Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 37 (9.9.1868)
- Date
- 1868-09-09
- Page
- Seite 199 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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-L 19|9 — „vielleicht Anlaß nehmen wollen, mit dem genannten ^Abgeordneten sich darüber in Contakt zu setzen." Genehmigen Sie?c. Ich habe auck hieraus keine Antwort erhalten, wie auch die angeführten Zustimmungen nicht angemeldet zu sein scheinen, da sie in der, vom 25. Febr. datirten Zusammenstellung nicht mit aufgefühlt sind. Blumer au. 26. Aug. Bei den Landtagen werden jetzt die Aussübrungsgesetze der vom Reichstage beschlossenen Gesetze beralben werden. Bei dem niederösterreichischen Landtage ist ein Gesetz über" Schulaussicht vorgelegt worden. Es stebl dasselbe ist wobltbuendem Widerspruche mit den in diesen Klättern oft erwähnten Gesetzen oderGepslogenbeiten iniPreußen. Nach diesem Entwürfe bestehen alle Aufsichtsbehörden der Schale aus Vertretern der Kirche/ Schule und Gemeinden. Während als die Vertreter der chriftl Kirche die Seelsorger der betreffeikden Gemeinden jgenannl! sind, sind im Ortsschulrath die von der isr. Cultusge gemeinde bestimmten Vertreter zur Wahrnehmung bei religiösen Interessen der Ioraetiten zuzuziehen. In Bezirksschulratb sitzt ein Vertreter jeder Glaubens genosienschafl, deren Seclenzahl mehr als 2000 beträgt. Der allfällsige Vertreter der israelitischen Religion wird von den Vorstehern der Cultusgemeinde t des Bezirks gewählt. In diesem — dem BezirkSschu - rathe sitzen zwei Fachmänner i m Lehramt«, wovon der Eine von der Lehrerversammlung des B«- zirko gewählt wird, während der Andere her höchstgestellte Schulmami des Kreises (Dirxctor; des Seminars, der MitteloderHauptschule) ist. In Städten ist zu dem Schulrathe der Vorsteher der israelitischien Cultusgemeinde zuzuziehen, sofern die Israeliten mqhr als r>(X) Seelen zählen. .Im Landes schul rash sitzen: Der LandeSchef alö Vorsitzender,! zwei vom LandesauSschusse delegirte Mitglieder, eiiz Referent für die administrativen und ökonomischen Schulangelegenheiten, die Landesschul-Inspektoren, zw ei'katholische und ein evangelischer Geistlicher und ein Vertreter des israelitischen Glaubens und zwei Mitglieder des Lehrstandes, illso überall vollständige Parität und durchaus das Be lreben, allen berechtigten Anforderungen der Zeit gepecht zu werden. > Wien. Snlzcr, der Oberkantor der israelitischen Gemeinde hier, wurde zum Ritter des Fr^nz Joseph-OrdenS erhoben. l Wien, 27. August. Der österreichische Lehrerlag ist so eben versammelt und seine Beschlüsse Werden für die Entwickelung der Schule in Oesterreich von der größten Bedeutung sein. Indem, ich mir Vorbehalte, Ihnen später darüber ausführlich zu berichten, mache ich-Sie nur auf einen so eben gefaßten Beschluß aufmerksam, der den Geist der Verhandlungen kennzeichnet. Es wurde beschlossen: „Die Volksschule soll wissenschaftlich und religiös einen allgemeinen Charakter haben." Aeuikleton. Zimmerspruch, gesprochen beim Auflichten des neuen isr. Kchulhaufes in Laupheim am 2. Juli 1868. Gott segne heute das Beginnen. Gezimmert sind des Hauses Zinnen Und wohl gemauert steht der Grund: Wir kauten nach deS Künstlers Rissen, Gesell und Meister wobl beflissen t1 Benützten jede Zeit und Stund. Ein Sch ul b a ns soll die Stätte werden. Damit die Jugend hier aus Erden Am «'»stauben ncbm', am Wissen zu: Senn wenn die Kenntnisse sich mehren. Ins Herz sich prägen fromme Lehren. Sann erntest du Gewissensrnh! Sir Gaffer schrie'»: es sei zu enge Ser Bau, für unserer Schüler Menge, Denn Laupheim hat der Kinder viel. — . Ich ruj' Euch zu vom hohen Sparren Das alte Wort, daß man den Narren Nie zeigen-soll ein halbes Spiel: D'rnm wartet zu. bis wir vollendet. Wenn Gott uns seinen Segen spendet. Sc wird zweckmäßig dieses HauS; Doch, wo der Herr das Haus nickst bauet, Vergeblich ist's, ob emsig schauet, Der Meister zum Gesellen aus. O segne Vater Du die Lehren, Die Schüler einst im. Haus hier bören, Und schenk' dem Lehrer aitdV Geduld: Bewahr' dies HauS als Deine Sache, Stell' einen Engel auf als Wache, Halt' fern von hier der Sünde Schuld! Leb' hoch der Vorstand, die Gcmeinve,1 ES leben alle gute Freunde, Der Meister, Steinmetz und Gesell', Der junge Werkmann und der Vater, Sie beiden, die uns als Berather Zur Seite fteh'n an dieser Stell'! Es lebe Fried' in unsrer Mitten Und einig Christ und Israeliten In vielen hundert Jahren noch! D'rauf lasset mich mein Glas anstrinken Und fröhlich uns're Hüte schwinken: Dasganze Laupheim „Lebe hoch!" Alexander Elsässer. I