Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 49 (2.12.1868)
- Date
- 1868-12-02
- Page
- Seite 292 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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292 I Hebet Leitung einejüdischen Lehrerseminar- und insbesondere die Ausbildung von Religionslehrern, von T. K. (Fortsetzung.) 0. Gebeteübersehung. l Sr. 1) Zweck und Ziel. Ein tieferes, sprachliches und gedankliches Berständniß der Gebete, so daß der Sinn für ein schön und würdig, gehaltenes Gebet, die Liebe zum Gottesdienste, in den Schülern gepflegt und eine ins Gemüth dringende, geläuterte Erkenntnis der in den Gebeten sich ausspreckenden Religicnsanschauungen gewonnen werde.. 2) Befähigung zum Unterricht. 2. Stoff und Vertheilung desselben. Die Wahl und Vertheilung des Stoffes ist durch strenge Rücksicht auf die Schule bestimmt worden. Das,nmo nnnr und 3'-p2-Gebet der Wochentage, des SabbalhS, die ende? der Festtage, dp."», das Tischgebet und SegenSsprüche. Gebet vor dem Schlafengehen. 1. Tertial yip rw>p "jna erster Theil des Gebets;um Schlafengehen, einige nirv nrer -sv, rm mnx, 3’sn rc«, pran reo bis nx jrn P37! U. A. M. 2. Tertial nie' nnnsr. von rep: ab, .»pei a*’ pp rnnr ,rop Pr «pe 3. Tertial Pin Pr rnnr vollständig, njsn ,3 >n ‘r 3ip2 vollständig, ebenso das Gebet vor dem Schlafengehen vollständig und die Psalmen im Sabbathmorgengeber. 3. BehändlunLSweise. 1) Der Lehrer liest einen zheil des Gebetes oder ein ganzes mit AuSdruck vor. 2) Eiir Schüler liest es. 3) Der Lehrer trägt die Uebersetzung vor . 4) Ei« Schüler übersetzt. 5) Der Gedankcngang wird durch Fragestellung entwickelt und zusammengefaßt. 6) Die für die Sckule angcmeffene religiöse Belehrung wird besprochen, da das Gebetbuch neben Bibel und Geschichte, den Elementarschülern bis zum CcnfirmationSunterricht die Haupteinleitung zur religiösen Belehrung. geben und jedes systematische Lehrbuch auSgefchloffen werden soll. 7 s Die möglichen literarischen Notizen werden gegeben. 4. Lern- und Lehrmirte.l. 1)i -no. 2)Zunz, Geschichte der synagcgalen Poesie, Dusckack, Geschichte de» isr. Cultuö.. D. C’’Ti rme 1 St. 1. Zweck und Ziel. .1^ Genauere Kennlniß der gottesdienstlichen Vorgänge im Tempel und im Hause, der Entstehung und Ordnung der einzelnen Gebete und ihres Gebrauchs, sowie der religiösen Sitten und Bräuche, 2) Ausscheidung des in der Schule anwend- und erwähnbaren Stoffes. 2. Stoff und Vertheilung desselben x'o bis ne'c; anpn'o — Jinn'D. 1. Tertial k'd bis nc'o. 2. Tertial aopn'D bis mn'D. 3. Tertial rom'D bis »sm'D. 3. Behandlungsweise. 1) Der Lehrer liest einen Abschnitt vor und übersetzt ihn satzweise, 2) ein Schüler liest und übersetzt, 3) der Lehrer erörtert den Inhalt, läßt das Erörterte zusammensassen, bezeichnet dann das für den Schulunterricht brauchbare und sucht vor allem das ächt religiöse Gefühl, welches in den gottesdienstlichen Riten unverkennbar sich auosprichr, in den Schülern zu erwecken, ohne ihnen zu verschweigen, wie Manches aus mystisch - kabalistischer- Religionsanschauung over durch Zahlen- und Wortspieldeutungen entstanden nnd außer Brauch gekommen ist. 4. Lern- und Lehrmittel, i) mix 2) Drrcx pe :c. E. Hebräische Grammatik. 1 St. 1. Zweck und Ziel. 1) Die systematisch geordnete Kenntniß der hebräischen Sprachgesetze, welche eine wissenscbaftliche Behandlung hebräischer Spracherzeugniffe anregen, deren Eigenartiges erklären und zur correcten Uebersetzung ins Hebräische befähigen soll. 2. Stoff und Vertheilung-desselben. Formenlehre. 1. Tertial Verba. 2. Tertial Nomina. 3. Terti al Particula. 3. Behandlungswe ise. 1) Ein Lehrer läßt ein Stück aus der Grammatik verlesen und bespricht dies. 2) Er übt es ein. 3> Er giebt aus dem gewählte, zur Einübung der durchgenommenen grammatikalischen Regeln sich eignende deutsch übersetzte Stellen zur Rückübersetzung. 4 ) Er zeigt die Arr und Weise der Veranschaulichung geeigneter graminatikalischer Regeln in der Schule. 4 Lern- und Lehrmittel, i) Grammatik von Gesenius, von Roediger reoigiri. 2) Grammatik von Goldmann und Nagel. 3) Grammatik von Ewald, Bärtiger, Lehrgebäude der hebräischen Sprache von GzeuiuS re F. Biblische Geschichte, l St. 1. Zweck uyd Ziel. 1) Die geordnete und übersichtlich chronologische Zusammenstellung der in der Bibel sich findenden geschichtltcheu Berichte. 2) Tieferes Eindringen in das Charakteristische hervorragender biblischer Personen. 3) Darstellung oer in der israelitischen Geschichte deutlich erkennbaren göttlichen Leitung der Völker- und Menschengeschicke, der historischen Bedeutung und Aufgabe des Jndentbums. 4) Befähigung zum Unterrichte. 2. Stoff u. Vertheilung desselben Von der Weltschöpfung bis Salomo. 1. Tertial. Von der Welkschöpfung bis zum Tode Josefs. i s