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Der israelitische Lehrer · 1868-10-07 · 41 (7.10.1868) · p. Seite 228

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
41 (7.10.1868)
Date
1868-10-07
Page
Seite 228 (sequence 4)
Language
German
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226 gelehrt, sondern ihm auch gleichzeitig Einsicht in che Tonverhältnisse gestattet und wenn er namentlich chit den Intervallen vollständig. bekannt gemacht wir?. Obne dieses ist eS nicht möglich, ein sicheres Treff«» der Töne zu erreich?» und die schönste Stimme kar n nickt zur Geltung kommen, wenn unsicher eingese -t wird. Vorliegende Ausgaben sind nun ganz dazu a igetban, den Mechanismus', der im Gesangunterricst noch gar. bäusig vorkommt, zu verbannen, indem sie den Schüler einsehcn lehren, was und wie er «u singen hat. Die den Aufgaben eingestreuten bekannt« n herrlichen Volksliedchen, die alle zweisklMnig" gesent sind, werden leicht geübt und von den.Kindern gern gesungen werden. j uijb nn. Handbnchlein der Harmonie-, Melodie- Formenlehre ,'c. von Benedikt Widma 2. verbesserte Anflage. Verlag daselbst. 186 15 Sgr. - Ein sehr gutes Werkchen, und darum Jedem, der sich mit der Theorie der. Musik beschäftigen will, bestens zu empfehlen. Kurzgesaßt und doch klar gi!>t es Alles, was man in diesem Gebiete (will man nickt aus den Namen eines Tonkünstlers Anspruch macher) zu wissen nöthig hat, denn sein Inhalt ist ein reid haltiger. Wir erhalten hier Ausschluß und Belehrung über das Allgemeine der Musiklehre, über die Intervalle, Akkorde, Modulationen>. Behandlung des zwei-, drei- und mehrstimmigen Satzes, Melodie, Fuge, Liei - form rc. Der Raum dieses Blattes verbietet, nähir auf das Werk einzugehen; übrigens sind wir überzeugt, daß Jeder, der Belehrung darin sucht, diele zu feinetvollkommenen Zufriedenheit finden werbt. dern auch zum praktischen Spiel ausgezeichnet. Das Werk ist darum empfehlenswerth. Die Orgel, ihr Ban. ihre Geschichte und Behandlung von F. L. Schubert. Verlag das. 1867. 6 Sgr.» Für Organisten ein recht brauchbares, kurzgefaßtes Werkchen, in welchem sie Erklärungen finden über die Bestandtheile der Orgel, daö Spielen derselben, das Registriren rc. Interessant sind die kurzen Notizen über alle bekannt gewordenen Orgelspieler und Virtuosen. Als Anhang sind „Merkwürdige Episoden und Curiosa aus dem Leben einiger Organisten" beigegebcn. Für Freunde der Tonkunst von C. Th. Krit-' bitzsch, Directvr der böberen Töchterschule zu Halberstadt. Verlag das. 1867. 22V* Sgr. (Mit dem Portrait F. Schubert'S). Sehr ansprechende Aufsätze, die gewiß Jedem, auch dem Nicht - Musiker, willkommen sein dürften. Besonders angesprochen haben uns: ein Concert-Vortrag zum Gedächtniß F.. Mendelssohn-Bartholdy'S, durch welchen uns dieses große Genie als Künstler und Mensch in einem vollkommen gelungenen Bilde vor die Augen tritt, „das Requiem von Mozart," „das Volkslied" und eine Biographie Franz Schubert'«. Nicht minder werthvoll sind die übrigen Artikel: „Dichter und Componisten," „der protestgntische Choral" und insbesondere die Bearbeitung des Textes zur „Antigone." Der Leser dieser anspruchslosen und dock gediegenen Aufsätze wird seine Befriedigung finden. Alsheim. K. Marx. Generalbaß-Uebungen webst kurzen Erläuterungen. Eine Zugäbe zu jeder Harmonielehre Mn S. Widmann. 2. vermehrte Austage. Verlag daselbst. 22^ Sgr. Ebenfalls ein sehr gutes Werk, um sich sowol l in der Harmonielehre als namentlich im Generalbafspiel praktisch auszubilden. . Es ist nach unserer Ansicht gerade kein For - schritt der neueren .Zeit, daß man das Generalbaßspiel vernachläßigt und mehr den Handsachen sich zuwendet!; denn erstercs gewährt vor Allem den Nutzen, den Gang der Harmonie und die Art. der Fortschreitunff der Intervalle anschaulicher zu machen, sowie nickt minder Uebung im schnellen und sicheren Ueberblick der Akkord-Verbindungen. Der 'Zweck vorliegenden Werkes ist nun hauptsächlich das Generalbaßspwl wieder zur Geltung zu bringen und find die gegebenen Beispiele - auch von anderen Componisten sind solchjc ausgenommen — nicht allein.zur Ausarbeitung sow- Wochen bericht. Hamm, 13. Sept. Ueber die am 11. d. M. hier stattgefundene Einweihung der neuen Synagoge entnehmen wir dem „Wests. Anz." wie folgt:. Das Fest begann zur Vorfeier im alten Bet- Locale mit einer hebräischen Andacht, auf welche die Predigt folgte. In dieser hob der Redner, Herr Rabbiner vr. Rothschild aus Alzey, hervor, was es heiße, ein altes, vor Jahrhunderten gegründetes BethauS zu zerstören und ein neues mit Benutzung der alten Steine und Sparren aufzubauen; er schilderte in ergreifender Weise die Gefühle und Gedanken, welche sich für die Betenden an jenes Holz und jene Steine knüpfen, Erinnerungen aus ferner und naher Vergangenheit, freudiger und. trauriger Art. Zum Schlüsse wies er darauf hin, mit welchen Gesinnungen das neue BethauS zu beziehen sei und welche ernste Vorsätze dabei gefaßt werden müßten. Er entkleidete das BethauS seiner Heiligkeit durch Entfernung der Tora-Rollen, welche er den Vätem gleich alle Zeiten hindurch fort-'

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