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Der israelitische Lehrer · 1868-09-02 · 36 (2.9.1868) · p. Seite 187

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
36 (2.9.1868)
Date
1868-09-02
Page
Seite 187 (sequence 3)
Language
German
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187 soll daher im nächsten Jahre das durch daö ominöse 1866 unterbrochene Vorhaben wieder aufgcgriffcn und - eine allgemeine Versammlung jüdischer Lehrer — als Religionslehrer — veranstaltet werden. Wir er- ' öffnen daber don Neuem die Rubrik „Wir kommen,"; und fordern alle Diejenigen, welche an einer solchen t Versammlung Theil nehmen wollen, auf, sich an den i Herausgeber dieses Blattes gütigst zu wenden. Als Ort der Versammlung wurde vorläusig O f f e n b a ch oder Ludwigshafen vorgeschlagen, jedoch festgesetzt, dast ein Drt in derjenigen Gegend grwäblt werden soll, von der die meisten Zustimmungen kommen. Und somit erwarten wir recht bald zahlreiche Zurufe: „Wir kommen"! sei unsere Losung! Lebe im Ganzen! Schlief; an ein Ganzes Dich an! Ddernhcim, den LU. August 1868. I. Klingcnslkin. W o cki e n b e r i eh t. Broslan, II. Ang. Im Jahre 1 StSö war an die biestgen städüschen Behörden die Frage herange- :reten, wie die rcn ihnen zu begründenden Schulen einzurichtcn seien, um den Ansprüchen der verschiedenen Gonscssioneu gerecht zu werden. Da nun die , Majorität der Stadiverordnetcn iich für conscssions- > lose Schulen anssprach, legte eine Anzahl katholischer Bürger beim Königl. Provinzial-Schnlcolleginm Be schwerde dagegen ein und verlangte die Errichtung einer kathol. Realschule. In Folge davon forderte die : genannte Behörde den Magistrat unter dem 21. No- I vember I86st zur Berichterstattung aus, ob ein der- , artiger Beschlns; gefast: worden, und ob er die" Bedeutung habe, „das; auch Lebrer, welche den vom Staate anerkannten ck r i st l. E o n f e s s i e n e i: nickt angeboren, an den gedachten Anstalten angestellt werden sollen?" Dieser Anfrage felgten längere' Verbandlungen, die sich iheils um VerwaltungSverhältnifsc, rheilS um die Anwendung desselben PrinzipeS bei den hier zu gründenden Mittelschulen (höhere Bürgerschulen) drehj len. In diesem Punkte gaben die städtischen Behörden i nach, indem ste die drei Schulen dieser Ar:, eine mir | katbclischen und zwei mit evangelischen Lehrern besetzten. Aus einen Bericht vom '5. März 1866 nun, in welchem der Magistrat die Errichtung solcher höheren Unterrichtsanftalten erstrebt, st'ir welche auß die Confession der anzustellenden Lehrer eine Rücksicht nicht genommen werden sollte, erklärte das Prov-. Schulteticgium, daß es solchen Anstalten die Genehmigung nicht ertheilen und die Wahl von Gnrnnasial- oder Real-Schullehrern, „welche nicht einer der beiden privilegirtcn christl. Eonfessionen angehören," nickt bestätigen werde. Keine rer andern Religionsgesellscha:- ten.in der Stadt, säbrt dieses Aktenstück fort, bat bis j e tz t c i n e n Anspruch auf e i n e ö s f e n iliche Schule erhoben (!) »nd g.eschäbe dieses, dann würde zunächst noch die Frage zur Entscheidung zu bringeil sein, ob in dem christlichen Staate außer den beiden vrivilegirien Eonfessionen eine nicht christliche Religions.gesellschast einen Anspruch erbeben könne (sie!) ans eine öffentliche Scknle! «So gegeben am!><). März des Jahres 186'!). Fin September desselben Iabrcs wurden die unterbrochenen Verhandlungen wieder ansgenoininen, und stützte der Magistrat iick daraus, das; die t'-riin düng höherer Anstalten keine rechtliche Verslicktung der ('ommuiif sei und geseblick leine besondere Richtung der Anstal: gefordert werden könne. ,sl. November 186')). DaS Prov. Dchnloolleginin blieb bei feiner An iichi, und so wandte der Magistrat sich am 2'>. M.st 186s an den tsnltnsministcr, wobei er besonders her-" vorhebt, daß Breslau eine zahlreiche und verbältniü mäßig bock steuernde jüdische Bevölkerung enlbaste und daß die Mittel der Eommnne ohne Unterschied von allen GlaubenSve'.wandten aufgebracht werden. Der Minister will aber in seinem Bescheide vom l!>. November 1861 tsonsessionslv-igkeit nur für techniicbe Schulen zulassen: bei allen andern müsse wegen des pädagogischen .-Zweckes, ein ausgeprägter religiöser Ebarakter vorherrschen. Eine Petition des Magistrates an den Landtag, gelangte nicht zur Pienarberatbung. Nnn wollte rer Magistrat ans -ZweckiilästigkeirSgründen das neue itädr. Gwiinasiluii als ein t^vangel. ans Leben treten lasten. Die Stadtverordneten ver weigerten jcdock die Mitic! dazu leinstimmig dev Inst) und beschlossen die nochmalige Einreichung der Pctiiion an den Landtag. Eine am 2L. Juli c. bier slattgeiundenen Volksversammlung, die von den Vertretern aller liberalen Parteien bernsen war, nahm folgende Resolution an: Die gegenwärtige Verjamiiilung erklärt .ibro volle Uebereiiiftimmuiig mi: dem Beschlrisie oer städtischen Bebörden: J'e neue zu gt-üncenden höheren stehransiallen nicht ald coiisestionelle hinznstellen, sondern ste siiftungomästig 'ür alle Bekenitlnisie in gleicher Berecht^ung zu eröffnen: und hegt die Erwartung, daß sich Magistrat und Stadtverordnete der Stadl Breslau durch keine Verhältnisse bewegen lasten werden, von diesem Beschlüsse abzngehen. Ferner wurde folgende Petition,nm Er laß eines Unterrichtsgesev.es genehmig:. Hohes Hans der Abgeordneten! Artikel 26 der Verfassung verhelfst dem preusti-

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