Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 9 (3.3.1869)
- Date
- 1869-03-03
- Page
- Seite 72 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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72 Leop. Aotdschmidt'sche Stiftung. Zweck derselben ist laut 8- 7 der Statuten: . Den Ertrag der jährlich eingehenden . „Zinsen und Schenkungen an Lehrer dar „Großh. Hessischen Rbeinprovinz, gleichviel „welcher Conseffion, zu vertheilen, welche „in anerkannt wirksamer Weise auf Geist „und. Gemütb der Schüler wirken und si b ■ „durch Eifer und Berufstreue auszeichnen " Demgemäß werden Diejenigen, welche Ansprüche an genannte Stiftung zu machen wünschen, ausgesordei t, ihr dc'sfallsiges Gesuch bis zum 1«. März d. I. bei unserem Mitgliede, dem'Herrn Professor Keller dabier, schriftlich einzureichen. 1 Mainz, 15. Februar 1869. ' . Z)er 'Deiwalistugsralh. Vacanz« Die Religionslehrer - und Borbererstelle in der israelitischen Religioitsgemeinde Ebers he im b. Mainz ist varant'und soll durch einen qualifizirten Bewe der anderweitig besetzt werden. Der Gehalt beträgt fix 230 fl. nebst freier Wohnung. Auch kann aus ^erlangen der Schächterdienst damit verbunden werpen. Qualifizirte Bewerber werden erstickt,. mistelst portofreier Einseitdung ihrer Zeugnisses sich baldigst an den Unterzeichneten zu wenden. 1 j Eberöheim bei Mainz, 8. FeÜr. 1869.! Der Porsrand der isr. Religionsgemeinde: Leopold Simon. j -:— ---1-j-1zweite Lehrerstelle an der hiesigen Ekementar- Schule ist züm "'"r« n"~i, b. i. 15. Maid.J. zu besetzen. Der fixe Gehalt beträgt 250Thlr, Nebenverdienst (ohne Garantie) etwa 50 Thlr. Dem Betreffenden ist Gelegenheit geboten, besonders im Hebräischen unentgeltlich sich weiter aus zu bilden. I Heflectanten belieben sich unter Beifügung! eines curriculum vitae und ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Schulvorstand zu wenden. | Aurich, im Februar 1869. I W. Samson* Aufruf! Zn Folge der bei uns täglich eingehenden haarsträubenden Berichte über den gegenwärtig in Rußland und einem Theile Polens unter unfern Glaubensgenossen herrschenden Nothstand, wozu noch der Hungertyphus hinzugetreten und sehr Biele dieser fürchterlichen Krankheit erliegen, sehen wir uns veranlaßt, um weitere Spenden für jene Unglücklichen zu bitten. Durch hie im vergangenen Jabre in so reichem Maße uns zugeflossenen Untersiützungen ist eS uns gelungen, die Rolb, die dort geherrscht hat, zu lindern, sehr Biele vom Hungertode zu retten und Einzelnen Mittel zur Auswanderung nach Amerika zu gewähren. Gegenwärtig ist durch die vorjährige Mißernte, in Folge der Dürre, die Roth bedeutend größer als im verflossenen Zahre. Die vielen eingehenden Unterstützungsgesuche lesen wir mit Schauder durch und müssen solche, ohne Hilfe leisten zu können, sortlegen. Der stets hervorgetretene Wohlthätigkeitssinn unserer Glaubensgenoffen läßt unS hoffen, daß dieser sich auch ferner belhätigen wird, um so mehr da hier Menschen vom Hungertode zu retten sind. Wer wollte da die Hilfe versagen! ZSrael ermüdet nicht im Wohlthun. Mir bitten um schnelle Hilfe, auch die kleinste Gabe wird willkommen sein Die Tausende Hungernder fordern ja nur Brod, um ihr Leben zu fristen. Ter Unterzeichnete W. M. Wolffheim nimmt die Spenden so nach wie vor entgegen. Lyck in Ostpreußen, den 21. Januar 1869. Das Coniite zur Unterstützung der nothleiden- I den Israeliten in Russland und Polen, j Silbermann. Alexander. Wolffheim. Gordon. Danksagung-. Ich fühle mich verpflichtet, dem hochverehrten ' Berwaltungs - Ausschuß der „Achawah“ für die prompte und gewissenhafte Auszahlung meiner Pension hierdurch öffentlich zu danken. Nur einige Jahre leider! konnte mein fel. Mann Mitglied dieses wohl- ■ thätigen Vereines sein, und doch erhielt ich schon, fürs I laufende Jahr die ansehnliche Gabe von 47 Gulden! aus gezahlt. Mühlhausen, im Januar 1869. Theresa Marschütz, Lehrer-Wittwe. . ' -1- Lerantwortliche Redaktion und Lerliag von £ fix de» Buchhandel in Commission bei Oskar 2» oseph Kl ingenstein, Lehrer zu Odernheim in Rheinheflen. iner in Leipzig. — I. GottSleben's Buchdruckerei in Mainz.