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Der israelitische Lehrer · 1868-07-29 · 31 (29.7.1868) · p. Seite 145

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
31 (29.7.1868)
Date
1868-07-29
Page
Seite 145 (sequence 5)
Language
German
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145 Wiederholung des Gelesenen und Gehörten mit ' eignen Worten; Beschreibung von Gegenständen; welcher Arbeiten manche Produkte bis zu ihrem Gebrauche bedürfen, z. B. Brod, Hemd, Rock :c. :c. Beschreibung einer Gegend; Schilderung einer ' Jahreszeit; — und endlich Gesck 2 fls - Aufsäne, wie die verschiedenen Verhältnisse des bürgerlichen Gebens sie erfordern. In Beziehung aui letztere Ausarbeitungen, nun; das Thema im Ganzen angegeben, den Kindern die einzelnen Bestandtheile des zu fertigenden Aufsatzes zergliedert, und in einer gewissenJohge geordnet gezeigt, und sie angewiesen werden, wie sie seden zu machenden Aufsatz sieb zuerst zur Erleichterung skizziren scl. len; — und darf es an Mnsleraussätzen nickt seblcii. W o ch e n b e r i el» t. 1k. BreS l an. I)r, Jrantel bat ein offenes Send- > schreiben an seine Schüler, die im Amte stehenden : Rabbiner, versandt, um sie — auck zu einer Rabbinerj Versammlung — nack Breslau zu berufen. Als Zweck ist angegeben, über brennende Jeiifxagen z» beratben, und die brennendste schein: diesem Herrzi wobl zu sein, der vofi Pbilirpson zur Tröstung des Svnagoga'.- Cultus ausgeschriebenen Rabbiner-Versammlung en: gegenzuwirkcu. Wie rcrlauie:, .soll leniere am II. August in Easicl abgehalren werten. tUnierem geehrten Herrn Eorrcsrondenien zurLiachricht, dar; die besprochene Rabbinerrersammlung in Breslau, jedoch bei verschlossenen Tbüren bereits starrgefunren ba:, so daß weder von den Materien der Bera.bung, neck von den Beschlüssen etwas in die T ef?cnrlichkci: gedrungen ist. Tic Zab! der Tbeilnebmcr -soll auck fr gering gewesen sein, dar wir nickt glaubten, davon Notiz nehmen zu sollen. Was kann man auck sagen über eine Versammlung, von der man nickte weist? T i e Re takli o n. Wien, l'>. Juli. Zn Bozen hat Vater Trcl? vieser Tage zur Verfolgung der Juden in der Predigt aufgefordert: Eine tvroler. Psafiensage erzählt, daß im Mittelalter die Juden einen Ebristenknaben auf dem „Judenneine" gemarrert und getödtet baden, was bekanntlich auch anderwärts gefabelt wird. An diese „grausame Thal" erinnernd, rief der Pater von der Kanzel: .Mürbe man die Juden wohl damals in den Gemeindeverband ausgenommen und ihnen erlaubt haben, Reichthümer zu sammeln? Ick glaube, sie würden eher ein Halsband aus Hanf bekommen "haben!" Der Genteinderath von.Bozen bat nämlich vor Kurzem dem feit vielen Jahren daselbst ansässtgen israelitischen Kaufmann Schwarz (aus Mannheim in Baden gebürtig) das Bürgerreckt verliehen. Herr Schwarz istaber den tyroler „Schwarzen" doppelt verhaßt, denn er hat den kranken Dr. Mühlfeld eingeladen, seine Villa zu bewohnen, um in einem milderen Klima Linderung seiner Leiden zu finden. Der, große EoncordatSgegner konnte von dem freundlichen Anerbieten des Israeliten keinen Gebrauch macken, denn seine Krankbeit war schon zu weit vorgeschritten; aber der giftige Groll der Ultramontanen wühlt deßhalb nickt weniger gegen den 7,jüdischen Eindringling." (,J. I.) Triest. 14. Juli. In der Nackt von gestern aui heute hat in Trieit ein neuer Tumult stattqefunden. Slovenische Bauern (ein Theil der Bevölkerung Istriens ist slavisck» sollen vor einem Kaffeehause „Tod den Inden!" geschrieen haben. Dieser Ruf scheint eine Wirkung der Kanzelreden slovenijcker Geistlicher zu sein, welche, der allgemeinen klerikalen Taktik gemäß, die Juden und die Freimaurer für die Durchlöcherung ves Eoncordats verantwortlich machen. - Ter Bauernruf „Tod den Juden'" war die Antwort au? das Triester _Al*ha«o l’io .Vom»!" Es kam zu. einem Kampfe zwischen Italienern und Slovenen. Man feuerte mit Revolvern, ein Italiener blieb todt an? dem Platze, und süuszebn Personen, tbeils Slove-ien, rbcils Jleliener. wurden verwundet. Die Po- 'lüeiiracke'mackte dem. Nationalitätenkampse durch zahlreich: Verhaftungen ein Ende. Viktoria. (Spanien.! Als unlängst hier der «''rund;u einem Neubau gegraben wurde, fand man einige Skclene, die um Kops und Arm lederne Rie- I men gercgen hatten: Man konnte nck dieie Sonderbarkeit nick: erklären. bis endlick der diesige israelitische Kaufmann, Herr Silva, hierüber Aufschluß gab. - Es waren dies Israeliten, die mir den angelegten Vbvlakterien «Tepdillin« begraben wurden. Weitere Nachgrabungen reigren. daß der Platz ehemals ein jüdischer Go.kesacker war, der um ri: Zeit der Ver-; treibung der -Juden aus Svanien im Jabre 1492 in den Lentz der Stadt gelangte. (Tepbillin den Tobten?) New-Orleans. «Die iSrael. Wohltbä- > tigkeits-Gesellschaft.» Am Sonntag, den 31.! Mai, fand die jährliche Versammlung obiger Gesellschaft in der „Deutschen Ecmpanv Halle" statt. Das I Protokoll der letzten jährlichen Sitzung wnrde verj leien und die Berichte des Präfidenten, Schatzmeisters und Sekretärs entgegen genommen; aus diesen geht hervor, daß die Gesellschaft während der letzten 12 Monate nicht wenigerals 18,000 Doll, als Unter- - stützung an Arme und Kranke verausgabte, und daß nck gegenwärtig nicht eine einzige arme oder 1

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