Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 35 (26.8.1868)
- Date
- 1868-08-26
- Page
- Seite 182 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Dnnts, enteilte Antwort beliebtet: „Der Sultan erkennt keinem Oreinteir Da§ Reckt;u, fick in unsre Angele.tenhei.ren;u >»iscken." Wir können nur unsre Bitte itm eneVaiitbeS Einsckreiten unsrer Regierung wiederholen. damit die Meuckelmorde ein Ende nehmen und die Mörder, die wobl bekannt sind und ohne Sckwierigkeit fejtgenommen werden können, eine exemplarische Bestrafung erbalten , . 3it Beilage C unterbreite ick (iw. Ereellen; eine treue Darstellung der Lermaligen Vage der Ouden in Ruiuämen, einem fände, wo sick die Männer für die liberalsten ausgeben nnd'nock den B.o'rurtbeilen des >'». Oahrhunderis ergeben siild. Oll meiner Abwesenheit, während der Gertcklsferien, hatte.0- Brattauo, damals aus dem Ministerium entlassen, in einer lioii»e*en; mit (''liefern unsres lieimaU Aussckuffes, einen Waffenstillstand von 2 Monate» begehrt. Wir sollten alle unsere Klagen und Angisfe in der französischen , eugli'ckeu, vsterreickiscken und preußischen Presse unterlassen und' während dieser zwei Monate würde inner Schweigen die o'erertiti.tfeit erlangen. welcke man den hudelt wiedeifalwe» lauen werde und würden in der neuenihnen bereiteten Vage die Bnriedignng sinken, welcke unsre Polemik jetzt vergeblick errnebt. Und nun und bald vier- Monate verflossen, .neue M'rfolgnngen bracken ans, keine Reelan.rttoi: sinket Gerechtigkeit. 26ir werden nunmehr die Feder wiederum ergreifen, und trotz der Unterstützung, die,;tt unsrem großen Erstaunen, Bratiano in einer Menge Zetknngen ülU>.'t, iverden wir nickt zögern, der cioiLifnten B^elt jenes unglanblicke, bald verdeckte, bald offenbare, stets aber ttuaemarte 2 urteilt von Berfolgnngen knndzugebeu, welckes bei einer'Regierung und bei einem Vande, die fick die Schützlinge und Rattiabmer Frankreichs nennen, zur Regel geworden' ist. - Die Dnrcklesung der Dokumente. die ick E>v. Ereellen; zu unterbreiten ki<. Ehre nabe, wird Obre ganze Aufmerksamkeit auf einen Beschluß rjckten, den ick bereits meinem ebemaligen EtzUegen und Freunde, Obrem Amtsvorgänger, Hrn. Drouyn de Vbuys, rwrgescklagen batte. Fraukreick in die Sckutzmackt der Christen im Orient; es in dteß eine sckötia Mission, welcke die andern Mäckte auck erfüllen wollen, deren lstniptsäcklickste Ehre aber Frankreick ugstebt:. die christlichen Bevölkerungen, obgleick unter der .öentebeift eines Mouarcken, der ihrem Glauben fremd ist, sind eine« mäcktigen Einschreitens sicker, das sie retten würde, wenn irgend eine Berfolgung sick gegen sie erbebe. Run gibt es irt. allen Staaten der Erde eine Bevölkerung, deren Ursprung in die ersten Tage der religiösen Welt binanfreickt, deren teiliges Buck die (Grundlage für alle ckristUcke Eomessionen und ein Gegenstand dober Berebruug bei den Muselmännern ist. Di/se Bevölkerung, zuweilen in unscheinbarer Berborgenbeil lebend, öfters wicktig für den.Handel unk die Industrie, ehrenhaft und voll vaterländische^ Hingebung in den Ländern, wo sie mit den Bürgern anderer Religionsbekenntnisie' vermengt und in gleickem Streben begriffen ist — diese Bevölkerung, deren Religion alle Religionen und alle Reiche überdauert, wird mit Verachtung behandelt, mit Zorn zurückgestoßen, mit gehässigster Brutalität behandelt, .tlieils von den Behörden, welcke der Sckntz des Sckwachen sein sollen, theils von den Einwohnern, denen man gegen sie ein Reckt der Plünderung und des Mords zngestebt, olme daß jene Bevölkerung irgend einen Ersatz zu erlangen vermag. Ost es nickt Zeit, daß ein mächtiges Eingreifen diesem entsetzlichen Seandal ein Ziel setze'? Wie! DaS Schicksal der Regersclaven bat endlick alle edlen Herzen zur Dbeilnabme erweckt; sie. kiese berabgewürdigten Menscken, falten Die erleuchtesteu Geister sick vereinigen, mit ihren gereckten Ansprüchen zu genügen und ihre Meusckettreckte ihnen zurückzuerstatten; sie sind die Gleichen Derer geworden, die ihre Herren waren; und die Ouden. allein in der weiten SOelt, sollten den Verfolgungen und Grausamkeiten Preis gegeben bleiben'?! Es wäre eine scköne Onitiative unsres sckönen Frankreicks, wenn seine Regierung erklären wollte, daß Frankreick, ohne sick in die inneni Angelegenheiten der Staaten eiuznmischeu, jeden Osraeliten in seinen Sckntz nimmt, der, um sich vor Persvlgung, Plünderung, Ermordung zu retten, den sranzösiscken Sckntz anfleheii würde. Oa, Herr Minister, es ist.Alt, diesen alten Meusckenftamni, der auch den Stempel der Allmacht,Gottes, des Scköpjers aller Menscken, an sich trägt, zu erbeben, in sein Mensckenreckt wieder einzusetzen. Die Perfolgniigeu um der Religion willen sind ein Berbrecken der Bergangenbeit, übel das die Philosophie das BerdammungSurtbeil gefällt hat. Das xviu. Oahrhnndert hat die großen Grundsätze der religiösen Freitest, der bürgerlicken Gleichstellung, verkündet, das xix. Oahrhnndert bringt sie zur Ausführung. Der also verkündete Sckntz der Osraeliten wäre eine erhabene Protestation gegen das grausamste und blutdürstigste aller Porurtheile. Frankreicks Fahne, die Recktlosen unter ihren Sckntz nehmend, wäre ein glän^ndes Zeicken der vollbrackten Erlösung, derjenigen, welcke die Revolution von 17*!» der Welt io. glänzend verkündet hat. Genehmigen Sie, Hr. Minister, den Ausdruck meiner acktungsvollen Ergebenheit. Ad. EiDmieux. Note über die Vage der Huden in Rumänien. Paris, den 12. Mär; 1*6*. Die gesetzliche Vage der rumänischen Ouden besindet sich niedergesckrieben im Art. 6 des internationalen Bertrags vom 16. August 185*: Die Regierungen Europas haben „den Rumänen nicktchristlickcr Eonfession den Genuß der bürgerlichen Reckte" ausbedungen und der Vandesgesetzgebung es „freigestellt, ihnen die staatlichen Reckte zu gewähren." Folglich sind durch diesen Pertrag die bürgerlicken Rechte der Jsrae-