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Der israelitische Lehrer · 1869-05-26 · 21 (26.5.1869) · p. Seite 279

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
21 (26.5.1869)
Date
1869-05-26
Page
Seite 279 (sequence 3)
Language
German
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279 i:i:c:n nir hiev eine' j ü t i f d: c Vt^rcr^tianiim'nfunit; haben, imo nicht jeiMvirtn, nicht trennen »:',d ab-! scheiden reu ter (ilcjauniitfeia^ ,'01 alle»,. was die . grm eins amen Auteresie» inneres Dtankes betrifft, sind ii'iv blc-3 Vcl)vcv und heberen de» allgemeinem teul'chen Lehrervorsaiiimlungen und. den pmüntiellrn „nd Ärcterenferfn?en an. Als jüdische Velucr baden wir neben den allgemeine» noch besondere ^ntmiien »nd eigentbümliche Berhällnisse. Diese in besonderen Periamiiilinigen;u besprechen, wird und '.'iieiiiand rerarae». Do bosfen wir denn mit Gottes Hülio auf eine recht zahlreiche Bersaminlnng »nd ans gesegneten (Erfolg unserer Bestrebungen. Unseren Ecllegen aber rufen wir;u: .Kommet Alle, Alle! Der Erfolg gehört den Tlrebendeu. Ddernbeiin in Rheinheneu. x\. Ktingenstein. 36 o äf t tt b c r i di t. L^crnHcim, I*. Mai. ('•> ifi luimiMlich. den ^nceciit'en gegen gilben und Audeiuhnm überall eiugegeuzutreten. Wir suhle» wohl, da«; es dringlich geboren erscheint und begnügen nnS nicht, wie wir unlängst in der „Allg. Deutschen Lehrer;eilu»g" bewiesen haben, mit dem mageren Tröste, in nnierem Blaue selchen Auslassungen deö Unverj^aiioe?;u begegne», obwohl unsere Keilschrift sicherlich mehr als jede andere jüdische in christliche Kreise dringt, in sehr riete» xädaae gische» Lesezirkel» gehalten wird und jedenfalls de» Redaktionen fast iämmllicher pädagogischer und Erziehungszeilschriften zu Hanken kömmt. Umsomehr dürste es auffallend sei», das; selb» die bockachlbarsleu Aeilickrisleii non ihren Poninheilen nicht lassen, einem Artikel des „Wegweiser" reu C'\ Dach — ei» ganz ausgezeichnetes Blatt, das eine gros;e Aukunit da: — auv der Dchweiz lRr. I-i. rom 9. Aprils heisn es wörtlich: „Was will man mit den: von unseren Predigern geforderte» Bibellesen bei der Engend? Werden da nicht alle Grausamkeiten des A u d a i S m n s in die zanen Her;e>t gepflanzt? re." Man traut seinen.Auge» kaum, rerni, $u» solche Ausdrücke liest. „Grausamkeiten des Aiidaismus Was soll man dazu sage»? Wo befinden sich diese? 'Wo lasse» sie sich Nachweisen? Dokumentirt sich eine solche in der Bibel, in der Geschichte des Indentdnm»? Kann man nicht mit größerem Rechte ron den Grausamkeiten des Ebrislenlhunis sprechen, wo der Kamps gegen das Kelzerlhuiii mit Feuer und Dchwert bis in die neueste ^cit bineinwäbrte? Und das D e n l s ch t h u m? Wir haben unlängst eure Dchrisl ron Ferdinand Dchmitt, die Bearbeirung der „Ribelungcu" beiprochen. Wir hatte» nur die Bearbeitung, nicht das vielgevrieienc deutsche Heldengedicht selb» im Auge, das als die grösue Perle altdeutsche» Lchrisllhnnres i» hohe» lehren itcht. Wahrlich, wir konnte» uns nie anders als mit dein Gefühl des tiefsten Dchanoers und Abscheus durch dies ' Gemälde gegenseitigen niederträchtigen Perr.uhs, schanderhafter'Menelei und gräulichster Bluneenen der »fache nm eines rvellüstigen Weibes Willen durchn-aie»' Wir begreifen solche Poesie, solche Moral wahrhaftig nicht. Die sieht in ihrer ganscn Grundlage im W denprnche mit allen Empfindungen der «-'egenwart, mit jdkem «-ledauken oou rreue. Redlichkeit, Humanität, Menichlichtul. Das ist ältkenliche Poesie — auch christliche? — An neuerer;^iit sind vielfach Auszüge sogenannter.Kernlieder in össentlicheu Blättern lwiprochen worden. Wir glaube» doch, da>; FesaiaS, Aeremiaö, Pialmen und Dorüche Dalomonis mit diesen Auswüchsen des Aberglaubens und des Barbarismns der Reiormanonsperiote s!) wetteifern tonnten an Zartheit der Empfindung und »leinheit des Ausdrucks.. Dind diese alio den i b e l u » g e » unk Kernliedern nicht oorzn-;ichr„? 'Wir »wllen nicht immer und immer wieder polemisiren. Dock' möchleu wir ei» Wort unserer 'Weisen unsere» christliche» Eollege» zur Beherzigung ennfehlcft bei ihrem Auftreten in der Deffent- UchfeiX. «;o hejju: F b r W eisen, nehfmt «^uch 1 mit ('w^e^t^WoPhtni i» Ach 1! Frankfurt a. , kl. Mal. A» Rr. IK Ahres gefch. Blattes lheilt die Eorrefponkenz aus Trier „in, das; chrntlicherfeits gefragt wurde, warum die ^uken in Frankreich, l'ngland und Amerika nicht für ' k.c' uothlrideutcu Anden in Rvizläud Dammlungen - veraiiilattlii. Wir könueu hierauf dem christlichen Fragesteller aulwoncii. das; beispielsweise die Alliance; ' isrnelitc universelle v?c M >0 Fr es. bereits an das hie- . iige Eomiie geschickt hat, uild von mehrere» Gemeinden . Frankreichs hekanuk in, das; iie ihre Dainiiiliinge» direkt nach Meinel beiörde'.i haben. Ein (slleiches ' lhiin sie «'«emeinden Englands, und von Amerika sind , bereits <H<Ht fl. hierher übcrmitM: werken. Rebe» dieser Antwort töi'.nen wir aber auch eine Frage nicht .'unrerdrückem. Wclruiu geschieht chrisll.cherieils so , wenig snr diesen hninanen --Zweck, da doch Fuken nie ' anslehen. humane Zwecke zu fördern, auch wo sie ausichtieütickv Ehristen;u Gute kommen? Fn diesem! Falle trägt sogar die christlscherseitö geü »e Bedrückung mnd Befchränkniig den gröstten Theil der Dhulk an der für die Anbei: eiiigehrochenen '.A'okh. Das hiesige Eomikö bat, anücr der d'indernng der augenblickliche» Rolh, auch die radikale Heilung ibrer Ursache in« Auge gefas;: und beichldssen, die Haine der eingebenkeu Zwider iür die Uebetsiedelung l

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