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Der israelitische Lehrer · 1868-09-09 · 37 (9.9.1868) · p. Seite 197

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
37 (9.9.1868)
Date
1868-09-09
Page
Seite 197 (sequence 5)
Language
German
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— 197 — 2. Singen: Das Singen eines solchen ChopalS. 3. Violinspielen: Gleichfalls ein Choral. 4. Zeichnen: Es lagen Vorlageblätter auf, auS denen man beliebig auöwählen durfte. 5. Schönschreiben: Der Stofs wurde diktirt. Deutsche und lateinische Schrift nach für die Schulen gesetzlich vorgeschriebenen Normen wurde geschrieben I und auch Handgelcnkübungen-ausgeführt. 6. Kopfrechnen: Jeder Eraminand hatte, eine; Rechnung vorzurechnen, wie sie in der Schule dnrchgenommen werden soll; andere 6 wurden diktirt und mußten in einer bestimmten Zeit gerechnet sein; z. B. der Umfang cimej Quadrats beträgt 81',* wie groß ist sein Inhalt. 7. Physik: - Mündliche Fragen über die verschiedensten Lheile derselben u>K> auch aus der Chemie. \ 8. Geographie: Fragen über mathematknscke, phvsikalische und politische Geograpbie. - 9. ReligionSgeschichte: Fragen über die äußere- und innere Geschichte Judäas um die Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels; über das Reformationszeitallcr. 10. Als Lebrproben wurden behandelt: Das Dividiren durch Brüche, Entwicklung der Wortfamilie „führen", Einfübrung in das geographische Bild des Neckarlaufs n. s. w. Das Eramen in den hebräischen Fächern begann für das Schriftliche früh um 8 Ubr- und währte bis Abends 0 Ubr. Cs mußten in dieser ^eit nachfolgend verzeichnete 10 Ausgaben ausgcarbeitet werden. 1. Uebersetzung, sachliche und sprachliche Erklärung von 1. B. Sam. 2, 1—10. 2. Cs soll der praktische Gehalt von Jes. 1, 10—17 angegeben und homiletisch bearbeitet werden. 3. Katechese über Spr. Sal. 15, ‘24. i 4. In welche Hauptepochen zerfällt die isracl.j und jüdische Geschichte von der Einwanderung in Palästina an bis auf die Zerstörung des zweiten Tempels'/ 5. Welchen Zeitraum umfassen die fünf Büches Moseö, welchen das Buch Josna, welchen die Bücher Samuel und welchen die Bücher der Könige? j 6. Welcher Unterschied herrscht zwischen der religiösen Fortbildung vor dem babvlonischen Eril und der nach dem Eril? _ . I 7. Wie heißen die 13 maimonidischen Glaubensartikel? I 8. Istdie unbedingte Freiheit des menschlichen Willens eine mosaische Lehre? T 9. Ist der Selbstmord in der heiligen Schüft verboten? 10. In welchem Zusammenhänge steben die Gebete von an bis nach n~vy nxov? 11. Aus welche 'Weise kam die .12—ip in die Benediktion iir« i-'v? 12. Aus welchem Grunde wird am Purim kein dd.i gebetet, während es am Chanuka gebetet wird? 13. Wie/viele Thorapollen werden an den verschiedenen Fest- und Feiertagen auSgehoben und welche Stellen der hl. Schrift werden daraus gelesen? j14. Wilche Gebete fallen beim Gottesdienste im Trayerhause weg?, 45. Welches sind die Bcstandtheilc des vnp, wenN der Shusgang eines SabbatS der Eingang eines Festes ist? - 16. Warum findet am Chanuka und Purim kein cp statt?; Das / mündliche Eramen fand in der Privatwohnung /des Herrn Oberkirchcnratb I)r. von Maier ustd nur »in Beisein desselben statt. Es währte eine halbe Stunde. Auch aus diesem theile ich einige Aufgaben mit. Die Frage wie oben Ar. 6 kam wieder vor. Aus welchen 2 Hauptbcilen besteht das Buch Frsajas? Vorlesen aus der Thora" wenige Verse aus einer vorbereiteten rrr.a. Ueberfetzen des Anfang« von der nius.i: ’ay ‘.an: -an:. Reeinren finer Sjtelle bom Gebet des Sabbateinganges. Wochenbericht. «rrmftadt, 22. Aug, Die Slntwort des Mi nistcr-Präsidentcn auf die Interpellation des Abgeord^ neten Edinger wegen der Zulassung der Israeliten zu Stnatsämiern lautet:, Än den Präsidenten der 2. Kammer der Stände des Großherzogthums. Die m:k tm gefälligen Schreiben vom!9. Juni t. I. mir »titgetheiste ^Interpellation des Herrn Landlagsabgcordnctcn Ebinger, die Penvendnng rer Fuden imStaatsoienftk betreffend, beehre icl> mich dabin zu bcani vortcn: Bei der Anstellung und Beförderung von Fuden im Skaatsdienstc sinder die Regierung keine! principiellen Bedenken, wie dieses schon daraus hervtrgebt, daß Juden im Staatsdienste steben, Damnstadt, 5. Aug. 1868. v. Dalwigt (M. I.) «Wer sind diese hessischen jüdischen SraatSdiener? llnc ist nur Huisfier Simon, also zu der niedrigen freiwilligen Gerichtsbarkeit zählend, aus Mainz, int Ja5re 1848 unter dem Ministerium Gagcrn oder F up angestellt, undPbysikats-Arzr Weil in ^wingenberg, bekannt. Redaktion des „Isr. Lehrer.") 7 I ÄuS Pfalz, 29. August. Heute fiel mir' rem zufällig ein interessantes Schriftstück in die Hände^ da« ich den Lesern dieses Blattes nicht vorentbalten mag. Daß dasselbe bisher von den betreffenden Lebt recn selbst geheim gehalten worden, beweist, daß sft di: Gesetze unseres Staates nicht genau kennen: st' würden sonst gegen das unberechtigte und ungesctz liwe Auftreten dieses Geistlichen protestier habe». Daß anck die Gemeinden schweigen, ist ein Beweis taiür, I I

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