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Der israelitische Lehrer · 1868-07-22 · 30 (22.7.1868) · p. Seite 135

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
30 (22.7.1868)
Date
1868-07-22
Page
Seite 135 (sequence 3)
Language
German
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135 Singer aus Frankenthal, keine Lehrer erschienen, obwohl wir es selbst an brieflichen Einladungen nicht hatten feblen lassen. Es dauerte lange, bis wir nur einige Gulden zum Druck des Aufrufes re. rc. erhielten und bis wir Männer fanden, welche-Mitwirken wollten an der Begründung des großen Werkes. Und als endlich am 22. August des Jahres 1864 in Main; die erste Generalversammlung stattfand, welchen Kämpfen hatten wir da noch zu begegnen! Ueberall arbeitete man auf partikuläre Vereine bin! dock— vorüber, Gestalten! - , Was hat der Verein im Laufe dieser vier ersten Jahre seines Lebens bereits geleistet? Noch kein berechtigtes Mitglied blieb ungehört, wenn es seine Hülfe nachgefucht! Waren' die Gaben auch klein, so waren ste dock nicht unbedeutend; sie waren fast gleich dem, was die meisten Staaten den Lehrerpennonären und -Wittwen geben. Am 5. d. M. wurde in Main; die in den Statuten festgesetzte Sitzung der Verwaltung abgehalten. Wir dürfen sagen, daß die sämmtlichen Mitglieder der Verwaltung von wahrer Begeisterung beseelt sind und daß Alle gleicksehr die heilige Sache mit der regen Hingebung erfassen und mit der ganzen Energie betreiben werden, welche sie verdient. An den Lehrern ist es nun, was sie gesckaifen und bis hierher erhalten haben, auch für die Ankunft zu fördern, und darum nicht;u ermüden. Sic mögen eS ihren Gemeinden verkünden, daß es die Aufgabe derselben ist, ein Werk zu unterstützen, das, wie kaum ein anderes, das Wobl der Schule, d. i. der Gemeinde fördert. Wenn aber so daS, waS das Aeußere des Vereins und sein« materiellen Interessen betrifft, in den besten Händen liegt und wir fast mit Sicherheit eine ^glänzende Ankunft für diese Seite des Vereinslebens "erwarten dürfen, sc ist es jetzt auck an der Zeit, wiederholt auf die Ideen, die wir ursprünglich mit dem Vereine verknüpften, mehr und mehr hintuweiien. Da tritt uns vor Allem der Gedanke der Einheit entgegen, den wir von vornherein vertreten haben und dem wir nock mit derselben Wärme und Innigkeit anhängen, wie ehedem. Noch heute wie ehedem, und wir von der Bedeutung dieser Idee der Einigung des Lebrerstandes 'zu Einem Vereine durchdrungen. Darum bitten wir Alle diejenigen, welche sich unö noch nicht angeschlossen haben, die Gelegenheit schnell zu ergreifen nnd die Erleichterung, die in diesem Jahre sich dem Eintretenden noch bietet, nicht ungenützt vorübergehen zu lassen. Mögen alle partikulären, alle persönlichen und Sonder-Interessen endlich zurücktreten. Erst, wenn alle deutsch-israelitischen Lehrer, abgesehen von den Separatverbindungen, welchen sie etwa noch außerdem angebören mögen, diesem Bunde angehören, können wir sagen, daß er seinen Zweck ganz erfülle^ wird. Alle haben Raum unter seinem schützenden Dache. 180! die Zahl ist, wir gestehen dies zu, sehr gering, gegen die vielleicht 2000.Lehrer Deutschlands. Materiell bringt das den jetzigen Mitgliedern durchaus keinen Nachtheil. Aber die Idee der Verbindung ist so lange noch nicht verkörpert, als nicht mindestens 1000 uns angehören. Dann erst können wir dabin streben, den Verein auck zu einer geistigen Macht zu erheben; dann können die einzelnen Kreise sich zu Bezirks- und Kreisversammlungen vereinigen) in welchen der Lehrerstand, strebend für eine, feinen Ansprücken angemessene Stellung, zngleick für die Vervollkommnung in seinem Berufe arbeitet und diese Zeitschrift, das Organ des.-Vereins Achatva, der Mittelpunkt für unsep geistiges Leben und Streben wird. Butten bansen, 16. Ilttn. An einem de? jüngsten Samstage feierte die hiesige iör. Gemeinde die Installation ihres neuen Rabbiners, Herrn Dr. Silberstein aus Witzenhaufen, der durch das K. Ministerium des Kirchen- und. Schulwesens aus Lyck in Ostpreußen zu diesem Amte berufen worden war. Der feierliche Akt, der in Folge höheren Auftrages der K. ier. Oberkirchenbehörde durck den Hrn. Oberamtmann H. in M. nach dem Morgengottxsdienst in der Svnagoge völligen wurde, begann mit einem vom hiesigen Männergesangverein vorgetragrnen Liede, auf das die Anspracke des genannten Herrn an die versammelte Gemeinde folgte. In würdiger Weise ermahnte er n: gegenseitiger treuer und redlicher Pflichterfüllung, wobei er der Gemeinde zu ihrem neuen Rabbiner um so mehr Glück wünschte, als demselben' ein ausgezeichneter Ruf vorangegarrgen sei. Nachdem hierauf nochmals ein Lied gesungen worden, hielt Herr Dr. S. eine Predigt, worin er das Bündniß des Geistlichen mit der Gemeinde dem Ehebunde verglich. Diese Predigt hatte stck des allgemeinen Beifalls zu erfreuen. Mit einem hieraus folgenden Liede schloß die svnagogale Feier, die auf die dichtgedrängte Versammlung einen erhebenden Eindruck machte. Ein Festmahl vereinigte nunmebr die Mitglieder der Gemeinde, sowie die zur Feier geladenen Ehrengäste. Passende Toaste und Gesangsvorträge würzten das fröhliche Mahl. In ungetrübter Heiterkeit verlief dann das schöne Fest, dem sich noch am späten Abend ein von dem Gesangvereine dem neuen Rabbiner gebrachtes' Ständchen anschloß. Aus Württemberg hv. 7. Juli) wird gemeldet, daß Dt. Ernst Pfeifer zum Abgeordneten für Ulm erwählt worden. Er ist der erste JSraelite, der in Württemberg in die Kammer kommt. Großh. Baden. Sie wünschen, geehrter Herr Redakteuri einen Berickt aus Baden, denn pdnn' kiH'prr

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