Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 28 (8.7.1868)
- Date
- 1868-07-08
- Page
- Seite 119 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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119 soll auch die Gedanken auf eine febr eindringlich» und zugleich vielseitige Weise bezeichnen. Da» Bild nämlich desckLfli-r die Phantasie, reg» die Empfindung aus, um im Herzen der Hörer und Leier Interesse und Wärme für die Cache zu »rw-ck.n, und Ilbeilän» denselben noch mancherlei Ei tw ck-lungen der Gedanken, di, man odnr Bild, in eigen lecker R de, nickt ohne große Umschweife und doch nicht so de- . zeichnend batte sagen lönnen. Daher will ich hier die wichtigsten Auen der in der Bibel vorkommenden Redefi^uren oder Bilder folgen lasten unv an Beispielen zu erläutern suchen, hoffend, da» Berständniß derselben dadurch angevahnl zu baden. Anderen überlastend, daß sie Best-re» und Ausführlichere» leiste». Vorher jedoch diese Bemerkung. B>» in die jü». ste- Zeit war eS bei Sprachforschern und Rhetoren »äng und gäbe, die Redefiauren oder Bilder in subjektive und objcclive einzuldeilen. Tieie Emtheilung hing mit ihrer Theorie von der Sprache, als «iirr Sache der Eonv nienz und der gefellfcka'ilichen Uedereir-kuni», eng zmammen. Ern die grünlichere Forschung der neuesten Zeit, die tiefer in da» Wesen der Sprach, »inzuvrinpen verstand, betrachtete düse und mit ihr die Bilder als den organischen AuSdruck »>» Geiste» — der Mensch muß ipr chen, weil er denkt — verließ jene Eintheilung und Ibeilte yie Redifiguren und Bilder in Figuren de» Inhalt« und der logische» Farm. Dieser Euilheilung bin ich hier gefolgt: a Redesiguren de» Inhalts. A. Tropen (’öi'D.t).*) - 1. Die Synekdoche. Eie fühlt ein Allgemeine» auf ein Btionrere» zurück, da» al» solche» der sinnlichen Anschauung näher steht, al» da» Alla-mein--: a) ra» Geschlecht durch d » Gattung (»pecie» pro genere), die Art rurck nie U >t ran oder durch er» Zneividuum. z. B. Lxock. 2V, 12 „Lauge» Leb»»' anstatt GlückSaüt-r, van welche» „Lang-'» Leben" eine Unterart ist; baff,lde 'st bi r le>- voraehoben, w il e» de» wichlißste Gut ist, an welchen, b> Empfindung da» „reiste Juter.ste rnninit. Epr. 30, 17. Die Naben deS Thale» werden ruShacken — Nebel weiden das »naerarhene Lind trffe». vo» welchen da» AnSlacke» der Äugen eine sehr empfindliche Unie,ait ist, Uuh durch wiche I ne ve> sin, licht werden. Numeri 35, 10. E»r L»>d. best.'» Steine Eisen sind — da« reich an Metall n ist. Mit der Synekdoche ist hier noch ein Hyperbel (de* * rech gasm'i) o rbu»t»n. •) Anmerk. Bi d r im weiteren S'nn» sind A-desiguren. tm engeren Linne, Lr»pen, welch« eine Art jener Figuren «utmach'N. d) da» Knnre durch einen Theil, z B. Je». 52, 7. Wie lieb>ich sin» aus den Bergen die Füße de» H-ilbote»! — der Herlbo e selbst, der duick ti eit Tdeil, für 'welchen wir hier b. sondere» J»t,,iff« haben, nämlich seine schnell herbrnil.nsrn Füße, veranschaulicht wird. P>. 3. 3. l l. l. Wie sprechet ihr doch zu mein r Seele zu mir. e. die Bi lheit durch da» Eiazelne, z B. Num. 14, 14. Und sie werden sprechen zu dein Bewohner d>S Landes zu den Bewohnern. 2. Die Metonymi'. Ei.' bejeichner ei» Ding durch ein anbei es Din.,, daS m t ihm in einer uoih« wendigen Berbindung nno zugleich der sinnlichen Anschauung näher steht. Sie bereich,,,, nämlich: a) di' Wirkung durch ihre U 'ach, (causa pro ekssctuj. z. B. Gen. 48^ 19. er wi o zu einem groß m Bo ke w rde» — er wird der Stammvrrer eines große» Bolle« w roen. 2. Ko». 4. t 10. Tor ist im Topie — t3.ft, das de» Tod ' beim. kt. P>. 20 4. U >v deine Brandop'er Halle er für sei, — möchten ihm trobl gesglten; b) eine Thäti. t it durch e>»r si »illchej Wi.knna, z. B. Gen. 1 3. Gon ipr. ch — dachte, wollte; 4. 10. Die Summe de» B irr.» dki» » Brti« de,» die Mönch it. Zugleich ist da» B ut perio isieiri (lii oioi oräi^,, al» wenn r» eine Clim ne batte, die schrie. riete. Pi. 6. 7. Jede N icht überichwemme ich mit meinen Thlänen mein B i> — Kummer urib Schur r>, der Thrän » auspreßr. e) eine Beriich ung durch das W.'ik.eur, womit dieselbe vorgenonimen wiid. . B. G n. 24. 40. Und vo» dein, in Schw aie foiiit du l bei« — van den Tb'eren, die du nnt demselben eil.g-st. L o. 20, 6. DaS Schwert soll nicht durch euer L>»d rt'he» — der Krieg, der mll mm Schwmt» g-führt wiid. d) Die Farm durch den S off. z. B. Nabni» 21 4. D>e Tinnen w rven g. jmvaii^u — . i« Lünzen, die daraus g> fertigt werde». Die zum Hol, spreche»: Du bist mein SS. rn au» Holz aneriiaten Götzen. Estb- 8. 15. Er giau» in ByffnS — auS Byffas g f r»g e» Kleider»; c) den nicht si inlich'N Be.uiff dn-ch e>n sinnl Z ichen, z. B. l. Mot. 49. 10. Da» . c w rd »ichl weich n — die Herrschaft, di Zeichen da» Sr vier >». 2. Mo'. 29. 8. Uno fülle die Hand A'ck.'»! und seiner Söhne — nberg.b ihn»» a» Bne-I ft-ridttm; l f) die Dinge durch ihr Raum« und Z itoei bä t ji nämlich: das, worin Etnms enihatle» ist, tstr ter in bet jier rur