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Der israelitische Lehrer · 1868-08-19 · 34 (19.8.1868) · p. Seite 168

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
34 (19.8.1868)
Date
1868-08-19
Page
Seite 168 (sequence 4)
Language
German
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168 eint Conferenz dort abhatte, wobei man ihnen die Wahl de« zu behandelnden Gegenstandes ganz freistelle. 3- Die mit dem Zögling Brankowsky vorgenommeue Prüfung hat gezeigt, daß seine Vorbereitung zu viel Zeit erfordern würde. Beschlossen: nach Verlauf von zwei Monateu den ihm zu gebenden Privat-Unterricht einzustrllen, und falls er biS dahin den Studien seiner Kameraden nickt mit Zkutzen folgen könne, habe er dieSckmle zu verlassen. __ 4. Da der Zögling -Steiner nicht die Mittel besitze, die Kosten für LogiS zu. bezahlen, so übernimmt der Ausschuß die Sorge dafür. 5. Da der Zögling Be har in di« Nochwendigkeit versetzt ist. seine Eltern zu unterstützen, so soll er emstweilen für zwei Monate einen Vorschuß von 40 Francs auf seine zukünftige Besoldung erhalten. Frau Cohn, Vorsteherin der Töchterschule zu Mogador, bittet um Gehaltserhöhung. Es soll ihr geantwortet werden, daß der Ausschuß geneigt ist, ihrer Bitte Folge zu geben, sobald die Schule eine bedeutendere Entwickelung erlangt hätte- Einstweilen werden' für jede Schülerin 5 Francbewilligt, um .damit Kleidung und Fußbedeckung für die armen Zöglinge zu beschaffen. Herr Krieger in Jerusalem btttel um Medaillen und Preisbücher, um damit ein Dutzend seiner bessern Zöglinge zu belohnen. Hr. Bernhard Lcvi von Tanger beklagt sich über die Schwierigkett, welche dv Junta (Gemeindebehörde) seinem Unterrichte bereite. Er bittet die Alliance, chm eine von der Gemeinde unabhängig« Stellung zu geben, indem sie die Beiträge des Cenrral-Consistoriums und des Board of Deputie« (jüdischen Aallsschuffes t>. England) vereinige, die chm durch den französischen und englischen. Coniul zu übermitteln seim. Beschlossen: Hrn. Dr. Schmied! zu bitten, eine Untersuchung zu veranstalten, um die Gründe der zwischen Hrn. Bernhard Levi und'der Junta bestehenden Uneinigkeit zu ermitteln. Hr. Weil, Rabbiner zu Hattstavt, bittet uin eine Unterstützung für sein Werk über „die Philosophie des Gersonides." — Zur Prüfung Hrn. Dereinbourg anheim gegeben. Die Tagesordnung führt nun zur Neubttdung der Sub- Comitös (Unter-Ausschüsse), welche wie folgt zusammengesetzt werden: 1. Schulausschuß: die Herren Carvallo, Albert Cohn. De.rembourg, Erlanger, Goldschmidt, Oberrabiner Isidor, Leven. Lsvi-Alvares, Manuel und Rosenfeld. 2. BerwalMngs- und Finavz-AuSschuß: die Herren Allegri, Bischoffsheim, Carvallo, Crshange. Goldschmidt. Javas" und Saint Paul. 3. Propaganda- und Veröffentlichungs-AuSschuß: Die Herren Isidor Cahen, Dereinbourg. Horn, Lehmann. Leven, Hip. RodrigueS und Rosenfeld. Herr vr. El kan Cohn. Rabbiner in San Francisco beglückwünscht die Alliance über ihr Fortschreiten und über von ihr dem Iudenthum geleisteten Dienste; er legt Rechenschaft ab von den Hindernissen, die der Verbreitung der Alliance in jener Stadt, wo sie Anfangs so wirksame Tbeilnabme gefunden, im Wege standen. Der Krieg, heimische Nothstände aller Art und die Errichtung religiöser Gebäude haben der dortigen Gemeinde schwere Opfer auferlegt und alle Hülfsquellen für sich in Anspruch genommen. Jetzt aber seien alle diese Hindernisse gehoben und er hoffe, daß von nun an nichts mehr die Mitwirkung der Gemeinde behindern werde, an die er sich zu wenden beschlossen habe. Er bezeickner einige einflußreiche Glieder der' Stadt, die gewiß "ihre Anstrengungen mit den seinigen vereinigen würden und bittet den Central-Ausschuß sick an dieselben zu wenden, um ihre Unterstützung zu erlangen. Der Hr. Präsident erwidert: das Central-Comite fühle sich glücklich, daß die Wirksamkeit der Gesellschaft solche Würdigung fände; es erwarte Erfolg durch die von Hrn. vr. Elkan Cohu versprochene Mitwirkung, und dankt ihm freundlichst für seine gütige Bemühung, die Tbeilnahme seiner Gemeinde an unserem Werke wachzurnfen. Der Präsident. - Der Schriftführer. Ad. Crömieuz. R. Leven. Fortsetzung folgt. Bericht über dir am 22. Zuli in Künde abgehaltene Special- Konferenz der Lehrer der Kreise Lübecke und Herford. Ich habe bereits früher in diesem geschätzten Blatte berichtet, daß die Lehrer der Kreise Lübecke und Herford dreimal jährlich im Interesse des Schul - und Synagogenwesens eine Conferenz abhalten. Am 22. Juli fand nun die dritte Conferenz in Bünde statt. In nachfolgenden Zeilen finden Sie einen kurzen Bericht über die auf der genannten Conferenz besprochenen Themata. r. lGegenstand der Tagesordnung: Ist die Hecht'sche bebräiscke Fibel den Anforderungen der Schule entsprechend? Schon auf der am 15. April d. I. abgehaltenen Conferenz kam es zur Sprache, daß die genannte Fibel, abgesehen davon, daß einige grammatttalische Ungenauigkeiten darin enthalten sind, ihres undeutlichen Druckes halber eigentlich nicht zu empfehlen sei. Behufs Vergleichung mit der in Frage stehenden Fibel hatten wir zu der diesmaligen Conferenz die verschiedenartigsten hebr. Lese-Fibeln mitgebracht, konnten jedoch keine der Hecht'schen vorziehen. Wir bemerkten bei dieser Gelegenheit^ferner, daß die Klage über undeutlichen Druck in der Hecht'schen Fibel nur bei der Bädeker'schen, nicht aber bei der Boigtländer'scken Ausgabe > gerechssertigt ist. l

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