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Der israelitische Lehrer · 1869-03-03 · 9 (3.3.1869) · p. Seite 71

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
9 (3.3.1869)
Date
1869-03-03
Page
Seite 71 (sequence 7)
Language
German
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71 „dreißigsten ' MonatStages „Schlomiel" heiße und gegen andere seines 6»eichen den Kürzeren gezogen habe, weil seine Herrschaft wegen de« Wechsels -von 29 und 30 Tagen in den Monaten auf 6 bi« 7 Tage des Jahres beschränkt sei. Davon führ« jeder vom Geschicke weniger als Andere Begünstigte den Namen „Scklemirl," eigentlich „Schlomiel." N. Aas ^urimfest. Es rauschet die Freude, es fönet die Lust, Ter Friede zieht ein in die trunkene Brust, Es schwelget, das Her-; in Entzücken! Gcbeilt ist daS Weh, das Lew ist vorbei, Die Kessel zerriß und das Aüge kann frei Hinaus zu dem Himmel jetzt blicken! Israels Glanz, — weh! er erlosch für immer-. Die Erben Jakobs darbten« im Exil! Die Webmuthstbränen, ach, sie schwiegen niminer. Des Ew'gen Wohnung lag daheim in Trümmer, _ Und Zion fiel, weil Iuda's Tugend fiel! So preis und feil jetzt der «Despoten Wntb — Erschallt die krasse Kunde nun den Obren: - - Der König gebeut^ i Dem Tod ist geweilt, Wen jüdische Äkutter geboren! Was klagst Du mein Volk «und liegest im Staube, Vergaßest Du, was Dein Gslt Dir verhieß? „Glicht untergehen laß' ich Mose's Glaube, „Mein Volk wird der Vernichtung nicht zum Raube, „Ob auch mein Zorn aus seinem Erb' es stieß!" Drum bann' dle Angst, dir Bosheit sinkt ziun Staube, Wenn Dich Dein Gott, der Starke! will erretten! Doch reis ist die Saat; Dein Retter — er naht! Er wirst Deine Dränger in Kette»! Ein schwaches Werkzeug hat er sich erwählet, Dock was erstarket nicht in GotteS Hand? Ein zarteS Weib, voin Heldengeist beseelet,! Das ängstlich nicht das Heer der Feinde zählet - DaS reißt Dich von des. L bgrund's schroffem Rand! Das Weib, es setzt das esi'ne Herzblut ein, Um zu erkaufen seines Volkes Leben! Der Heldenmuth siegt, Die Bosheit erliegt. Dir preis wird D<jin Dränger gegeben! D'rum rauschet die Freude« und tönet die Lust, Uud ziehet der Fried' iu die trunkene Brust, Und schwelget das Herz inj Entzücken; Geheilt ist das Weh', das Leid ist vorbei. Die Feffel zerrissen, das Ästige kann frei Hinauf zu dem Himmel jetzt blicken! Und hin gen Zion seh' mein Volk ich wallen, _ Durch Gottes Huld der Sclavenkette bar; Aus's 'Neue füllen sich des Tempels Hallen, Hin auf die Knie selL mein Volk ich fallen, Dem Ew'gen bringen seine Opfer dar, O, mög't ihr stets so dienen eurem Herrn; Den Ew'gen liebend — und euch selbst wie Brüder! Doch sündige Macht, Im Her-zcn erwacht, _ Sie reißt den Tempel bau nieder-. Und wehe, web'! — von seinem Heerv getrieben. Irrt jetzt mein Volk von Pol zu Pol umber, ES trinkt.den jknechtschaftstrank, den bitter», trüben, Des Hcrzeits Grain steht vor der Stirn geschrieben; Wie drückt das Sclavenjoch so wund, so schwer! Rur wenn der Tag des Purims wiederkehrt, An diesem Festtag wird der. Schwerz vergessen. Der Glaub' uns erfreut: Der dainals befreit, Wird jetzt auch das Aug' unS emnäsien! D'ruin rauschet die Freude lind tönet die Lust, * Und ziehet der Fried' in die trunkene Brust, Es schwelget das Herz in Entzücken; - Wir wähnen den Schmerz, das Leid vorbei, Der Feffel los! — obgleich wir nickt frei. Trotzdem uns die Ketten noch drücken!, Düsseldorf. Louis Bacharach. Anzeigen. Bei Adolf «Lohn, Verlag und Antiquariat in Berlin, Dorotbeenstraße 57, ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu-be;ieben: Kochbuch für israelitiwelie ITrauen. Don Aebecka -Pols, geb. Heinemai,n. Rebst vollständiger Speisekarte und Haus-Apotheke, Anweisung zur Führung einer religiös jüdischen Haushaltung. 4. verbesserte Auflage, r Preis geh. 1 Tblr. Saub. geb. 1'/, Thlr. <^ie hiesige Stelle als Rekigionslehrer, Schächter und Vorbeter ist mit 100 Tblr. Gehalt nebst freier Station und Wolmung vom t. April 1869 vacant. Nur nnverbeiratbete Bewerber werden berückiicktigt. grr gnrfianö klfs Iylmgiigkli-DMttlitis zu Kriewen (Prov. Posen.) I 1

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