Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 51 (16.12.1868)
- Date
- 1868-12-16
- Page
- Seite 307 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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307 4 ' Gottesgedankens und die Stellung Israels ju den übrigen Völkern sowie seine Aufgabe; in der Menschheit klar hervortreten, 3) Kenntniß der Literaturentwickelung. 2. Stofs und Dertheilung. desselben.' Von der Zerstörung des 2. Tempels bis zur Vertreibung der Juden aus Spanien. 1) Tertial. Von der Zerstörung des 2. Tem- , pels bis zum Ende der Amoräerepoche. 2) Tertial. Vom Ende der Amoräerepoche bis zum Untergange deS Exilarchats. 3) Tertial. Vom Ende deS Exilarchats bis zur Vertreibung der Juden aus Spanien. ' 3. Behandlungsweise. 1) Der Lehrer trägt in einfacher, anschaulicher, zuweilen erhebender und begeisternder Darstellung einen Geschichtsabschnitt vor. Seinem Dortrage liegt das eingesührte Lehrbuch der jüdischen Geschichte zu Grunde, 2) er lägt das Erzählte in Theilen wiederholen und dann zusainmenfaffen, 3) besonders hervorragende Persönlichkeiten wie außerordentliche Ereignisse werden in religiös belehrender Weise besprochen, 4) schriftliche Arbeiten werden angefertigt. 4. Lernu. Lehrmittel, vr. D. Cassel, Leitfaden beim Unterricht in der jüdischen Geschichte, 2) vr. Grätz, Gesckichte der Juden, 3) Jost, Geschichte der Israeliten, Geschickte deS JudenthUms und seiner Seelen, 4) Aehnliche Werke von Herzfeld re. , 0. nrjrD, 1 St. ' 1. Zweck und Ziel. 1) Kenntniß der Entwickelung der religiösen Gesetze, 2) Uebung im Lesen und Verstehen der Miscknasprache und Anleitung zum Selbststudium, 3) Bildung des Scharfsinnes und i schnellen Denkens.! 2. Stofs und Vertheilung desselben, ] nox ’p"12» nav.i rto, np^D. Religionswerk. — Ebenso ist der Unterrickt in den Eommentaren zu beschränken, ’r'S oder Tfa reichen vollständig aus, u. s. s. Dann — und dies ist höchst bedeutungsvoll — legt der Herr Verfasser mehr Werth auf das Wissen, als auf das Können. Er will wohl den Seminaristen sagen, wie man lehren soll. Aber das ist ja ganz 4 ia Regulative und darin unterscheidet diese sich von der Pädagogik der Gegenwart. Tie Regulative geben fertiges Material, sie schneiden es zu und trichtern cs ein; wir wollen nach dem Vorgänge unserer pädagogischen Meister, unserer Diesterweg, Lüben, Treßler, Lange, Dittes u. A.» daß die Methodik sich aufbaue als eine selbstständige Wissenschaft durch die selbstthätige Entwicklung des Geistes des Zöglings auf dem Boden der Anthropologie, Psychologie und Logik. Nur so ist eine freie, geistigeDbätigkeit in der Schulmöglich; nur! so wird der Lehrer — Lehrer, sonst — bleibt er ein gesesielter Schul Halter. Der Lehrer muß nicht nur thun,! was er weiß, sondern auch wissen, was er thut. Wir j haben unsere Ansicht, soweit es hier der Raum zuläßt, : ausgesprochen; mögen die geschätzten Leser unparteiisch prüfen. 1) Tertial, rvax ’pie. 2) Tertial. ruten pto. 3) Tertial. r6’jc. 3. BchandlungSweise. 1). Der Lehrer trägt die Mischnah in einfach sprechendem aber nicht singendem Tone vor und übersetzt sie. 2) Ein Schüler liest und übersetzt. 3) Der Lehrer erläutert, ohne jede rabbinischr Erklärung zu lesen, die einzelnen Punkte durch > an die Schüler gerichtete fragen- 4) Er macht auf Schwierigkeiten aufmerksam. 5) Dann wird der Commentar der;rvjirD3 durchgenommeu und dann niECir. 6) Dm Schülern wird zur Psticht gemacht den Lehrer zu fragen, sobald sie etwas nicht verstehen.! 7) Der Lehrer zeigt den Zusammenhang der einzelneir. £ Mischnajoth 8) Am Ende jedes pir wird eine Uebers sicht angestellt und repctirt, ebenso am Ende jeder-!. xrocE. Allmonatlich eine schriftliche Arbeit.! 4. Lernu. Lehrmittel, msp;x unb x-o; :c. ■ H. Homiletik. 1 St. 1. Zweck und Ziel. 1) Einübung in. dem rheiotischen Vortrage. 2) Kenntniß der Gesrne der Homiletik. 3) Sammlung homiletischen Materials. 2. Stoff und Vertheilung desselben. Predigt und Homilienlectüre und Dortrag derselben. Die Auswahl ist dem Lehrer anheimgcstellt. Theorie der Homiletik und synagogalen Rhetorik. Beginn der emo Lectüre. 1. Vertial. Predigt- und Homilitenlectüre. 2. Ddrtial. Theorie der Homiletik. 3. Tertial. Beginn des ^112-Lesenö.! 3. Behandlungsweise. 1) Der Lebrer liest! eine Predigt vor. 2) Der Gedankengang derselben wird besprochen und - das. Wesentliche hervorgehoben. 3) Die Schüler geben den Gedankengang wieder. 4) Die Predigt wird von einem Schüler vorgelesen. 5) Sie wird gelernt und frei vorgetragen. 6) Den Schülern ist eine offene, anständige Kritik gestattet. 7) Im 2. Tertial wechselt dje Theorie der Homiletik mit den früheren Uebungen ab. 8) Die Theorie selbst wird an den bekannt gewordenen Predigten, die jede Art derselben zur . Anschauung brachten, crläntert. 9) Midraschlectüre und der Vortrag selbstständig angefertigter Predigten mit daran sich schließendem Referat eines von dem Predigenden selbst erwählten Referenten und offener Debatte wechseln alle acht Tage ab. ' ' 4. Lern- und Lehrstoff. Prrdigtsammlungen (vr. Joel (!) Zeöinek rc.) cniD. In dieser Klasse beginnt das abwechselnde Unterrichten der Seminaristen in allen Unterrichtsfächern des hebräischen Sprach- und Religionsunterrichts in der UebungSschule in allen Klassen unter Aufsicht deS UebungSlehrer. In allwöchentlichen Conferenzen wird der ertheilte Unterricht besprochen. I i