Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 17 (28.4.1869)
- Date
- 1869-04-28
- Page
- Seite 250 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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250 französisch«!! Gesandten, Lei seiner Durchreise in Tanger, Glückwünsche über Re von ihm geleitete Schule empfangen habe. Auf Bitte des Herrn Gogman bestimmt der Ausschuß eine Summe von 500 FrcS. zur Anschaffung von Kleidern-für die armen -Zöglinge seiner Schule, verwendet für diese-Ausgabe die.Zinsen eines Per mächtniffes des. J a c o b L o e b e l von Bucharest, daS derselbe zum Andenken an feine Frau gestiftet, und beschließt, daß der -Name deS Herrn und der Frau Loebel mit dieser Gabe von 500 Frcs. in die Register der Schule eingetragen werhe. . Der Ausschuß, der Hrn. Gogman für seine der Schule zu Tetuan geleisteten Dienste ein Zeichen seiner Zufriedenheit zu gehen wünscht, erhöht dessen jährlichen Gehalt auf die Summe von 3000 FrcS. Ueber dieS gibt man ihm, wegen der großen Zahl seiner Schüler, Herrn Grün bäum, Zögling der Vorbe reitungSanstalt für die Schulen im Orient, als Gthülfen bei und weist demselben einen Gehalt von 1200 Franken an. , 2) Herr Abraham Bloch zu Larissa zeigt an, daß der französische Consul seine Schule inspicirt habe und mit den erlangten Erfolgen zufrieden gewesen sei. 3) Der Ausschuß wünscht regelmäßig: Mittheilungen über 'den Gang der Schulen und beschließt daher den Druck einer Frageliste, welche jedes Vierteljahr von den Lehrern airSzuiüllen und an den Eeut''al- Ausschuß einzusenden ist. 4 > Man. beschließt, daß von nun an den Lehrern nur alle drei Jahre ein 'Urlaub bewilligt werden und daß den Lehrern^ di« nach Ablauf desselben ihre Abwesenheit verlängern würden-,, ein Abzug am Gehalt' gemacht werden solle. 5) $e; Exccllcnz Herr Durny, Minister des öffentlichen Unterrichts, hat die Vorbereitungsanstalt für die Schulen int Orient inspicirt und derselben lebhaften Beifall gespendet. 6) Ter Ausschuß beschließt die Übersetzung eines Katechismus in's Spanische und die Herausgabe einer kurzgefaßten h brätschen 'Grammatik." U7) Man beschließt, zu Jaffa eine Sckule zu chten und die Direktorstelle an derselben mit einem Gehalt von 2000 Frcs. öffentlich auszuschreiben. Auf den Vorschlag, des Ausschusses-für Veröffentichungen und Propoganda (Ausbreitung) votirt man ine Subscription von 100 FrcS: für das Werk des s sidor Weil, Rabbiners zu Hattstadt: „RelijgionSPhilosophie des Levi ben Gerson", Cnd bewilligt dem Herrn H. -Reifmann auS ZamoSc en Jahrespreis von 200 Frcs., der zur Aufmunterung für jüdisch« Wissenschaft bestimmt fft. Herr Julius Carvallo verliest einen Bericht über die Denkschrift des Herrn Legoyt, Vorstehers der französischen statistischen Abtheilung in Betreff einiger Eigenthümlichkeiten im Lebenslauf der jüdischen Race. Die durch diese Denkschrift gesannnelten offiziellen Ziffern stellen bei den Israeliten eine mittlere Lebensdauer fest, welche der anderer Racen überlegen ist, eine ausnahmsweise Leichtigkeit, sich in den ungesundesten Gegenden zu acclimatisiren, größere Dimensionen der Hirnschale, weniger zahlreiche Selbstmorde. Obgleich diese Denkschrift dem von der Alliance ausgegangen en Ausschreiben nicht ganz entspricht, so votiit der Ccntral-AuSschuß dem Verfasser dennoch eine Medaille von 1000 FrcS. und beschließt für den Fall de? Herausgabe des Werkes, den Ankauf einer gewissen Zahl Evemplare. Der Ausschuß bewilligt Herrn Leon HollaenderSky eine Summe von 300 FrcS. für den Druck seiner Schrift un«r dem Titel: „Achtzehn Jahrhunderte christlicher Vorurcheilc." Auf den L^oischlag des Herrn Jtamar Cohen beschließt man die Gründung einer AuSbreitungs- (Propaganda )Commission, welche aus den Pariser Mitgliedern gewählt werden soll. > Nach Briefen auS Rumänien scheinen die Verfolgungen gegen |bie Israeliten aufgehört zu haben. Herr C a r >n e l l i n. Redakteur des Echo 'S von der Donsru, bezeichnet dem. Ausschuß daS großherzige und energische Einschreiten deS österreichischen General-CoßsulS. Der Ausschuß votirt Herrn Baron v. Eder ein Dankschreiben. Herr Arma nd L evy zeigt an, daß die Minister der Rumänischen Regierung ihm versprochen hätten, einen Gesetzentwurf, der die eingebornen Israeliten den Rumänen gleichstellt, die Auflösung der Stadträthe zu Galacz, Jassn und Bacau, die Zulassung der Israeliten zu den öffentlichen Versteigerungen und Entschädigungen für die ausgctricbenen Israeliten. Der Ausschuß zu-Galacz betreibt Prozesse auf Entschädigung für die auögetriebenen Israeliten. Die thätige Unterstützung der Consuln ist ihm zugesagt. Er zeigt neue Austreibungen zu Serda und Sulu- Eusta an. Der Ausschuß zu Berlad berichtet über willkürliche und ungerechte Verurtheilungen Seitens der Gerichtshöfe gegen Israeliten. Der Central-Ausschuß bittet den Ausschuß zu Bucharest, die Aufmerksamkeit der Rumänischen Regierung auf diese Thatsachen zu lenken. Sir F. Goldschmid, Mitglied des englischen Parlaments, zeigt an, daß durch dir Vermittlung der englischen Regierung ein englischer Jsraelite zu Beyruth für die Gemeinde Saida den Theil des israel. Kirchhofs wieder erlangt habe, den ein Consular- Agent sich zugeeignet hatte. at