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Der israelitische Lehrer · 1868-10-21 · 43 (21.10.1868) · p. Seite 243

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
43 (21.10.1868)
Date
1868-10-21
Page
Seite 243 (sequence 3)
Language
German
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243 wart seiner Schül er der c ft schonungslosesten Kritik unterzogen zu werden, wodurch denn der Schüler Auslassungen über seinen Lehrer erfährt und in sich aufnimmt, die man im Interesse Beider lieber hätte ,Unterlassen sollen. Man nehme > a das Leben wie cs ist, und man wird mir beistimmen müssen. So isr cs in vielen Fällen nichts als die Nnbrholsenbeit und Einseitigkeit des jungen Lehrers, die eS verschuldet, daß er gleich' bei Aufnabme seiner Lebrthätigkeit sich unbehaglich fühlt und oft sogar seine Liebe nun Berufe verliert. ES ist schmerzlich aber wabr, wenn man von geschäftskundigen Leuten sagen üejrt: sobald der Lcbrer ins GeschäftSleben übertrete, fjcbe| er zu Grunde. Und auch daran trägt die selbstverschuldete Einseitigkeit einen großen Tbeil der Schuld. In! 'einer' Einseitigkeit kümmert er sicb um Leben und ^Treiben der Brenschen außerhalb seines Schul zimmers zu wenig, und so kann cs nickt feblen, daß er sich in eine neue Earrierc schwerer Hineinarbeiter als Andere, die von einem Erwerbszweige zick, andern übergeben. Es fehlt ihm der rasche Ueberbli^, den man nur im Verkebr mit der Welt gewinnt auf der einen Seite, die Gewandtbeit, die Geschmeidigkeit unk das zum Handwerk gehörende Klimpern aüf der andern. Sc wenig im Interesse des Lebrerstandes nun auck zu wünschen ist, daß die gewankten Mitglieder desselben umsatteln und. eine neue Laufbahn einschlagcn , so empsehlungSwcrth bleibt cs deck für den Einzelnen, sich diese Fädigkeit anzueignen ultd die größtmöglichste Vielseitigkeit anzustreben (?). Per strebsame Kaufmann hat sich diese hinter dem Ladentische erworben-, der ausmerksame verständige Handwerker bat sic am Wege aufgelesen, als er am Ljanderstabe die Well durchmessen. Ihnen schließe dick an und suche von ihnen zu lernen, junger Lehrer! ^Beschränke kick nickt lediglich aus Lchrbuck und S^ulmappe und wolle nicht nur mit gelabrren Herren umgeben, denn wo nur StandcSgenosscn znsammcnkmumcn, wirk stets die Langeweile präsidiren, sagt Börne,!") und deren Umgang ists nicht immer und allein, derEdir von Nöthen ist. Ihre Anschauungsweise und ihr Nrtbeil sind oft ans gleicher Ursache eben so einseitig wie das Deine, hinter dem Schultischc ausgeklügelt, stcstt aus der praktischen Erfahrung hervorgegangen. - Doch „Grau, thenrrr Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum" warnt unser großer Meister Göthe. Hier dürfte es auch wohl am Platze sein, einer irrigen, unter Laien und selbst Lehrern ziemlich-vertretenen Ansicht Erwähnung zu thun, die davon ausgebt, als sei der Lehrer eine Art Aasirä«, der sich aller Erdenkust zu enthalten habe und stets nur ge-, messenen Schrittes mit Chormantel und- Talar er- *) Was aber unwahr! Red. ' ll tb scheinen müsse. Nichts kann sein. Habt ihr, die ihr al Ansicht lebt, denn zu euck s trauen und sd viel .Eerrschasjt ohne aus der Eontenanz - zu werden, im Kreise frober, Frohsinn und Heiterkeit beweg es dreist! ibr erhaltet euck Berns Und euer pccuuiär so euck nicht zur Bürde werden auck Menschen nnd Bürger, > .-Zöglinge sollen gleichfalls zu herangcbildet werden. Ieigt mit Mäßigung sinnig paar:. Aus der andern Seite Einieiligkesi aber auck iiistbig wissenschaftlicher Hiirsicbl ans .-Zeit zu erhalten wisse und Eramens einen Schlußpnnkt' ibm passiren, daß. auch-in-wsi der junge Kausman» vsn' gm nnv überragt. Daher hat geben, um nicht zur Figur de mcisiers von uni». Damals lich gestanden, wie traurig sieb Eollegen, wie geräth man nach jahrelanger Trennung r nosfen wieder zusammentrisst! daß Stillstand nicht möglich, gang ist. Sticke darum ein lid?cu Verkehr, durch gute» U feit und Ausdauer im 'Nach und seine E'ewandtbcn zu erp ständigen, suche und strebe Kantige, Einseitige abzusckleis damit beim Schleifen nickt geschlissen werte; dann wird geschlissener, besser, erhält Tief Punkt der Ieit und dient in dem Staate und — dem Leb!e lur in einseitiger und verkehrter Lehrer dieser leidigen lbst nickt io viel Vorüber euck, um euck, ° fallen und tacsips zu jjröblichrr Blenichcn mit zu könne:'.? Versucht dadurch eure Freude am nkautbarer Stand wird Ihr seid, Ldbrer, aber die euch auveriraiuen Menschen und Bürgerniljnen, wie man Frohsinn in;>N' Vermeidung der daß sich der Lehrer in dem Siindvnnkte der iiiäü mit Ablegung dciciacke. Souir kann es »en ick a s>! i ch er hui: g er Schule ibn übersieh: ian kenn wob! zlckt :n : verbaurr.ru Dersichu!- rabziiiiukei:. Dock, cbres da v't mit manchem Erstaunen. wenn mau eit mancher.! Slüdiengr Da sieb: man so reckt, sondern Stillstand Nück- Ieder durch gesell'chast- »gang, durch Slrebsäm- 'ijludinm seine Kenutlrisie weitem und zu vervollein Jeder,al!es Eckige, n. sei er aber wachsam, - ick das G'.kie mit weg er tüchtiger, geivandrcr, aus dem '.siormalstandechtcr Wri>r der Schule, ui. Uebcr Leitung »ines jüdischen Lehrerseminars und insbesondere die Ausbildung von Neligionslebrern. J von T. K. Jeder ernstgesinnte, aufmerksame Beobachter des jüdischeu Gemeindelobens wirld zu seiner Freude sehr bäiifig die Wabriiehmung maschen, daß.die Ilcberzeugung von der Nothweudigkeis eines vcn päkagogischgebildeteil .Lehrern geleiteten' Neligivnsuiitelrichtö immer mehr Anhänger für sich gewinnt. Tbeils entwickelt sich diese Ansicht durch die gleichartigen Bestrebungen auf dem allgemeinen Gebiete. des ilnterrichtStvesctts,' i die durch hie Presse zu Jedermanns Kenntniß gölan' \ gen, theilS fühlen selbsi btej 'Wenigergebildeten, afer 4

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