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Der israelitische Lehrer · 1869-02-03 · 5 (3.2.1869) · p. Seite 37

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
5 (3.2.1869)
Date
1869-02-03
Page
Seite 37 (sequence 5)
Language
German
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37 fbe deshalb auch in allen wichtigen Fragen eine > cheivende Stimme haben. HerrDr. Reingauum! cht sich für die Stellung sämmtlicher Schulen unter | Schuldeputation aus una beantragt zu sagen:; Obenso sind die- Schulen der ivrael. Gemeinde und j die Privatschulen ihr unterstellt." Herr Stadtrath j Sppenheimer: Der Antrag des Herrn Creizenach d Genossen solle nur anbahnen, was durch den Mtrag des Hrn. Dr. Reinganum in ein bestimmtes Verhältnis; gebracht werde. Gr glaube, daß die Israel. Gemeinde sich auch, alles dessen theilhaftig machen solle, was die anderen genössen; bekomme sie eine Sonderstellung, so werde sich bald der Einfluß der Regierülig geltend machen und aus die anderen Schulen zmückwirken. Herr Dr. Barrentrapp spricht sich ffit die Ansicht deö Hrn. Dr. Reinganum aus und ist: erstaunt^ daß gerade aus den iörael. Kreisen ein piirtikularisusckcr Antrag gestellt werde. Habe man gleiche Pflichten, so müsse man auch gleiche Rechte Wen. Herr Bürgermeister Dr. Mumm für den Ämmissiouöautraz. Er legt die früheren Verhältnisse dar u»d hebt besonders hervor, daß die -Ltadtgemeiude, die zahle, auch ein Recht an der Leitung dtr Schulen, die den Gemeinden zustande, habe. Mit dsr iörael. Realschule sei es ein anderes Perhältniß gewesen; biqe habe nur unter der Oberaufsicht des Senats gestanden, im klebrigen sei sie ganz unabhängig von der Stadtgemcinde gewesen. Der Senat sei in Wegfall gekommen, seine Rechte seien auf die Regierung überiragen, dcßhalb scheine ihm der Antrag der Herren Creizenach und tsieu, in seinen Motiven verfehlt zu sein. Wenn sic glaubten, den früheren Zustand fortsetzen zu können, so irrten sie sich, der Staat besitze daS Oberaufsichtsrecht. Wenn die Stadtgenreinde sich so weit hervorwage, sich in den AHesitz eines Rechtes zu sehen, so werde die Folge sein, daß die isracl. Gemeinde sagen könne, die Stadl möge die Leistungen, die sie den übrigen Schulen gegenüber übernommen, auch ihr gegenüber übernehmen. Herr Stadtrath Oppenheimer glaubt nicht, daß daraus, daß die Schulen der iörael. Gemeindein dieselben Verhältnisse wie die anderen Schulen träten, Rechte hergeleitel werten könnten. Er glaube nicht zuviel d» sagen, daß eine solche Idee noch Niemand in der Israel. Gemeinde vorgeschwcbt habe. Er wünsche, wie Herr Dr. Barreutrapp vorhin gesagt, jede Schranke beseitigt zu sehen. Herr Strauß: Der israel. Gemeindevorstand habe sich veranlaßt gesehen, einen solchen Antrag einzubringe.r, nachdem die Commission den früheren deSfallsigeu Paragraphen, den der Gemeindevorstand zu Gesicht bekommen; abgeändert habe. Nehme man einen Satz, wie er in cer Erklärung enthalten sei, auf, so sei er bereit, seinen Antrag zurück- Huzieben. Herr Sonne mann ist der Ueberzeugung, daß die israel. Gemeinde die letzte sein werde, irgend welche Hindernisse dem Zustandekommen der gemeinsamen Schuldeputation in den Weg zu legen. Herr Dr. Reinganum: Nach den früheren zu Recht bestehenden Abmachungen sei die israel. Gemeinde verbunden, für ihre Schulangelegenheiten und für ihre Armenpflege Sorge zu tragen; trotz aller Veränderungen sei hierin nichts geändert worden. Wenn der israel. Gemeindevorstand einstmals Geld beanspruche, so würde die Antwort sein, daß er nach den bestehenden, nicht abgeänderten Normen solches nicht fordern könne. Wenn aber die iörael. Gemeinde, was bei dem Wohlstand ihrer Mitglieder nicht anzunehmen sei, finanziell so zurückkomme, daß sie der Hülfe bedürfe, so werde es der Stadt nicht übel zu nehmen sein, wenn sie dieselbe leiste. Herr Bürgermeister Dr. Mumm: Er wünsche, daß die iörael. Getneindeschule auch unter die Deputation gestellt werde, aber nur auf Antrag der Gemeinde selbst; die Stadt möchte ,er davor warnen, sich in den Besitz eines Rechtes zu setzen. Hr. Dr. Barr ent rapp: Er würde, läge die Pflicht vor, die israel. Gemeinde zu unterstützen, davor nicht zurückschrecken. Nach dem gestellten Antrag - solle die Schule der iörael. Gemeinde den Privatlehranstalte» gleichgestellt werden, denen aus dem städtischen Aerar ein Zuschuß gleichfalls nicht gewährt werde. Nachdem die Herren Creizenach und Genossen ihren Antrag zurückgezogen hatten, wurde derjenige de» Herrn Dr. Reinganum mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Berlin, ist. Januar. Hier starb gestern der alte, würdige Rabbiner R o s e n st e i n. Nachdem dadurch die Glieder des früheren Rabbinats-Collegiums sämintlich kur; nacheinander von der Erde geschieden, verbleibt zur -Zeit nur -noch Itr. Aub als Stellvertreter d-ü Berliner Rabbinatö. Von der CmS, 19. Jan. Als jüngst in > diesen Blättern der Artikel „über Leitung eines jüd. I Lehrerseminars" je. gebracht wurde, hat cS wohl manl chen Collegen kalt überlaufen, und daß Sie von vielen Seiten interpcllirt wurden, ist der beste Beweis dafür. > Welcher College hätte nicht den Wunsch, ein solch'! jüd. Wissen zu besitzen? Für die meisten bleibt eö jedoch! nur ein frommer (?) Wunsch. Wir würden auch die! Sache nicht weiter berührt haben, da Sie, Herr Redakteur | in Ihrer Anmerkung, wie gewöhnlich, den Nagel auf den Kopf getroffen: entweder Rabbiner oder Elemeutar-Lehrer, nur nichts Halbes. Auch dachten wir wieder: daö wird einer von der Prrßburger oder doch einer derartigen Jefchiba geschrieben haben, und für dort mag das ungefähr passen; jedoch „Eins schickt sich nicht für Alle." Dieser Tage aber erhielten wir Mittheilung, daß ein Gelehrter, der sich um die Seminar-Director Stelle in Münster bewerbe, ähnlichen

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