Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 47 (18.11.1868)
- Date
- 1868-11-18
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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277 Freuden, und empfehlen es angelegentlich zur An-, Schaffung und — fleißigen Benutzung? Mutatis mut an dis, lassen sich die Vorträge auch für Synagogen 'im Kreise der Erwachsenen, namentlich auf dem Lande verwenden. Manches Thema ist nnr nicht danach gewählt, um für die Jugend und solche Kreise immer verständlich gemacht werden z« können; da hört denn auch der Vorrrag aus, kindlich und populär zu sein. Außerdem und manche Vorträge, zumal sie zum Vorlesen bestimmt sind, zu lang ausgedehnt. Der Redner und Verfasser wollte sein Thema erschöpfen. Waö zwang ihn aber, Alles in Einen Vortrag zusammenzudrängen? Eine Theilung und Abwechselung wäre sogarwünschenswerth gewesen und hätte sich von selbst ergeben, wenn der drcrfährige Evclus zu Grunde gelegt worden wäre. Auch hätte iich für den Verfasser dadurch eine - reichere Wahl von Thrmaten geboten, und der Jugend wäre ein nmfangrcichercr Inhalt der Tora nabe gelegt worden. Ebenso wären bei otwaiger Fortsetzung dcS UntcrnebmenS die übrigen Bücher der Schrift, Propheten und Hagiograpben, mit zu berücksichtigen. t Biblisches Spru ch b u ch für den vorbereitenden Unterricht in der mosaischen Religion, von l)r. Joseph Aub, Berlin, Louis Gcrschel 1868. Wir und keine Freunde biblischer Spruchbücher. Die ganze Bibel liegt zur Benutzung vor uns. DaS Ehrislciitbum, welches dem Volke die ganze Bihel vorenthielt, bat fick' mit einzelnen Sprüchen für daS Volk begnügt. Von da aus hat die Kabbalah gar Manches entlehnt und ins Judcntbum eingeschmuggelt. So auch die Aneignung von Bibelsprüchen, mit denen ne nach ihrer Art mvstische Zwecke verband. Ehemals hatte die Einprägung und das Abhören solcher Bibelsprüche nur einen wissenschaftlichen und religiös-moralischen Jwcck. Einen solchen verbindet auch unsere Heit nur damit. Dann müssen cs aber' auch wahrhafte Kernsprüche von prägnantem Ausdruck und Inhalt sein, welche sich dem Gedächtnisse und Leben wahrhaft aufdrängen. Die vorliegende Auswahl ist dem Rcligionsbuche des Verfassers (Grundriß ,'c. > entnommen; hier erscheinen die Sprüche auch in der Ursprache. Es entspricht nicht unserer Ansicht, den Kindern die Sprüche auck in der Ursprache aufzunötbigen, wenn eine solche Kenntniß nickt aus dem Studium der Sprache von selbst hervorgeht. II. 1. (Grundriß der p h y s i s ch c n A »t h r o p o l o g i e als Grundlage der Erzichungslehre. Von l)r. i»s>l. O. Dreßler. Leipzig 1868. Verlag von Julius Kliiikhardt. (166 5. 8«) 2. Die Grundlehren der Psychologie une Logik. Ein Leitfaden zum Unterricht in diesen Wissenschaften für höhere Pebranftalten .md zur Selbst.belebrung . Von I. G. Dreßler. Leipzig, Verlag von Julius .Klinkhardt 1867- (262 <ir.) (In diesen Blättern bereits besprochen.). 3. Grundriß der ErziehuggS- und Unt erricktS» lehre, von Er. Friedrich DitteS, 2. unveränderte Auflage, Leipzig. Verlag von Julius Klinkhardt,' 1868. 4. Die PrariS der Volksschule. Ein Wegweiser zur Führung eineii guten Schuldisciplin und zur Ertbeilung eines methodischen Schulunterrichts für Volksschüllehrer und. für Solche, die es werdeuwöllen. Vmr L. Ksbr,-Semnkarsrrspektorm Gotha. 2. unveränderte Auflage. Gotha, Verlag von E. F. Thienemann. 186s (21)0 Sgr. 8°.) Es wird manchem uns erer geehrten Leser scheinen, als brächten wir hier ganz Verschiedenartiges zusammen; Bücher verschiedener ^Schriftsteller, verschiedenen Inhalts, verschiedener Stoffe, die , äußerlich ^ninddstenS, durchaus in keinem Zusammenhänge sieben. Und dennoch haben wir nickt willkührlick gehandelt' nicht unpassend ancinandergereih bedachte zusammengestellt, unfertigen und auch nicht vielmehr mit gurem VcrwaS wir - ud v:t de in dieser Reihe und Aufeinanderfolge werden een, fertigen Lehrern — und daS sind hoffentlich die meisten unserer Leser ans dem Lehrcrstande — warm empfohlen Hallen möchten. Es ist ein innerer Hnsainmenhang in diesen Schriften, wie zwischen Körperlichem und Geistigem im Menschen, wie zwischen Anschauung, Vorstellung -und Urtheil. wie zwischen Ursache und Wirkung. Es ist der naturgemäße Weg, den die Werdenden Lehrer einichlagen müssen, der im Seminare inncgehaltcn werden soll, wollen diese eben LehrerbildungS- und nickt Abrichtungsaiistalten n In Regulative sein. Der Lehrer muß den Körper, seine Drgaise und bereis Verrichtungen vor Allem kennen lcnten, sonst kann er die Gesetze der geistigen Entwicklung! nicht begreifcin Nr. 1 ist eine Schrift, die gerade den reckten Ton für den Nervensystem, die SinntSorgaste,u»d Sinnesemostndungen, das Blutsystem. das Atbinungssvilem. das Verdauungssysiein. Die zweite dieser Schriften iü den Lesern dieser Blätter bekannt und wir haben sic bloS hicrbergestellt, weil roir inj ihr gleichsam eine Fortsetzung der Studien deS LebrerS nach der vorigen erkennen, weil sie den Ucbergang bildetj zu den weiteren Schriften. Der Lehrer muß die Gesetze der geistigen Entwicklung er nickt ein Vfiiicker bleiben will in kennen, wenn er nicht seinem Berufe! Nr. ein Pfuscker bleiben will in it eine Schrift, die sich trotz der kurzen 3?it ihres Erscheinens bereits - einen sehr