Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 2 (13.1.1869)
- Date
- 1869-01-13
- Page
- Seite 14 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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14 tage geschehen wärt». *) Zm Uebrigen har die ctericale Agitation bei uns solche Dimensionen angenommen, daß es mehr als fraglich ist, welches Schicksal dem ganzen. Reaieruvgecntwurfe in unserer Kammer der ReichorLtbe barret. Tee!'ccs der Religionslebrer ist und bleibt unter solchen Verhältnissen in der Tbat ein wahrhaft trourigk^, vielle'cht ist unser «2ti ein desto glänzenderes. Die Religionslehrer in linkersranken entsalten zu wenig eine gemeinschaftliche Tlärigkeit, das Streben (einzelner bat als partikulare Aeustening wenig oder gar keinen Erfolg, , und. das schadet nickt nur dem ganzen Stande, sondern hierin ist auck die Ursache zu suchen, das; hie Betbciligung gm' Achawarerein zur Zeit nock nickt eine fesche allgemeine geworden ist, wie sie es allenthalben zu worden verdient. Zum Schlüsse neck die Miltbeiluug, das; die bekannte iSrael. Lehrerbildung-- Anstalt zu Würzburg schon »'eil .l Wecken geschlcsscil ist, weil die Blattern ansgebrocken stutz,- Die Zöglinge sind zu Hause und brüten mir histcrisch-fnwchen Argumenten über das Tbema - . . vom Dispute v über das fatale Ei, . . das ein Huhn gelegt'am Festtag." Airs Lew Hannoverschen, 1. Januar. Urber die zu jüdischen Zwecken bestimmten ü<XX) Tbaler aus dem Provinzial - Fonds, seiner ob unsere projrctirte Lebrer-Wiltwen-Kasse nun gegründet werke, kann ich Ihnen folgendes milkbeilen: Üeber ersteren Punkt gebe ich Ihnen,, was. ick in Erfahrung bringen konnte Bekanntlich baue unsere frühere bannov. Regierung im Zähre N>66 bei den Ständen den Antrag gestellt, den bis dabin geleisteten Zuschuß von 2900 Tbaler für israel. Cvnogogen und Schulwesen auf 5000 Tblr. zu erhöhen; auch . wird. Ihnen noch erinnerlich sein, daß, cbschcn einige Kervpbärn der Reaktion in der ersten Kammer erklärten, str wollten von Juden und Zudentbum nichts wist'en, die Regierung dennoch mit ihrem Anträge durchdrang,'da ihre (Gründe durchschlagend genug waren z die Juden tragen zu allen öffentlichen Lasten bei, erhalten ihre Svnagogen und Sckulen mit großen Dptern. während für christliche Kirchen und Schulen große Summen im Budget standen. Die politischen Ereignisse des Jahres 1806 ließen jenen Beschluß nicht, zur Ausführung kommen. .Unser Landrabbiner, Herr vr. Meyed. stellte den Antrag bei unserer jetzigen Regierung, sich die Ausführung anzueignen und- —.mit kurzen Worten — unser *) Lock, die Pfälzer, welche seither aus (Äememdemitteln bedeutend« Zuschüsse für ihr« Schulen empfingen, haben petitionin, und ist diele Petition in Rr. 49 des „Jsr. Lehrer" vom Jahre 1867 veröffentlicht worden. Et übrigens neuerdings Schrilte ge. schehen find, — da doch jetzt der Entwuri zur Thal werden soll — wiffen wir nicht. - Redaktion. Provinzial - Landtag hat die Vorlage genehmigt. ES! werden auS dem Provinzial-FendS nunmehr 5000 £Mr. für jüdische Synagogen und Schulwesen zur Verwendung kommen. Wenn nun bis jetzt schon auf Antrag des Herrn Landrabbiner für notbleidende Lehrer Zuschüsse relp. Pensionen aus jener Cumne bewilligt sind, so hat dennoch Herr Dr. angenommen, daß für daS Seminar, Synagogen, Schule und Lebrcr nicht jene 5000 Thlr. ganz verbraucht werden würden und deßbolb bei dem Oberpräfidinm den Antrag gestellt: dasselbe wolle von dem Rest einen Tbeil für dir zu gründende Wittwenkasse, resp einen bestimmten Jahresbeitrag hierzu verwende» Ich stelle nun nickt in Zweifel, daß der Antrag des Herrn vr. Meyer genehmigt wird, da, wie oben bemerkt, bisher schon immer derartige Zuschüsse bewilligt stnd Wenn nun die Antwort der Regierung erfolgt (wahrscheinlich ist sie schon erfolgt!), wird der Eonstituirung der Kasse ' nichts mehr im Wege stehen. Ich verweise auf die in diesem Blatte mitgelheilten Worte des Herrn Or. Mever auf dem Lebrenag zu Hannover.- Uebrigens hat Schreiber dieses den Antrag gestellt: ob die Re- -gierung den erbetenen Zuschuß bewilligt ooer nicht, sofort nach eingegangener Antwort derselben die Wittwenkaste für die Provinz Hannover zu eonstituiren. F. Hoya, Provinz Hannover, 17/Dezbr. Durch die Nachlässigkeit meines Mitlesers kommt mir die No. 49. d. Bl. erst jetzt zu Gesichte und fällt mein Blick sofort aus eine darin enthaltene Eorrespondenz, dessen Verfasser die Freundlichkeit hat, vom Rheinland aus einen Slreifzug in das ehemalige Königreich Hannover zu unternehmen, „das ja jetzt auch eine preußische Provinz ist." Wenn es erlaubt wäre,- von der Eorrespondenz aus den Verfasser und von diesem auf die Bildungeanstalt. zurückzuschließen, allwo er gebildet worden, so wäre eS mir keinen Augenblick zweifelhaft, was tins der H.rr Correjpondent so deutlich zwischen den Zeilen lesen läßt, daß nämlich in drin „eben nur vorzugsweise der Ausbildung des Hebräischen beachtenden" hannc-ver'schen Seminar den Elementarfächern ein ganz anderer Platz eingeräumt ist, als in dem von ihm besuchten, und wollen wir es dabin gestellt fein lassen, zu wessen Gunsten ein solcher Vergleich ausfallen würde. Eint Eigenschaft scheint aber der Herr Verfasser jener Zeilen zu besitzen, die ich bisher an hannover'scken Kollegen nicht gewahrte, eine seltene Kühnheit der Phantasie und ein dadurch hervorgerustner und bis zu schwindelnder Höbe angewachlener Mulh Einen ähnlichen Artikel über Rheinland- Wcstphalen würde, glaub' ich, kein Hr. College von Stapel gelassen haben, trotzdem ich dafür bürgen möchte, daß ihrer keiner über Rh. Westph Lehrerverhältnisse ununrerrichleter ist, als der fragl. Herr ^or-