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Der israelitische Lehrer · 1868-12-16 · 51 (16.12.1868) · p. Seite 310

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
51 (16.12.1868)
Date
1868-12-16
Page
Seite 310 (sequence 6)
Language
German
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310 eingehendere Kunde verschaffen wollen, möge diese von einer kundigen Feder hsrrührende Schrift besonders empfohlen sein.. Eine sehr hübsch ausgeführte gute Karte von Palästina erhöht den Werth des durchaus schön ausgeführten Buches. enp ’~ed Jllustrirte Prachtbibel für Israeliten, in dem masoretischtn Tert und neuer deutscher Ueberfttzung mit erläuternden Bemerkungen-von Prof. vr. Julius Fürst.A.H.PayneLeipzig undTresden.l Großfolio.) Es muß uns vvrläufig genügen, auf dieses jedenfalls der größten Beachtung würdige Werk aufmerksam zu machen. Der Titel entspricht vollständig den bis jetzt erschienen 3 Lieferungen t es ist ein Pro^twerk in herrlichster Ausstattung mit den vorzügl.chsten Jllnsftationen. Den wissenschaftlichen Werth der Uebersetzung und Erläuterungen wird eine kundige Feder später im Zusammenhang würdigen. Der Name de« Bearbeiters bürgt für den Werth der Arbeir. Das Werk wird in cc. .50 Lieferungen k iy2 Sgr. erscheinen, was, dem Gebotenen gegenüber und im Anbetracht des Preises ähnlicher, durchaus nicht so hübsch ausgestarteter Werke solcher Art durchaus preiswürdig ist. Wir werden dem Werke in seinem weiteren Fortschreiten unsere volle Beachtung zuwenden. Leitfaden für den Unterricht in der jüdischen Geschichte und Literaturi Nebst einer kurzen Darstellung der bibl. Geschichte und einer Ueberstcht des heilige» Landes. Von vr. D. Casiel, Berlin, Louis Gerschel'S DerlagShandlung. Der Verfasser bemüht sich, in klarer und bündiger Sprache die Geschichte so.zu erzählen, wie sie für jüdische Volksschüler sich-eignet und hat mit diesem Werke einem vielfach fühlbaren Bedürfnisse abgeholfen. Die Geschichte ist in pragmasischer Form vorgetragen, in kleine Abschnitte eingetheilt und enthält fast mehr als wir in unseren gewöhnlichen Volksschulen vorzutragen vermögen. Die einzelnen Abschnitte sind abgerundet, übersichtlich. Wir hätten, für die Schule, bei einigen Partieen eine -anziehendere Form gewünscht, was insbesondere dadurch hätte Berücksichtigung finden können, daß einzelne minderbedeutende Notizen und Namen, die nurfür den Gelehrte»-! Werth haben, hinweggeblieben wären, dagegen der Biographien der bedeutendern Männer größerer Raum zugewiesen worden wäre. Wir Haliten eine Darstellung von Zügen auS dem Leben Hillrl's -für wichtiger als manches andere aus der Geschickte zur Zeit des Herodes. Daß sich der Herr Derfaffer gegenüber den Thatsächen der Geschichte rein objektiv verhält, wird nicht überall angenommen werden können. Störend sind in diesem Sinne insbesonderen einige Stell«, wo der Herr Verfaffer mit zuweilen für den Unterricht geeigneten Sagen zu sehr wegwerfend und ungläubig verfährt, da dieser Ton durchaus nicht ein solcher ist, wie er sich für Kinder eignet. Sv die Sagen, die auf Chanukka, auf die Septuaginta rc. Bezug haben. Das Wort ,,e« soll geschehen sein" ist un» zu «akt und entspricht nicht der Form, in ^welcher die Schule Sagen erzählt. Die Bibl. Geschichte und die Geographie Palästina's hätten wir dem Verfaffer erlaffen. Die erste ist ungenügend, für die Geographie haben wir jetzt ganz gute Hilfsmittel. (Haufe.) Daß der Herr Verfasser — ein ächter Berliner — in der neueren Geschichte etwas eingenommen für Berlin ist, läßt sich entschuldigen. Wir hätten hiergegen gewünscht, daß er mindestens den Nichtberlinern gegenüber seine Unparteilichkeit gewahrt hätte. Da sind aber die Bestrebungen anderer Kreise für Schule und Entwickelung des Judenthums zu kurz wegkommen. Doch legen wir für die Schule wenig Werih auf die Geschichte der Gegenwart und für die älteren GeschichtSPerioden müssen wir dem vorliegenden Werkcken trotz unserer Ausstellung eine der ersten, wenn nicht die erste Stelle unter den Schriften ähnlicher Art anweisen. Es enthält genügendes Material — bei geeigneter Sichtung — für den vorliegenden Unterricht. Berichte. Trier, den 8. November 1868. (Schluß.) Hieran schließe ich: 3) Bericht über das israelitische Waisenhaus WilhelmS- Pstege in Eßlingen (Würtemberg). Dom 1. Juni 1867 bis 31. Mai 1868. Mit innigem Vergnügen las ich die diesen Bericht einleitende Vorrede des höchst edlen Menschenfteundes, des Vorstehers der Anstalt, des Herrn vr. Adolph Levy in Stuttgart, eines Mannes, der seine ganze Thätigkeit seit vielen Jahren auf die uneigennützigste Weise und in größter Bescheidenheit nur den Gemeinden und Wohlthätigkeits - Zwecken widmet. Die Vorrede ist in einfacher aber kerniger und ge-, diegener Sprache abgefaßt, und unterscheidet sich von so vielen anderen derart, die mit salbungsvollen und überschwenglichen Ausdrücken und Phrasen überladen sind und daher anwidern müffen. .Obgleich der König, die Königin, der Prinz und die Prinzess» von Würtemberg, und viele hochgestellte Beamte mit Beiträgen im Berichte verzeichnet sind, und auch das K. Staatswaisenhaus in den laufenden Beiträgen mit 124 fl. als „Kost und Kleidergeld" aufgeführt ist, so wird dieses alles im Vorwort weiter nicht hervorgehoben, vielmehr werden sie in der Weise der übrigen Spenden auch der kleinsten Gaben angegeben, was gewiß die Allerhöchsten, Höchsten und Hohen Herrschaften gnädiger und besser aufnehmen, als wenn ihnen in überschwenglichen Ausdrücken hierfür gedankt

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