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Der israelitische Lehrer · 1868-06-24 · 26 (24.6.1868) · p. Seite 98

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
26 (24.6.1868)
Date
1868-06-24
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
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98 *! Lehrer herauSgegebene Zeitschrift sich nicht ausschließlich mit Schulsachen beschäftigen. Sie muß das ganze Gebiet jüdische» Leben» und Strebens umsaffen,- sie mutz aut alle di« Gebiete, die für die Juven als solche von Bedeutung sind, anregend und belebend kinzuwirken streb-n; sie muß mit einem Worte eine die gesamniten Interessen de» Iudrnthumd umfassende Zeitschrift werden, ohne jedoch ihren ursprünglichen Berus, ihre Wirksamkeit kür die Schule, die immerhin die bedeutsamste und befruchtendste Anstalt der jüdisch»« 'Gemeinde bleibt, und den Zusammenhang mit der deutschen Pädagogik zu verlieren. i In diesem Sinne haben wir seit dem I. April dieses Jahres unsere Zeitschrift erweitert. Mit der Erweiterung'dem Umfange nach ging die Erweiterung der Tendenz Hand in Hand, die im Verfolge immer mehr hervortreten wird. In diesem Sinne werden wir vom nächsten Blatte an dem Titel das Prädicat beifügen: - Zeit schritt für die gesammten Interessen j des Juden thums und insbesondere des; i s r a e l it is che n L e hrer st a nde».! Um dieser Ausgabe" zu genügen, haben wir unsere l Redaktion durch eine vorzügliche Kraft ergänzt, die j als einen besonder-n Therl ihrer Ausgabe ba» allgei mein-jüdiscke behandelt, während der pädagogische s Tcheil und die Corre^wudenz nach wie vor uns allein > auf jüdischem Gebiete bringen uns in anregenden Leitartikeln und eventuell auch in novellistischen Mittheilungendos Jntereffe für alle» jüdische Leben und Streben zu erhalten und zu fördern suchen. Ihrer ursprünglichen pädagogischen Aufgabe wird sie dabei selbstverständlich jederzeit treu bleibe». Die Pädagogik ist der LebenSodem jedes Lehrers. Wie vermöchte er sich von ihr zn entfernen? Unsere Zeitschrift soll sein: eilt; Blatt, in dem die Stimme der jüdischen Volkslehrer (im höheren Sinne) erschallt, für den Lehrer und durch den Lehrer für die Gemeinde und das Volk. So hoffen wir uns der-Zustimmunq und Betheiligung aller denkenden Jsraelrteu versichert halten zu dürfen. / Eine Jahrwoche hat untere Zeitschrift mit der göttlichen Hülfe zurückgelegt. Möge sie ihre Laufbahn von Neuem in erweitertem Umfange und mit frischen Kräften und Ideen beginnen im Vertrauen auf die göttliche Hülfe zum Heile des Ganzen. Odernheim in Rheinheffen, den 20. Juni 1868. Der Herausgeber. Die Tage in Cassel, l. DaS All ge m ei ne. verbleibt. So erhält der geschätzte Leser im „Israelitischen; Lehrer", bcr vielleicht demnächst jedoch seinen Titel j zu diesem Zwecke verändern wird» eine allgemein jüdische und eine pädagogische Zeitschrift, die j sich, wenn auch specieil die Interessen der jüdischen j Schule vorzüglich berücksichtigend, wie hier mit dem gesammten Judenthume, so dort mit der fortschreitenden Pädagogik geeint fühlt. Eine der bedeutungsvollstes Aufgaben der deutschen Iudenheit der Gegenwart ist die Verbreitungder Alliance isr. universelle. In :er Alliance ist die Humanität, die Messiasidee des Judenthums, die Einheit der Bestrebungen für den Fortschritt der Menschheit, für die Verbreitung und die Verkörperung der jüdischen Gottesidee und deS mosaischen Grundsatzes „Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst," unter allen Menschen ausgesprochen. Wir haben deshalb die Verbreitung der Alliance Ä>er Deutschland hin im Augenblick als unsere vorzügliche Ausgabe zu betrachten. LJ Unsere Zeitschrift wird daher sämmtliche Originalmittheilungen der Alliance schleunigst in deutscher Sprache bringen und betrachtet sich als das Organ j der Alliance für Deutschland. Ei« wird! dem entsprechend und in ihrer oben angedeuteten Tendenz Mitthiilungen, Correspondenzen j und Nachrichten über alle Vorkommnisse (Schluß) Schnell von Prenzlau wollte neben dem Princip der Naturgemäßheit noch das der K u l t u rgemäßheit ausgestellt wiffen. Wie der Vertreter der „Concentration deS Unterrichts-zu diesem Fehlschuß kam, begreifen wir nicht. Die nachfolgenden Redner hoben den Widerspruch in seinen Worten hervor, und Mancher' brachte tioch recht viel Neue-, Schönes, Gute» und Jntereffonte» zu den Worten Lange'S; doch konnte, nach dem Eindruck, den diese gemacht hatten, eine tiefere Berücksichtigung der Worte der Nachfolgenden nicht ei wartet werden, und die Verhandlungen schloffen mit dem einfachen Ausdrucke der Zustimmung zu dem herrlichen Referat, daS so recht eigentlich eine Manifesta» j tion der Grundprincipien der modernen deutschen Pä- I dagogik war. <■ Hervorzuheben aus den Verhandlungen diese« zweiten Tage» ist noch der Gruß eine» Herrn Jost aus Frankreich, der von dem französischen Minister des Unterricht», Herrn Duruy, nach Caffel geschickt worden, um den Verhandlungen daselbst anzuwohnen und der den deutschen Lehrern warme Worte entgegenbrachte; sowie der Beschluß der Versammlung, im nächsten Jahre in Berlin zu tagen. Der dritte Morgen wurde durch einen Vortrag de» Pastor Riecke au» Neuffen in Württemberg eingeleitet, der von der Pflicht de» Staate», seine Arme

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