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Der israelitische Lehrer · 1869-03-17 · 11 (17.3.1869) · p. Seite 87

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
11 (17.3.1869)
Date
1869-03-17
Page
Seite 87 (sequence 7)
Language
German
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87 •| für die Antworten etwamehr Wärme und Leben wünschten, so ist doch haS Material vortrefflich, geordnet, klar. überhaupt pädagogisch, die Begleitverse sind reichhaltig und zutreffend. Bericht (Bulletin) der Alliance Israölite Universelle. Ge»»eralvcrsa»n»l»^g vorn 11. Dc;. I8<»8. (Fortiseyunz.) Die englische Regien»,« war mit der französischen in llebereinstimmnng. . Diese Uebereinstiinmung drückte Lord Stanley in der Sitzung det Gemeinen an, 2t. April ans. wo er i» Beantwortung ein« Interpellation Seitens unsres ausgezeichneten College», Sfr «fr an eis Goldsmid, und unter dem Beifall der stammer also sprach: - ,iv)d> lann dein ehrenwerlhen Herrn versilbern, das? „diese «frage mein Mitgefühl eben so sebr erregt, alö das „seinige (Hört!) Ich glaube, "daß dn'v eine Angelegen- „l'eic ist, welwe.die Ehrisven noch lebhafter berührt, als „die Juden selbst: denn wenn daS Leid auf die Inden fällt, „so fällt die Schande ans d e Ehristen. (Lebhafter Beifall). „Ick, kenne in unsrer Zeit k:in anderes Beispiel einer Reihe „solcher Bedrückungen, die, ick> will nicht bloß sagen, ohne „alle Anreizung, sondern sogar ohne jede» vernünftigen „oder auch nur begreiftichen Grund begangen wurden."' „Was die Erlaubnis; oder Ennunterung betrifft, >velck,e „diese Bedrückungen in gewlissen «fällen Seitens der O ne „behörden oder, wie ich glaube, von der Rumänische» Re- „gierung selbst erhalten babm, so kann ick diese pslichrver- „gessenke Rackficht nur dad irch erklären, vast, ich bei einer „schwachen und wenig gewissenhaften Regierung das Be- „streben vorauoietze, auf d e fchlimmsten Leidenschaften der „untersten Bvlkskafsen zu spe uliren. (Hört!) Dies festgestellt, „(ordert die Gerechtigkeit zu sage», das; der. Fürst Earl „sich aus eine sehr energisch: Art gegen diese Sache ausge- „sprochen bat »»d ich glaiche, daß soweit sein persönliches „Ansehen reicht, er alles Mögliche schon getban bat oder „»och tl„in wi d, nm die', Fortsetzung dieser Gewalilhalen „zu verhindern. 1 „Die englische Regien» stz hat diese Apgelegenbeil nicht „ans dein «Gesichte verlöret . und wird sie auch in Intnnf, „leinesfaus vernachlässigen, Es ist vielleicht gut, Ihnen zu „sagen, das; ick,, oluic, vo, der bei gegenwärtiger Beran- „lassung staltzusindenden Be Handlung benachrichtigt;n sei», „schon beule Rachmitiag eire neue Depesche abgesandt habe, „welche energische Bomelltglgen macht in Betreff neuer, „dura, das ebrenwerthe Mitglied selbst zu meiner stenntniß „gebracht« Tlmtsacke»! Die Regierungen -Frankreich's, .'.Oesterreich's, und versckieluiner ander« Mächte des «fest- „lands führen dieselbe Spreche, und ick hege Las Bertrane», „daß diese Aussprüche der öffentlichen Meinung von ganz „Europa nicht ohne Wirkung bleiben werden." In demselben Augenblicke, wo Lord Stanleh die energischen Vorstellungen der Großmächte bei de: Rumänischen Regierung ankündigte, endigte der österreichische Geucrcü- Eonsul. Herr Baron v. Eder, einen hefli,en Streit mit dein Rumänischen Minister des Auswärtig«, in folgender Weise: „Ick, fordere augenblickliche und streuge Befehle für „das Aufhören der gegen die Israeliten gerichteten Bcr- „folgungcn, energische Maßregeln, um die Ordnung und „Rnbe in Stadt und Bezirk Bakou zu sichern die gerichtliche „Anklage Derer, die sich der der Rnmänischen Regierung „bezeichncten Handlungen schuldig gemacht labe», ihre Be- „strafung uack Maßgabe des Gesetzes, die Wiedereinsetzung „der aus den Landgenieinden vertriebenen Fstmilien in ihren „bänSlicken Heerd. und den Ersatz für die Berluste. welche „sie durch ibre gewaltsame und nngesetzli l,e Austreibung „erlitten habeiz," Diese Forderung«, wurden durch di« englische und französische Regierung unterstützt. Die Rnsiiänische Regierung gab nack; die Israeliten wurden in ihren Dörfern wieder eingesetzt und Sckadloshaltun.x iline, versprochen. Durch die .Haltung der Großmächte in die Unmöglichsteii versetzt, den Judenfeinden Genüge zu ihn», hatte die Rninänische Regierung alles Gehässige der B rsvlgung, olme deren Rnven ans sich geladen. Eine Ber indernng ihrer Politik gegen die Israeliten sollte sie nun mit der öffentlichen Meinung, mit den eivilisirien Regierungen wieder versöhne». In einer diplomatischen Rote gab sie Hoffnung ans ei» Gesetz, das die bürgerliche» und staatlichen Rechte der eingebornen Israeliten anerkennen foll.e. Aber die <'sefabr eines Bruches mit den Iudeufeindest erschreckte sie und das «besetz erschien nicht. D ie Äbsetznng einiger Beauilen. welcher der ernsten Uulhaten gegen die Isra^iien allzu sicher überführt waren, die Rücknahme einiger stadrräthliche» Be- . sck'lüsse, welche den Isr eliten de» Handel mit den nölhigsten Lebensbedürfnissen nniersaglen, dies waren die einzigen den Israeliten zugestandenen Bewilligung^. Aber die Gewalttl'äligkeiten, die Rechlsentziei ungen blieben'ungestraft, alle ihre Rechte beschränkenden Maßregeln, das Berbot der D heilnahme em Psseiulichen Bersteigernngen, das Berbot des Erwerbs vo» Liegenschaften in den Städten blieben aufrecht erhalte». Die Judenfeinde, welche ihre straft fühlten einer Obrigkeit gegenübbr, die ilmen nicht zuwiderhautelu meckue, nahmen; nedr einmal il»e Buslncht zum Aufstande. Am :>. Oktober regten sie den Pöbel von Galatz auf, indem sie ein stind mit blutbeflecktem l>lefick>te durch die Straßen der Stadt führten,. „»> der ungereiuilen v„v unheilvollen Fabel eines gegen dieses stink zu religiösen Bnvcken veksi'lbt.n Mo danfglly (Glauben zu verschaffe», und die Israeliten ivurcen wirilick mit Wulb angefallen. Sie verlheidiglen ii-t>; etwa tv> vo» ilmen wurden mehr oder weniger sibwer verwundet, ihre Tempel ivurden erbrochen ,^>d geplündert, und der

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