Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 11 (17.3.1869)
- Date
- 1869-03-17
- Page
- Seite 86 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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8« läge. Freibnrg. i. B. Herder'sche Verlagsbuchhandlung. 4868. ES gibt dieser Bücher mehrere; alle sind brauchbar mit, keine« ohne den Lehrer. Dcßhalb ist die Bemerkung auf dem Titelblatte„unb für das Privatstudium* nickt am Platze. DaS Buch genügt eben nur für Gymnasien, wo nickt biel verlangt wird, aber auch da nicht einmSl für jüdifcke Cchülcrl welche vorher oder nebenbei Unrerrickt in den bebräifchen Gemeindefchulen erhalten; ohnedies auch nicht, fveil die Berücksichtigung des Gebetbuchs fehlt. Dok Buch gibt für den Anfang zu-viel; die genauere Kenntniß der Accentuation'kann da noch entbehrt werden; die Form "UWn als „diejenigen, welche" kommt^nur an Einer stelle vor: 2 Köu. 6, 22. Aber selbst hier stimmen wir für ein n interrogativum; als.1 deistonstrativum wäre die Form sprachlich auch nichts richtig. DaS Buch gibt für den Anfang zu wenig, iweil es nicht alle Formen und Regeln erklärt, schald die Lektüre über die ivenigen im Buche gebotenen Lesesiücke hinausgeht. Die Anfangslehrer beherrschen gewöhnlich die hebr. Sprache nicht der Art, um alle nöthigen Erklärungen sofort bei der Hand zu haben. Es wäre also für diese Fälle eine größere Auswahl von biblischen Lesestückctt mit gramatikalischen Hinweisungen oder Erklärungen in Noten anzUratben. Ob die „zehnte" Auflage für eine Vorbereitung in anderen Kreisen, als dem Unterrichtskreise des Verfasiers (derselbe ist MeligionSlebrer am Marzellen- Gymnafium in Köln) zeugt, wissen wir nickt; auch nicht, wann die erste Ausgabe erschienen ist. > "R. Theolog isckesUnivsrsal-Lexikon zulsiHandgebraucke - für Geistliche und gebildete DUckttheologcn. 7. und 8.' Lieferung. Elberfeld 1868. Perlag, von Di. L. Friedricks. Fürwissensckaftlicke Zwecke wird dieses Werk nicht genügen, aber alle 'Männer von Fach verfolgen auch nicht solcke, und für gebildete Nichttbdologen, welche sich auf dem Gebiete der Theologie estieS genauern belehren wollen, reickt eS aus. Die christlichen Artikel sind, sogar recht ausführlich und 1 für die jüdischen haben wir nunmehr die Genugthuung, wenigstens die einschlägige Literatur angegeben zu sehen, wenn dieselbe auch nicht durchweg und selbstständig ausreichend benutzt worden ist. Zur Benutzung haben wobl ältere Artikel aiKerer enevklopädischer Werke gedient, denn die. Literamr ist nicht immer bis in die neueste Zeit fortgeführt.' Zn den vorliegenden, zwei Heften sind Artikel von der größten Beheutung, wie Juden und die Namen der wichtigsten Propheten «nthalten. Der Artikel „Kirchenstaat" ist begonnen, aber noch nicht vollendet. 'Bei „Kirche" ist die Ableitung von circus angegeben, aber nicht gesagt, daß im römischen virous dir kirchlichen Versammlungen der ersten Christen gehalten wurden. Wir sehen der Fortsetzung deS in vielen Kreisen, auch des wohlfeilen Preises, wegen (24—30 Hestc ü. 5 Sgr.), gewiß sehr erwünschten Werkes entgegen. R. HülfS ruch beim geographischen Unterricht. Voi vr. Horst Kefersteiu, Lehrer an der öffentlichen Handels-Lehranstalt zu Dresden. 2. völlig umgearbeitcte Auflage. Leipzig, Verlag von Ottg Aug. Schulz. 1868. Eist eigenthümliches Buch, das nach methodischer Anordnung und Tendenz, in seiner ganzen Art einzig ist. Es sind blcS einzelne Worte, ein Gerippe, das uns hier geboten. Aber ein sehr reichhaltiges Gerippe, sin überreiches Material. Der Verfasser ist der Ansicht, daß „in Schulbüchern, die im Unterrichte vorliegen sollen, sachgemäß nur Stichworte und Anhaltepunjkte, also nur ein vom Lehrer zu belebendes Gerippe > geboten werden dürfen", und wir besitzen ein ähnliches Lehrbuch desselben Verfassers auch für den Gesckickts unterricht. An Stichworten für den Unterricht in der Geographie kann es hier nun natürlick nicht fehlen — denn das Buch hat 146 Seiten oktav und enggedruckter lateinischer Schrift. Eine weitere : Eigenthümlichkeit ist die Eintheilung 'des Stoffes.: „Mir scheint es", sagt der Verfasser in seiner Vorrede, „eine wesentliche Ausgabe des geographischen Untcrrickts zu sein, das ihm zugehörige Material auf allgemeine Grundsätze zurück zu führen, dasselbe izu begeistigen und es so zu ordnen, daß der Schüler unwilltübrlich zu Vergleichungen herausgefordert und zu Folgerungen angeleitet wird. Der Verfasser thcilt auf diesen Grundsatz hin seinen Stoff in ganz anderer Weise ein, als wir es bei geographijchen Lehrbüchern gewohnt sind. Er behandelt in einzelnen Abschnitten 1. Astronomische Geographie (sehr kurz), II.! Luft (Klima, Winde :c), III. Land (Bodengestalt), IV. Wasser (Quellen, Flüsse), V. Miueraiien, VI. Pflanzen, VII. Thiere, VIII. Der Mensch. Im Anhang: Statistik. Wir sehen: wir baben es hier mit einem reichen, interessanten Inhalte zu thun, und es dürfte sich das Buch ganz außerordentlick besonderfür Fachlehrer zu Studien empfehlen. Erster Unterricht in der israelit. Religion von M. Elsässer, israelitischer Schullehrer zu Eoenkoben. 2. Auflage. Mannheim, Buchhandlung von I. Bensheimer. Es freut uns, daß das Lieblingswerk unseres verewigten Freundes, der wohl einer der wackersten und gediegensten jüdischen Schulmänner unserer Zeit war, die zweite Auflage erlebt hat, — was bei Schriften dieser Art viel sagen will, — nachdem es noch von dem verewigten Versasier in seinen letzten Lebenstagen einige Umarbeitung erfahren bat. Wenn wir "auch