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Der israelitische Lehrer · 1868-12-16 · 51 (16.12.1868) · p. Seite 309

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
51 (16.12.1868)
Date
1868-12-16
Page
Seite 309 (sequence 5)
Language
German
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der Homiletik, der alle 14 Tage einmal im FrühgotteSdienste des Sabbaths predigt, ebenso an Festtagen. Der synagogale Gesangs-Unterricht betreffs Ausbildung von Vorbetern fällt nach Zweck und Ziel, Stoff und Bertheilung desselben, Behandlungsweise und Lern- und Lehrmittel zum großen Theil in den allgemeinen Gesangsunterricht, dem gemäß sich in geordneter Reihenfolge die leichteren oder schwereren Gesänge in der Svnagoge anschließen. Die praktische Einübung erfolgt durch abwechselndes Vorbeten der dazu befähigten Seminaristen in dem Betsaalc des Seminars. Wie sich aus dem Lehrplan crgiebt, in eine Combinirung der 3. und 4. sowie der 1. und 2. Klasse leicht zu bewerkstelligen und eine Ersparung an Lehrkräften möglich. Hiermit wollen wir unsere Arbeit schließen, mit der Hoffnung, Anregung zu einem beachtenswertben' Gegenstände gegeben zu haben, die sowohl den bestehenden als den noch zu gründenden Seminarie>< vielleicht von Vortheil sein dürfte. ' 1 Wo chenbericht. Odernheim, 5. Dez. Wir haben eine traurige, tiefschmerzliche Pflicht zu erfüllen. Unser edler Freund, Jacob Sulzbacher, L»‘lii-er xii KIi'cUhelml)olan<len, V*| weilt nicht mehr unter den Lebenden. Er starb am Mittwoch den 2. dieses, Abends 10 Uhr und wurde begraben am Freitag den 4.. Nachmittags 1 Uhr. Er lebte und starb wie ein Frommer und Edler in Israel, und ging ein zur ewigen Sabbathruhe. — Wir werden in einem ausführlichen Lebensbilde dem Manne ein Denkmal der Liebe setzen, der der edelste Freund, der wackerste Lebrer, der beste Vater war. Die Vielen, die ibn kannten, werden den Schmerz begreifen, den die fühlen, die ihm nahe standen im Leven. mBrnrnrnrnErnaammmmmmmmmmmmmmmsm Wiei», den I. Dez. In Sommerein (Comitat Preßburg) wollte sich eine israelitische Familie niederlassen, auf die vom Reichstag proclamirte Gleichberechtigung vertrauend. In der ersten Nacht aber wurde das Haus von einem mit Schlachtmessern unb Aexten bewaffneten magyarischen Pöbelhaufen gestürmt Die Frau des Israeliten, eine Mutter von 9 Kindern, wurde am ganzen Körper so zerfleischt, daß sie am folgenden Tage nach schrecklichen Leiden starb. Ihrem Manne wurde der Schädel zerschmettert. Ferner wurden einer 78jährigen Greisin beide Arme gebrochen. Der städtische Arzt, ein nationaler Fanatiker, soll jede Hülfe verweigert haben. Das Eigentbum der unglücklichen Israeliten wurde theils geraubt, theils zerstört. Der Bürgermeister'von Sommekein sagte bei der Meldung achselzuckend: „Geschiebt den Juden recht; warum kommen sie hierher!" Der Stuhlrichter wollte nur unter der Bedingung einen Wachtposten schicken, wenn pro Mann und Tag 10 fl. gezahlt würden. Das ist magyarische Justiz, und 9/w der ReichStagSmänner beschließen, daß vor allen ungarischen Gerichten nur in magyarischer Sprache verhandelt werden dürft, der ordentlichen und pünktlichen Rechtspflege wegen. Aus vielen Gemeinden des Preßburger Cemitats ist eine Petition an die Negierung gerichtet worden um Sendung eines königlichen EommiffärS mir militärischer Unterstützung, da allenthalben das Leben und Eigenthum der Israeliten, bedroht sei. Baron Wenkheim, der Minister deö Innern, ist aber eben in größter Verlegenheit wegen der :>i ä u b e r b a n d e u an der untern Theiß, welche frecher als je austreten, besonders zwischen den Städten Szegedin <7n,000 Einw.) und Vasarhely (30,000 Einw.) ' <'F. I. > Re«) Bork Dev biesige Hebrew Leader erzählt von einem gewissen Sander, einem deutschen auS Dessau. Derselbe hat hier als Cigarren-Arbeiter gelebt, und geräkb alsdann.nach Abeffvnien, wo er einer der Vertrauen und unentbehrlicher Freund des' Königs jT-hcodoroS wurde. Als S. seinen König und Gönner > verloren sah, verließ er ibn und ging zu den Engländern über, die ibn mit un.er die Zahl der befreiten Gefangenen aufnahmen., S. zog es indeß vor, in Abesfynien zu verbleiben. Man wunderr sich, durch S. nicht früher Nachrichten übex die Falaschaö erhal-- icn zu haben und beabsichtigt, nunmehr ibn um solche onzugehtn. Wir glauben indeß ■ daß Männer wie S. weder Fähigkeit, noch Lust haben, zu Expertisen im Interesse der Inden und tcS Iudentbums sich gebrauchen zu lassen. Liter a risches' Palästina. Nach seinen natürlichen und geschichtlichen Verhältnissen, geschildert für Schule und Haus von A. S. Fischer. Mit einer Karle des heiligen Lanoes. Wien 1808. Herzfeld und Bauer. _ __ Der Verfasser beabsichtigte eine anziehende Schilderung für Freunde des heiligen Landes, und es ist ihm dies vollständig gelungen. Er verwebt Geschichte und Geographie, bringt beide mit einander in naturgemäße Verbindung. Den Lehren, welche sich Behufs ihres Unterricht in der Geographie Palästina'»

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