Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 47 (18.11.1868)
- Date
- 1868-11-18
- Page
- Seite 276 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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276 leuch, die ersten Propheten und leichteren Stellen aus den späteren zu übersetzen, ihren Gedankengang dem Hauptinhalte nach anzugeben, die Gebete des ihd zu übersehen verstehen und in Quadratschrist wie Eurrentschrnt geübt sein. -Er innß biblische Geschichte in ihren Hanptzügen, Einiges aus der späteren jüdischen Geschichte kennen sind über den wichtigsten Theil der Religion <?) Auökunft.zu geben wissen. Endlich muß er nch über schon. eingestellte Unterrichtsversuche an einer Elementarschule wenigstens während des Zeitraumes von einem Jahre äusweisen, sowie über seine Gesundheit, religiöses Perbalten n. s. w.;ui Lehrzeit 4 Zähre. Serien die jüdischen - fveicriafe :urd 14 Tage vor Beginn der hoben Feste. ForrseSnng folgt. 28 o d> e it b 11 i cf> t. -»cnstadt im Qdenwald. Nachdem diese Zeitschri't in gir. 4.", eine Corresponden; von hier gebrach:, die -dem „,>r. Jcunia!" enkncmnzen war, werden Sic nch Wohl verpflichtet fühlen, auch folgende Gegenerklärung zu bringen, die ebenfalls in jener Zeitung erschienen ksi: ..Sie. in dem'fraglichen Artikel erwähnte Tharsackc beschränkt.sich im Wesentlichen darauf, dasz eine ani der S:raße gehende israelitische Frau von einem Swine an.den Kopf getroffen, und dadurch eine sehr unbedeutende Verletzung erhielt. Aller Wabrsckeinlichkeir nach war der Stein von einem bösen Jungen gegen eini' andere in einem Keller befindliche Person geworwu. verfehlte aber sein Ziel und traf im Rückprall die zufällig Vorübergehende. Tenn das; der Stein direer .gegen jene geworfen worden, ist r.m deswillen nickt anzunebmen, -weil dann natürlich eine viel stärkere Verwundung hatte verursacht werden müf-- je», "wkibrend es sich nur um eine oberflächliche Hant- "^vcrlennn.z-bandelk, die die Beschädigte auck nickt einmal binsenc * schon' den daraussolgenden Tag in der Svnagcac ruzubringen. Nur Böswillige können hier eine Judenverfolgung; flicken wollen. Es in hier auch Niemand eingefallen,! in der ganzen Tbalsache etwas anders zu suchen, als l einen nnglücklickten Zufall. Wir leben hier mit unseren christlichen Mitbürgern in Frieden und Eintracht, und es dürne kaum ein Cn im ganzen Lande zu finden S sein, in dem so wenig' auf den Unterschied der Religion im räglickrn-Leben geachtet wird, als gerade bier. Gerate deshalb aber erachten wir es als eine Pflicht, der gegen unsere christlichen Mitbürger gerichteten böswilligen Nächrere durch vorstehende wahrheitsgetreue Darstellung des Sachverhalts entgegenzutreten. .Neustadl, den^ I:. Növember 1868. Der Vorstand der isr.aeliti'chen Religions-Gemeinde: Jakob Marr." München, 3. Novbr. Unter den 4,824,421 Einwohnern Bayerns finden sich nach - ber neuesten Volkszählung (3. Dezbr. 1867) 49,840 Israeliten. Man rechnete vor dO Jahren noch 59,000 Juden in Bauern. ES hätte demnach die Zahl derselben bedeutend abgenommen. Der im Jahr 1866 an Preußen abgetretene Bezirk ist stark von Juden bevölkert; dazu Auswanderung u. s. s. (Bedenken wir, daß in Bayern nur etwa l Einwohner von Hundert ein Jsraelite ist, während;. B. in Hessen, unter ca. 800,OM Einwohner mebr als 26000 Israeliten, also 3 unter Hundert sind, so ist die humane Fürsorge Bayerns für die cultnellen und Schulangelegenheiten der Israeliten ganz besonders bemerkenswerth. Wir möchten im Interesse der Sacke wissen, wieviele im Staatsdienste befindliche Israeliten Bayern zahlt und in welchen Branchen. Redaktion.) Spanien, 2. Novbr. Die Bewegung für die Gestattung der Eultussreiheit i>t in stetem Wachsen Gegriffen, und eS ist sicher, daß diese Frage zu einem erwünschten Ziele kcmnicn wird. Neulich fand in Madrid im Teatro dpi Rcrreto eine Versammlung des Volkes zur Erörterung dieser Frage statt, die sehr stark besucht war und in der besonders die Studenten stark vertreten waren. Echegaray entwickelte in einer längeren Rede die Nothwcndigkeit der religiösen Gleichberechtigung und fand dann allseitigsten Beifall. Nach ihm sprach unter andern noch Ehamorro, der die unseligen Folgen des JesniliSmuS und der Inquisition in den lebhaftesten "Farben malte, und geradezu auf den wohlthätigen Einfluß hinwieS, den in andern Ländern der Verkehr der Katholiken mit Juden und Protestanten auf die Eivilisaticn und Gewissensfreiheit auSgeübt habe. Die Versammlung schloß mit der Resolution: „Unbedingte EultuSfreiheit ist die einzige der Revolution würdige und für die Zukunft glückverheißende Lösung. Literarisches- Sabbat-Stunsen zur Belehrung und Erbauung der israelitischen Jugend von I)t. David Cass e l. Berlin, Louis Gerschcl 18lld!. Dieses Buch enthält Vorträge, an die sabbatlichen Sidra-Vorlesungen geknüpft, und zwar für die Jugend bestimmt. Der Verfasser bat zunächst die Jugend im Auge, welche durch den,Besuch der Schulen gehindert ist, dem Gottesdienste anzuwchnen und die Predigt zu Horen, um für diese, wie auch für diejenigen, denen, wie dies oft bei der Jugend der Fall sei, der Inhalt der Predigt unverständlich geblieben, im Hause den geeigneten Ersatz zu bieten. Wir begrüßen das Buck, dem Zwecke wie der Ausführung nach, mit