Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 46 (11.11.1868)
- Date
- 1868-11-11
- Page
- Seite 270 (sequence 6)
- Language
- German
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— 270 zeben und verlieren. Es ist nickrs gethan mit dem Verschweben und Verschwimmen in's Allgemeine. Mein ganzes Leben hindurch war ich bestrebt, zu erfassen im Geiste die Bedeutung der Zeit, aber im Herzen fühlte ich mich immer innig verbunden mit unsrer heiligen Vergangenheit, und auch daS resormirte Indenthum soll erhalten werden in seiner cigenthümlichen Form und Haftung. Darum, wie sehr wir auch streben zur Menschheit, nicktSdesteweniger oder vielmebr ebenvcßhalb lasset unS wahren unsere heilige GotreSlehre, in ihrer reinen Erkenntniß, daß sie mehren belfe den reinen Geist in der Menschheit, in ibrer schirmenden Hülle,»chaß ne anrege das Herz derUm'rigen,namentlich unsrer Jugend in unsrer Zeit. Wir in der' Schule wollen ustegen den Gei st'eurer Kinder, dast er sei ihr Esra. ibr helfender Beistand im Leben, ihr im Hause aber pfleget das Gemüth eurer Kinder, daß eS bleibe ibr Neck emja, ibr gctteriüllter Trcstquell für und für. Denn so groß und herrisch unsere Zeit erscheinen mag in der Annäberrmg der ( ... ,....n- --- - Menschen, so liegem-doch gerade in dieser Annäherung I fd>tlb in einer seiner Landgemeinden predigen und die auch große Gefanrei^sür die Unsrigcn, daß der Geist! verständliche Muttersprache für unsere Gebete von einer sie nickt verleite tunr Abfälle von Gott, daß ras Her; i gan; neuen Leite veribeidige». Dez- Redner sprach sie nicht verleite/zum Abfalle von der reinen Live, j von Abrabam's und Israel s Berufung', wandernd Unsere Väter aber auf ibrem von Gort geleiteten j Nntcr die Völker;n sieben und Ertcnntniß und. Lehre Zuge fanden Oasen,, tröstlich grüne Elätten, wo ste > res einzigen-einigen t^ottes durch Wort und Lbar lagerten an erfrischenden Duellen und unter istn ';u verbreiten. Wie Ioraei's. Religion bestimmt sei: Schatten der Palmenmitten in der austrockuenden j Eigenthuni aller Völtcr zu werden, so habe Israel Wüste — und sehet, Bruder und Schwestern, unsere > die Pflicht, sic ibnen enrgeaennilragen. die Tbere seiner sonst so tröstliche Zeit-bat doch auch ihre trostlosen! Snnagogen weil ru ösinei: und cic Völler;ur Einkehr Zustände, wenn da webet der eisige Nord einer talscn und Theilnahmc e:n;n!aken. Lo unrecht und verkehrt Verstendeörichlunz. die nur auf Gewinn ausgecher, ■ es fein würde, wenn Israel icinc Snnagogen räum- oder der glühende Samuni einer sinnlichen Wellgnlick vor den Völtern verschließen ivollte. ebenso unschauung, die nur am Genuß gerichtet ist — e lasier , reckt und vertebrr sei cs. ivcnn diese durch Unverstand uns in Sckule, Hcrus upd Svnagoae die trpst-; lichtest der Gebete, welche eine Betheiligung seitens lieben Oasen begrüßen und büren, wo das Gemsttb j der anderen Völter und religiösen Brtenntnist'c am sich erfrische an rer lebendigen Quelle des Guten Und! jüdischen Gotlesdieisite unmöglich macht, der nicht' der Geist fick erlabe im Palmenickanen rer ewigen ' israelitischen Welt geistig ocrichlvsien blieben. Schon Wahrbeil, die wir beide wahren wollen - nickt blos . die alten Weisciz bänen in dieser Besiebung ertlärt: für unS, sondern Zur Mehrung des Segens nach dem; *~3 xrx: r^'X“;•;? -x~r’ rx "bin 80 sich offenbarenden göttlichen Watten in der ganzen L"ll snoj: < Pes. >7 si>. „Gott bar Israel nur unter Menschheit. Dann'wird die Zeit kommen, von der die Völker zerstenk. um die Bekenner ihrer Religion es im Propheten Zacharias heißt: „die Völker plle; zu mehren." Auch hätte Israel während der kurzen werden einst mit uns feiern daü Fest der Hünen," das Zeit seines Aufentbaltrs in Babvlon se-ne hebräische ist das Fest des Friedens und der vollendeien Per- Muttersprache unmöglich verlernt, zum Beweise: Esra söhnung. ..Da wird Lickt auSgesär sein für alle ^erichtete für das beimkebrende Israel cinc» hebräischen reckten und Freute für' alle geraden Herzen." Gottesdienst ein. Aber teuncck bestailven damals Fördere Lolches, Du Ewiger, unser Goct! jDu schon chaltäiscke Gebete in der allgemein verständlichen unser Helfer, Du unser Tröster, Du Urquell!tcs Landessprache und zwar die wichtigsten, wie s—:p und Lichtes für unfern Geist, Du Urquell der Liebe! für j NViip u. s. w, welcke unserm deutigeu Gottesdienste unser Herz! llno laß Deine Lickt- und Freudensaar, noch einvexleidt sind, ebenso Verdolmetschung der. Thorawie Du sie bast keimen lassen im dunkeln Sckooße > und Haphtara-Vorlesungen in chaldäischer Sprache z — der Vergangenheit, lieblich emporsprießen in der Sonne! ohne Zweifel auch mit Rücksicht auf dir umwohnenden .im'ercr Tage, daß .sie entgegenreife dem Erntefeste der!. Völker. Völker in der verheißenen Zukunft, von welcher Deiner letzten Propheten Einer uns heute in Geist und Herz hinein tönen ließ den Ruf: „an jenem Tage wird Gott einzig sein und sein Name Einiger." Dann wird der E d e I st e i n des geläuterten Menscheng e i st e S und die Perle des liebecrfülltcn Mensche nherzenS innig gesellt strahle» und leuchten, und beide werden sich zur schönsten Harmdnie verbinden in Deiner Hand, und Alles, was Odem bat. wird dann in einem Cbor lobpreisen den Herrn. Hallelujah. Wochenbericht. 1 AuS Rheinhcfsen. ’-'ö. Oci. Von unserer Provinr auS ward in jüngster Zeit seitens der stabilen Orthodoxie in ihrer princiviellen Anfeindung der Kasseler Rabbiner-Versammlung wiederholt eine neue Lanze gegen deutsche Gebete im jüdischen Goltdienste gebrochen. Wir börte» taaearn »in ii-nane» Sabbate Ifr Rotb-