Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 18 (5.5.1869)
- Date
- 1869-05-05
- Page
- Seite 256 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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256 eine Vereinigung mit dem bisher bestehenden „Eppsteinverein" anzustrrben, was dadurch ermöglicht werden könnte, wenn di« Lehrer auf - ihre bisherigen Personalzulagea auS der Centralkasse verzichteten und al« Eintrittsgeld in diesen Verein entrichteten. Die Einleitung der deSfallS «öthigen Schritte wurde dem Obmann übertragen. Zum Schlüsse verpflichteten sich die anwesenden Lehrer sowohl durch ihr gegebenes Ehrenwort als durch ihre Unterschrift in das niedergelegte Protokoll, keine erledigte ReligionSlehrerftelle unter 265 fl. und ebensowenig eine zur Bewerbung ausgeschriebene Stelle zur Verdrängung eine« andern Amtsgenoffen anzunehmen. Der prcjectirten Lehrerversammlung zu Ludwigs- Hafen a. RH. versprachen viele Amtsgenossen anzuwohnen, insofern diese auf eine passende Zeit anbrraumt würde. Nachdem noch einige Stunden der freundschastlichen Unterhaltung gewidmet wurden, rückte der Abend heran, wo sich die StaudeSgenossen nach verschiedenen Seiten trennten und zur Abreise anschickten. h Au- Baden, 22. April. Wie ein Karlsruher Officicser des „Schw.M." hört, würde eine Eingabe an die Kammern vorbereitet, welche bestimmt ist, dem Eintritt der Israeliten in den Dürgernutzen (l. Jan. 1872) vorzubeugen; als Grund wird angegeben: e« könne möglicher Weise in Folge einer Durchsicht der Gemeindeordnung der Bürgernutzen überhaupt fallen und man solle deshalb nicht zuvor noch neue Berechtigungen schaffen. Wie man sich befleißigt, hier eine reactionäre Maßregel um einen liberalen Kern zu wickeln! Wir möchten die „Dorbereiter" der betreffenden Eingabe kennen lernen; vielleicht genügten schon ein paar. Namen, um Aufschluß zu erhalten, in wie weit eS den Bittstellern darum zu thun ist, die liberale Sache wahrhaft zu fördern oder, waö wahrscheinlicher, unter dem Vorwand liberaler Bestrebungen ein altcS Unrecht neck» länger aufrecht zu erhalten. M. A. Trier, 15. April. Ich hielt und halte es noch aus vielen Gründen für geeigneter, den in dem Artikel „Von der Saar" in Nr. 9 d». Bl. von mir gewünschten Aufschluß über die Nichtbestätigung der Wahl des vr. Mark und die Erwählung des Vr. Croner zum Direktor des Seminar» zu Münster in diesem Blatt nicht zu veröffentlichten, sondern die vielen Fragesteller aus meinem Amtsbezirke, die sich in dieser Angelegenheit mündlich, und schriftlich an mich gewendet haben, auf diesen Weg zu bescheiden und auch zu bestimmen, ihre Beiträge fortzuzahlen, ja solch« zu erhöhen. Dies wird auch hie und da geschehen in Abwartung de» Wirken» de» neuen Direktors, den ich weiter nicht kenne, als .»«« dem vielbesprochenen und kritisirten Aufsatze desselben in diesem Blatte. Im Allgemeinen ist man in hiesiger Gegend schon zufrieden, wenn die künftigen Lehrer sonst tüchtig werden und auch nicht die 'inadd u. nmya, mrp u. 2'qvb verstehen und den 0"n mx auch nur bi» JO’D excl. kennen, da die Gemeinden nicht wünschen, daß die Lehrer 'so früh heirathen, für die daher die ui Bf’osrna aixn rur" i'x a-jn noch unnöthiz sind. Da» „Organ der Orthodoxie," da» sich nach dem Correipondenten „Von der Saar" in Nr. 15 d. Pl. über die „dreiste" Frage ärgert„ wird sich vielleicht auch wieder hierüber ärgern, aber es ist einmal nicht ander». Die Gemeinden im Einzelnen fragen vorerst, ehe sie Geld geben, ob solches auch gut angewendet wird und so wollen sie die Lehrer nicht so früh verheirathet sehen. Sobald die Veröffentlichung eines weiteren Aufschlusie» ersprießlich sein sollte, werde ich mich nicht scheuen, der Aufforderung nachzukomrn-n. Kahn. Trier. 20. April. Auf die Aufforderung dt» Herrn Ob.-Rabb. Kahn in seiner Rede am ersten Tage des PeffachfesteS wurde in den Halbfeierlagen durch zwei der H uren Vorsteher schon zum zweiten Male für die Nothleidenden in Rußland in hiesiger Gemeinde gesammelt ilnd war der Erttag befriedigend. Auch ein christlicher Arzt hat in der hiesigen Freimaurerloge zu genanntem Zwecke eine Kollekte abgehalten und den schönen Ertrag derselbe., dem Herrn Ob.-Rab. zur weiteren Beförderung einaehändlgt. Allgemein wird auch von christlicher Seite ge-' ftagt, warum aus Frankreich, England, überlanpt au» den nichtdeutschen Ländern und auch ans Amerika fast nichts für die l Israeliten Rußlands geschieht? Schreiber dieses gesteht, .hierüber keine Antwort zu wissen und glaubt er. daß eS gut wäre, wenn diese Frage in Ihrem Blatte einmal besprochen resp die JSraeliten anderer Länder dringendst aut ihre h ilige Pflicht zu helfen, aufmerksam' gemicht würde». M. Breslau, 19. April. Die „Bre f! Zig " meldet zur Frage der confefsi o »Slosen Schule; „Das Gutachten der Schulcom-nission über die Vorlage des Magistrats, betreffend die Antwort auf das Ministerialrescript sbemglich res rel giös.n Charakters der zu eröffnenden höheren UnterrichkSanstalten) wird in den neuesten gedruckten Vorlagen für dir Stadtverordnetenversammlung mitgetheilt. Die Schulcommission empfiehlt nämlich der Versammlung: zu erklären, daß sie mit einem Schreiben deü vom Magistrat angegebenen Inhalts an vaS Provinzial-S vulcollegium einverstanden sei, in welchem Magistrat a.iSspricht, daß es sich für unS immer nur gehandelt habe, festzustellen, daß der für die künftige Zusammensetzung deS Lehrer-CollegiumS wesentlich maßgebende Charak-