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Der israelitische Lehrer · 1868-09-16 · 38 (16.9.1868) · p. Seite 206

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
38 (16.9.1868)
Date
1868-09-16
Page
Seite 206 (sequence 6)
Language
German
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206 lassen. Ein schönes Gebetbudb aus dem Betpulte gehört ebenfalls zur. äußern Würde desselben, — und rin solches wird gar oft noch vermisst. Was die innere Anlegung .dieser Ausgabe betrifft, so ist bei allen zu Gebote gestellten Mitteln für Kritik doch nur äußerliche. Lexteskrilik geübt'worden. Auch eine solche ist sehr wichtig, aber eine sachliche Kritik darum nickt überflüssig. Wir nieinen nicht, daß mit dieser Ausgabe der noch, im jtzlusse begrissencn Rcformbewegung für den Svnagogal-Custus hätte genügt werden sollen; aber die Aufnahme so vieler Nebengcbete aus der späteren Zeit, selbst mit dem ganzen kabbalistischen Apparat, welcke in unseren Tagen dock von den Wenigsten aller dt rer, für welcke diese Ausgabe bestimnit ist' berücksichtig! werden, ist wohl als überflüssig, ja sckädlich zu erklären. Tabin gehört auck die Aufnahme der Vorschriften kus' dem Schulckan Aruch. über das Erbeben aus dem Bette, Anziehen der Strümpfe und Schuhe, die Verrichtung der Notb-, dürft .'c. k. Bei diesen Borschriften nnd Gebeten ist der Wechsel' der einmal nicht mehr rückgängig zu machenden Zestverhältnisse nickt berücksichtigt. Wirerinnern auch an das ellenlange Gebet, welches auf dem Wege nach der Svnagege, im Vorübergebcn und Halt mackend im Anblick der Mesusah gesprochen werden soll. Man sicht, zur Veranstaltung einer solchen Ausgabe sind nicht bloS irachkenntnisse. sondern auch der Muth zur Sichtung erforderlich, Als praktische Vorschrift bezeichnen wir die einer besonderes! Kleidung (Triran für den Eultusbeamteu. Tie Vorschrift, nicht in Pantoffeln bei dem öffentlichen Gottesdienste zu erscheinen, ist aber auck ausgenommen; diese ist für manchs Landbewohner eben so wenig überstüssig, wie. für nock viele Städter die eines Eantor-Srnats. Tic Porschristen über r/ts, und r.rtr sind zum Tbci! auch deutsch wietergegeben. Will man die andern'damit reu vornherein als minder wickrig erklären? Der Anspruch, daß nTcrwichtiger sei als cryr, findr^lick zwar im Talmud, widerspricht aber dem Geilte des Iudentbums. Er ist keine rcv: unk wir verwerfen ibn als zur unjüdisckeii Werkheiligkeit führend. Der Gegensan von pap und L'navitt "ist nickt geuau wiedergegeben. Er besltht nicht in „Gebekfcrmeln" und „Zlebeu,"'sondern in der Verrichtung der Gebete nach ro'.geschriebenen.rormeln und in vcrgesckriebenen Zeilen — der freien Hdrzensergießung gegenüber. Man wollte wohl damit der Anschauung entgegenwirken, daß die Gebete an die Stelle der Spfer getreten seien, als wenn nur diese, nicht auch die Gebete an sich, selbst zur Zeit des Spfergottesdienstes^ ihre Berechtigung gehabt hatten. Warum fehlt jedertalmudiscke Ausspruch üper. rie Berechtigung der Gebete in der verständlichen Muttersprache? Der Commentar ist eregetischen, sachlichen, literar-historischen und kritischen Inhalts und bietet interessante Bemerkungen. Ein genaueres Sludinm desselben behalten wir uns noch vor; im Ueberblick sind uns nur Einzelheiten ausgefallen, welche wir übergehen. Wir empfehlen besonders auch Lehrern das Studium deö ganzen Bucks zu ihrer liturgischen Aus- und Fortbildung. Unter die'Zusätze (jrtcin) des Titelblattes begriffen erwähnen wir noch den Abdruck des weniger wichtigen rvvr p-'E und des interessanten est:? t Geschichte der Maxcabäer). Uns ist Letzteres auch zuerst und nur in der alten Macksor-Ausgabc von Salouiäsi z» Gesichte gekommen. Alzen. I)r. Rothschild. Mitthcilunlfcn (Bulletin) der Alliance Israelite Universelle. f. Seniesier UW. SJ ii tS Doku nt f ji den. tgorlievung. Tie euglii'cln Regierung bat diese Angelegenheit durchaus nick: aus dem Erlichte verloren und wird sie auch in Znknnfl nickt vernacklässigeii. Es ist vielleicht gm, sibnen mitzntbeilen, daß ick beme Nachmittag schon, ebne von der Verhandlung, die sich bei der jetzigen Gelegenheit über diesen tsiegennand ergeben würde, nmerrichiet worden;u sein, wieder eine Tepeicke aogesantl babe, welcke energische Vornellungni enidält in Betreff der neuen Tbaliacken, die durch das ebrenwertbe Mitglied selbst;n meiner Kennmiß gelangt waren.. Tie Regierungen siranfreick's, Senerreick's und verschiedener anderer Eontinemal-Mächte rübren dipi'elbe Sprache nnd ick» bege das Vertrauen, daß dieser Ausdruck der öffentlichen Meinung Europa'^ nickt obne Wirlnng bleiben werke. Unter einüiinlnigein nnd lange andauernden Bestall niinmi drw edle Lord seinen _3tb wieder ein. Note, vorn fürstlichen < rumänischen) Ministerium des Aeußeru au den österr. Geschäftsträger und General- Eonsul gerichtet. ll >1.?l. April Rr. 17W. Tie übelwollenden Beschuldigungen, denen die Regierung Sr. durcklaucktigsleii Hoheit zu wiederholten Malen ausgc sevl war, sind durck die nach jedesmaliger Unienuchung festgestellten Thatsachen so beständig und gründlich widerlegt worden, daß wir uns zur Hoffnung berechtigt glauben durften, ähnliche Behauptungen würden in Zukunft nickt ohne Vorsicht hingenommen werden. Unter andern völlig ungenauen Gerichten, die ick er-

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