Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 28 (8.7.1868)
- Date
- 1868-07-08
- Page
- Seite 120 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/4896751-5428714-5431871--2004-4898402- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 120-— da», wir darin entbillen ist; dar. worin die Kraft lieat, für die Kruir selbst; das. Folgende für daS Porbergeh.nde und um.»kehrt. z. B. HanS, Jerusalem, Land, W-lr für ihre Dewob"-r rc. J>s 59. 1. Der Arm de» Ewigen ist nicht gu kurz, zu helfen, und »ein Lhr nicht zu 'chwer. zu höre» — »eine Allmacht »nd seine Ällw ss > h«rt. P>. 7, 10. Tu piü'est Nieren unn Heizen i= Du teiinsr die Gefühle und Geoaikn, als deren Sitz man Heiz unb Nieren bet>acht,te. 1 1. grnr. 26, 19. Gehe, diene irrmden Gö!» fern — g'de in ein Land, wo srlinoe Göller heredrl werden Pi. 25. 6. Gedenke deiner Liebe — deflät'iie Ü-. T i e Prosopopöie. §ie stellt lib oie Dinge und s-ilbst abstracle begriffe als ^l> denke B'eien bar, und ligi rh"en Genalr u»o Haiitliinaen vo»Peroi»n dei. z. B. I >. B. 2. Höiet, ibr Hnnnul und toich aui, Erd, rc. Jej. 23, 1. Heulel, ihr Schiffe von Taljclaich'. 4. Die M e-t a p b er. Sie stellt den Begr ff eine- TiilniSdurch ein siirnlich anschaulich» B>ld, d. h. cie ch ein Ding ö-r; oaS dem darzustrlleiike» Duigr ähnlnr in. - Aste Aehali ök'it ab r beruh! daraus, daß zwei Beptiffi j, wenn ne Beariffe ein-S Seins sino, ein Bt t-ib-n, »nowenn sie Thäiie,k>»S-egl'ffsind, ci> r W ttej - l. «in Änrchüt einer Thäiiqkril mil einander gemnii haben.-z. B. 2. Kö . 2 12. Israels Blagen und »nie R' t'r — E:ah ist lampt,emuihia. Len. 49, 21. NaM.ilr in eme stuchlrae Hindin. kvr. 6, 23/ DeS G-bet ist eine L-uchte. P-. 119. 130. Tre Eröffnung drine» Wortes erleuchtet. Spr. .17, 6. Eine Krone der Grefe sind KindeLkicher. L>e Metapher wiid zur Allegorie, wenn, nicht rin ^»ariff, eiwa dat Subj kt rd.r Piödikat. ionrein rin ganzer Gedanke oder r»ne Reihe von G> denken, die z» einer Einheir verbunden sind, i» einem Bilde darg'steltt sind. z. B. Preo^ 11. 1. Wirt dein B>od über vre W ffer, den» aus die Länge der Z,rt wirft du eq miede, siaden. 1. B. Mos. 49, 14—15. Jffocharist «».knochiger! E'el, hina-ftieckl zw,ich n den Hürden. U> d er sah die Ruhestätte, rag fte ^ril, und da» Land, daß eS lieolich wa,; da bog-er iiine Schulter »um Tragen, und er ward ein Firtznarheiirr. V». 23. 1—2. Gott ist rn in Hirt, mir mangelt Nichts Bus-grünen Auen läßt er m ch looern. an rudigeln W ffern führt er »ich. Jef. 7. 18—18; Ies. 8. 7. Pf. 80, 9—14. »n die Allegorie schließt sich dir Parabel und die Fabel, mit rem Unterschiebe, baß die Elftere ih>e» Gegenstand statarisch darstellt. die Letztere hingegen >n ein,r fortlaufenden Eizähluna^und d.ß Ürner die Parabel ihre v loer der Meuich.nw 1t. bi«?ab> 1 oder drr Tbierwell enrletnr. P.,rabel: 2 Sam. 12, I—9; Fad-l: Bicher 9. 6—21; 2 Aon. 14, 9. Zu den Zignien des Jiih.llS gehört auch L DaS G.rlchnjg. Da» Gleichnis v rnnnlichi den rstr.uft.llenden Begriff durch ein finnlich nr,sch»ulich>S Bild, uno unterrcherd « fick von drr Meiophrr dadurch, dag drr Begriff mit d'Ni Biloe Nicht veuauicht, sondern nur zusam» mkn^eftellr wiid. Hohes L>ep 6 10. Wer ist sie, die da erfchcint, w'k das Marge» ro>b, ichon wie d.rMond,!>>u ei »i* die Lonne, Ehnurcht gcbielenb wie g-.w>ffnet« Schoaren? Höh«» L. 2. 2 Gleich der Rose unter den Dornen, sc M'ine T,aure unter den Mägdiein. Ich h de hier reisucht, auch die Re-ultate der neuesten gründlichen Spracht,r»q,ung, iniofer» sie die R-k»fl>.ureii und Bilbrr bettiffr, au> eie Bedil aizu« menten und rn Beispiele» d n Sinn und die Bedeutung der w chiü sten Fi, urrn des JnhaitS zu ei läute.»; die in der Bioel vo kon nte uoen Figuren »ec loaitchen Foim j.rcch, da sie leicht verständlich sind, habe 'ch füglich uv"uehtri zu lö, neu geglaubt. — ÜB'POt j»loch ich lüjr Athiiiilnng ichließe.will! ich roch e»ige Baue über d>n in terB b l auf,u>uchrnden richiiaen Sinn >pr,che„. Die Rabbiner der ol« n Z ii hili^n in» v>enc.ch>n S>r"> der biilrgr» Schrin - ni'Nrmme» nich d,n> Woil?arr!es (Paradne): koelisl rd,r tu ruchstädliae B o>iilni>. Items« oder d>r >yrische ind i.U>.,oi»che Sin»; Dorabcst orrr de> mnaliiche .Sun rno 8och^ oder der n ystiiche Sinn! — Ss ,n aber unmöglich, di-b dir Red'Nde mt üii.en Borien und Sätzen einen vliifochrn S>r>n v'id» den lonnir; ein solch.rist p>g n die Naiur i>§ n inichliche» Geij.eS und der minfchlichen Spiochr ol» d»s orgaimche» Auson.ch.s j neS Geistes. W>r ioi.n.n daher keinen «sneu» multiple» (rielsackiN Sinn) >n tir - eiligen Sprache ann-hmrn, doch ober »in»« Genau» kecunäu») nuLtbor-» Sinn. In drn Ged»Nie» les heiligen Schr.sist>lleit oder d.r Pioph'ttn lag ölet» »in Reichihl.m von Ideen, von w-la'M er fillst nicht» ohni, und welcher erst später eniwickelt u.id verwirkücht wurde. Ran kan» dcher auch in vl>len Stell,n drn Sinn in einen sub» jeclive» »nd okj ct.mn einrh.ilen, und unter I ne» den Sinn verstehen, der trat he,>igin Lchrisisteller vot'chw-dle. nt>r dr-fim oder de« Ln.n, welchen der sich effeudarinbe 8,ist Gott»» intendirtr. So wert die üderirtzlr Bibel. Daß aber für de»