läßt, uni' das Umsonst vertbeilt wird, ist, die nnbemirteltkn VolkSschullehrer mit den neuesten Fortschritten des Volksschulwesens bekannt n> machen. Es ist wahr,? bestanden in Ungarn schon srübcrher drei ähnliche Wochenblätter, die schon manches Gute gewirkt und geleistet haben: des guten Zweckes halber verzieh » an es aber dem ministeriellen Unternehmen, daß es den Bestand seiner jonrnaiistiichen Vorgänger gefährde:'. Mittlerweile jerock wurde der eigentliche Zweck dis ministeriellen Organs immer offenbarer, unk heul: bar das Wochenblatt nicktS weiter;n ibun, als die ^treickr n> variren, die gegen een Kii'.tusi!ii:i'ster >oi' den vebrern genibri werde». >'in eigenes Verhäng! -ß walte: über den 'Maßregeln des l'h.'Ver." , z O : .öd!'' :h"! "** reimt ■