Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 43 (21.10.1868)
- Date
- 1868-10-21
- Page
- Seite 247 (sequence 7)
- Language
- German
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247 der wohlerzogensten deutschen Fürsten geworden, und da ich die Ehre habe, Ihnen mitzuth^ilen, -daß Ihre Mittheilungen über Barbarei in Rumästien wahrheitsgetreu waren/' , Brüssel» 12. Cftotcr. Die Brüsseler Gemeindebehörden haben jetzt hier, dem Wunsche vieler Bürger entsprechend, ein c o ni m u n a l e S P e n s i o n a t begründet, das dem Athenäum (Gvmnasium) als Annex dient, und zu dem billigen ZahrcspreiS von 800 Franken den Zöglingen Kost, Wobnnng. Wäsche und den Unterricht in allen Fäckern bietet. Im Programm fignrin merkwürdigerweise «der Brüsseler! Gemeinderath ist bekanntlich sehr liberal) ein Paragraph, worin es heisst: das? die nötbigen Borkebrnngen getrossen sind, das; am Freitag allwöckenllick den ozöglingen nur Fastenspciscn verabreicht werden sollen, Sobald der israelniscbe Rabbiner Ur. Aristide Astruc das Pro-- gramm zu Gesicht bekommen, begab er sich zu dem mit der öisentlichen Untcrrilbrssrage betrauten Schössen und verlangte, das; man ebenfalls, sobald man der katholischen Religion Rechnung träge, dies auch der israelitischen gegenüber lhun und den etwaigen israelitischen. Zöglingen, den Vorschriften jibrer Religion gcmäs;,'ibre Speisen znbcrciten lasseil sollte. Alle Einwendungen, welche diesem rationellen Verlangen gegenüber von dem Anfangs sehr befremdeten Schössen gemacht'wurden, wies; der jüdische Geistliche mit der Frage zurück: ob denn Brüssel etwa ein specisisch katholisches Pensionat begründet haben wollte? Und zu guterleyt erhielt er denn auch die förmliche.In sage, das?, sollten die Eltern jüdische?! Zöglinge es verlangen, dafür gesorgt werden würdes das? eine jüdische .Köchin in - vorzeichricbencr Weise die Speisen bereiten würde.; K e u i t l e 1 o n. Der jüdische Stamyr. (Aus dir „Presse"). Wer bat Recht? Kompert oder Gustav Freoiägd Sehen die Juden ans wie der Vetter Pole, der Franzose, oder ist er kühl, nüchtern berechnend und verstandesscharf wie der - Engländer? Ist er subjectiv wie die Frau oder objektiv wie der Mann? Ist er stabil wie der Chinese odxr sortschrittssähiz wie der Europäer, der Amerikaners? Ist er conservativ wie das Alter oder verändsrnngs- und neucrungssüchtig wie die Jugend? Ist er optimistisch wie Leibnitz oder pessimistisch wie Schopenhauer? Ist er supranaturalistisch wie die Bekenner deS Ehristenthums, oder materialistisch wie die Schüler von Vogt und Molcschott? Ist er kritisch, pistemalisch wie der! Gelehrte, gründlich und lies wie der Forscher, oder Eist er trilik- und systemlos, seicht und oberflächlich! wie der Dilettant? Ist ed roleraijt. ivic ein Raiuriorscher oder fanatisch wie ein Iirgnisitions-Richlcr? Alle diese und noch mehr ähnliche Fragen müstten —"sollte man meinen —.längst beantwortet sein in Bezug gus einen Stamm, welcher merkwürdig als Enlturvol?, merkwürdig durch seit e Erhaltung uno sein Fortbestehen in der Zerstreuung, merkivüroig durch seine Bibel, merkwürdig durch seinen Handel, lange genug ein Gegenstand anstwcrksamor Betrachtung gewesen, und der im Laufe einer nveiiauienk-! jährigen Pilgerschaft oft genug di: Polemik vornrtbcilsvollcr und die .Avologotik voreingenommener Schriftsteller wackgerufen. , In der Tbat haben nck bcdeniende Forscher und,' i Gelehrte mit der ethnographischen Darstellung ree! Istdischen Stammes beschäftigt und Mä:in.er, wie" Wilhelm v. Hnmbclrr. Lassen, Ewald! Gustav n. A. baden, ans manch" \ Ftamme ivilrzelnde «'baraticr-Eigeiithümlichtoiten mit mehr oder minder icharstr pelencl^tung!stngcwiesen. Fe will beispielsweise FH er.,; lltechts") die Eigenschasten \ Ecnsegucuz mit einer noch . Hev'e. llcenan, ni dem jütischen lalmudischen als in oer röirischen gebildet finden. Mover «„die Reckste der Israeliten, Athener und Römer" > will wba:r?,t u, dast eie Iusli- »ianistchcn rscmpilalicnen rack den Schinnl, wie! Miswnah veranstaltet' wnrd« Inlius Arnstcincv in den „Ghetto-Geschichten", oder - tischen Alieribnmatlu.de ha: oen U ' ' . .. v,.-. < ----- Semiten nnd Indogcrmaueii de.bin jenen die snbseciive, -in diesen eie maje Tinkelee sehen ne aus wie Itzig Beikel, tpie Sck in „Soll und Haben"? Ist der SalonsMalischc! des „Figaro" oder der polnische Jude aus hem Sal?gries oer Repräsentant seines Stammes, oder sind es etwa die Bewohner der Paläste auf der Riirgsiraste? Ist der Jude national oder particularistisch, wie der Magyare, der in der Kunsthandlung einen Globus von Ungarn verlangte, oder ist er kosmopolitisch und universalistisch wie der Deutsche, welcher Franzosen, Engländer und Italiener, Ebinesen und Japanesen'in ihrer Existenz-Berechtigung eben so ojut anerkennt, wie sich selbst? Ist der Jude enthusiastisch wie der des «Zwistes vorherrschend Lassen die Semiten als intolerant, in seinen Untersuchungen i der die Klimas in Algier zu dem Schlüsse, dort wie überall eine Eige klimatischen Eiustüiüui ent?i> nait, ne vit, ne mourt t-ouuie les .utres huimnes,;iu milieu dos^urHes il liabite). Renan spricht den semitischen Stämmen fast gänzlich -die Neugierde und die Fähigkeit des Lachens ab. --Henss ^„System der t : s cl schärst". ff: des römischen arsium.- und der en Spinc in der zurisprutt«? aus Vorgänge der n. Lasten in 'einer in nierschi.'d uoi'chenormnliit k das; in ll'jcctive Richinng sei: seiner charak.teriürl Bondiii gelaiggt Eiiiivlrtni^g des das? die Inden iart bilcen. die sich den hl l »«Ile yiart le Juif ne