Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 13 (31.3.1869)
- Date
- 1869-03-31
- Page
- Seite 107 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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107 Klasse lernen spanische Spvadie, hebräisch lesen, französisch lesen und schreiben, biblische G schickte und weibliche Arbeiten. Seit dreiviertel Jahren ist die Schule zu Tanger ohne Direktor; eine allzulaige Abwesenheit des Herrn Bernhard Levy bat uns zum Entschlüsse gebracht, ibm in dem Direktor der Sckulezr Volo, Herrn H ir sch, einen dkachfolger zu geben. Nach dein Berichte des neuen Direktor* werden wir Ihnen nächst« s Jahr überden Stand dieser wichtigen Sckule nähere Mitt eilungen macken. Mogador hat zwei Schrien, eine Knaben- und eine Mädchenschule. In derletzt« rn gebt das Lernen zieinlick gut, die Schülerinnen sind ge ebrig und gewöhnen sich an Ordnung und Diseiplin. Im Lesen, schreiben, Rechnen. Mben werden Fortschritte gemacht, besonders in der ersten Abtbeilung. Die Borsteberin, Frau Eohn, wird im Unterricht durch eine Gebülsin und durch die besten unter ihren Schülerinnen unterstützt; sie hofft, die jungen Mädchen, die sie jetzt noch allzufrüh verlast en, an die Sckule und an ihren Unterricht inebr feffeln za können. Der Borsteher der Änabens chrtle, Hr. Eohn, beklagt sich über daö Verlassen der Schule Sc itens einer großen Anzahl noch sebr unwiffender Schüler; er bat schwer zu täinpfen gegen ihre Unbotmäßigkeit und gegen die große Gleichgültigkeit vieler Familien für den Unte wicht. Er bedarf der vollen Unterstützung der Gemeindevorsteher, um eine Anstalt zu befestigen, welche zur Hebung der annen Einwohner von Mogador so notbwendig ist. Der Eifer des Borstehers und die ernste Sorgfalt, welchen die französischen und englischest Eonsuln dieser Schule zuwenden, versprechen ihr daffelbe Gedeihen, wie unseren übrigen Anstalten. Zu Sa ff h bat die von «inein ehemaligen Zögling der Schule zu Tanger gegründete kleine Anstalt eine Leitung, welche die Gemeindevorsteher b -friedigt. In der Türkei sind unsere Schulen in einer regelmäßigen Entwickelung begriffen. Die der Leimng eines jungen Rabbi, Herrn Felix Block, unterstellte Schule zu Adrianopel zählt 1<>2 Schüler, die in vier stufenmäßig eingerichtete Klaffen vertheilt sind. Der Unterricht umfaßt Hebräisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Reckneii. Der Nutzen der Anstalt wird vollkoininen gewürdigt, wir batten ganz neuerdings den Beweis davon: Eine Feuersbrunst zerstörte die Schule, inan bedurfte zuin Wiederaufbau einer bedeutenden Suinme. Sie wurde obne Berzug durck Schüler eröffnete Subscription erbaute Schule genügt vollkommen für die Zöglinge. Zu.B o l o wird die Sckule r der Unterricht schreitet tüchtig r meinte ausgedrückle Wunsch, den der Schule nach Tanger berufen zeigt, wie sehr' ein wobl geleiteter Unterricht gewürdigt wird. Larissa bat eine neue Schule, die in Gegenwart des Pascka's feierlich eiugeweibt w 30 Israeliten. X Griechen, 7 eine unterden Eltern-der beschafft und die wiederon allen isr. Kindern besucht, oran, und dervon der Ge- Direktor, den wir zur Leitung Hanen, bekalten zu dürfen, irrte und von 45 Schülern: Türken besucht wird; unter ven Schülern besinden sich auck die Kinder des Pascha's. Der Unterricht ixird von einem jungen Rabbiner, Herr Abrabam Block, geleitet, die Schüler sind in vier Klaffen eingetbeilt und lerne» in den beiden ersten: Hebräisch, Italienisch, Französisch, Geschickte, Geographie, Rechnen, Welkltinde. , Im Mittelpunkte Syriens, zu Damaskus, haben wir seit einem Jahre eine Sckule unter der Leitung des ehemaligen Direktors der Sckule zu Bolo, Hrn. Weis ko pf. .Sie bat 110 Schüler, die, in vier Klaffen getbeilt. Hebräisch, Arabisch, Französisch und die Elemente der Geographie und des Rechnens erlernen. Der Borstand ist sebr erfreut über den Eifer seiner Zöglinge; Kinder, die in der vollständigsten Unwissenheit dab'inlebte», faßten in der Sckule eine Arbeitslust, über welcke der Direktor selbst erstaunt ist. Er nennt uus Einen, der in zebn Monaten die ganze französische Graminatik auswendig gelernt bat. ^Die Schule zu Damaskus wurde von unserem französischen Eonsul, von einem Mitgliede unseres Central-Ausschusses, Hrn. Netter, und von französischen Reisenden besucktund Alle beglückwünschten uns zum Erfolge unserer Anstalt in einer Stadt, wo der Unterricht unbekannt und zuweilen sogar verachtet war. In Palästina haben wir zwei junge Schulen. In Jerusalem, neben der von dem ehrwürdigen Herrn Bl innentbal gegründeten und von der unerschöpflichen Mildtbätigkeil seiner zahlreichen Freunde "unter denen wir abermals Herrn B l i.n amreffen) erhaltenen Schule, empfängt eine gewiffe Anzahl von meist dem Sephardischen Ritus angebörenden Kindern, unter Leitung des Herrn Krieger und eines Rabbiners, Religions-Unterricht uno Belehrung iin Französischen, in der Geograplüe und im Rechnen. Eine andere Schule wurde so eben zu Jaffa eröffnet." Wir haben sie unter die Leitung eines jungen italienischen, von unserein Ausschuß zu Livorno empfohlenen Lehrers gestellt. Weiter bin gegen Kleinasien bat Bagdad Feine Sckule. -Sie erhielt sich zwei Jahre lang nach Abreise des Lehrers, der sie gegr-ündet und ein Jahr geleitet batte, ohne andere Lehrer als Monitoren, die unter den Schülern ausgewählt waren mid zwei Angestellte der öffentlichen Berwaltung, welche Spracken-Unterrickt ertbeilten. Bei dieser sebr unvollständigen Einrichtung bestand sie fort in Erwartung des Direktors, den wir für sie auswählen würden und die Arbeiten der Zöglinge waren derart, daß der französiscke Eonsul uns dieses Jahr schrieb, unsere Schule sei den verschiedenen christlichen Schulen in Bagdad weit überlegen und sie unserer ganz besonderen Sorge empfahl. Wir ließen ihr dieselbe zu Theil werden, indem wir Herrn Marx, einen unserer ausgezeicknetsten Lebrerzu Paris, an die Spitze derselben stellten. Das Gedeihen dieser Anstalten, ihr woblthätiger Ekwfluß veranlassen andere Gemeinden des Orients, Schulen von uns zu erbitten. Wir sind eben mit Erricktung einer