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Der israelitische Lehrer · 1868-06-19 · 25 (19.6.1868) · p. Seite 91

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
25 (19.6.1868)
Date
1868-06-19
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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91 reichend befiiubfn »örtert. fe'r fordert da- Studium . der Menscheunalnr, Anthropologie und Psychologie.! 3. Entwickelung ist da-; Heraus t re i en i einer Weie nheir aus der .Einheit und Un-!. entschied endeil des Kein:-; in die Allheit! und Entschiedenheit des M e n j ch e» l hu ms. 4. Tos pbystscke Leien entwickelt sich durch Ausnahme : der stofflichen Nahrung und Umwandlung derselben— | jh Lasten. Das Lei in n ist Kuinahme geistiger Nahrung. Diese geistige Slahrnng must auch producirend s eSä'te) wirken. Eie macht Jniuriickes u Aeußer- - lichem. 4. Alle: dun Mün chen Innewohnende, Alles l was in dein Menschen liegt. muß entwickelt werden, j Jedes erstebliche Wirk>n mnst seine Ideale, seine lex.- tni iele haben. Ein testier, der keine Ideale bäi, dessen Wird n nicht ideal. :> Zwecken dient, ans idealere! Gründen einsvriiigt, ist e n Stümper. Der nainrj gern ästen Eaziehnng stellt krRekner gegeniibrr die j Erziehni g :i:l h <>.-•, r-i? ,r mit köstlichem Humor > -zeichnet.. Sic dient teldstitcken Interessen, dem Vori nrtheil, Herkommen. Eie gleicht d«r Kostenerziehung i des Orients. 'Eie bringt das Material, den Stofs! an das Kind, ohne Rücksicht ans dessen eigengcartele! Individualität und Natur und sagt: Schluck nur z immer zu. rf. Die Ersthuiig all li >c sticht nach anj deni Sck werpunklen hti'ö ,-stelen. Sie sitzt die d> i i fl- { lidjc oder religiöse Eiziehnna, die ihr Alles,.nicht i nur eine, wenn auch die beachtenswerlhesle Seite der! menschliche» Natur ist. Sie sucht den Menschen zuzm'chnriden für ein Belenntniß, eine R ich tun g. Die (strstehilii r ai I,»>- seht ferner als jid die nationale Erz>eh»iig. Auch ne ist — weil ein festig — nicht naturgemäß; .die stiebe znm Pater lande ist eine heilige Mackl, adstr sie lägt sich nicht erzwingen. Man glaube nicht, durch Kluaheit ein solches Zir! erreichen zu kön. en: „du.standst zu 'chicheu! nnd d» wirst gesihoben". i^iu Msi,el :;ir n iiurae mästen Ei,ziehung ist di? klassische deutsche Nationali Literatur. Sie ist in v-len Fällen ans den Schulen! und S?mi:nri?:r hinaus,zeichad „ worden. Und doch! ist di- Literatur dir best? Milch für die Bildung des I Geistes nnd mehr wertst, a!ö die Milch der from! nien D e n knng; arl. Die Erziehung al boa I verwirst di? all gerne ine Menschenbilduna, und! zwar, wie ihre Vertreter b.haiipten: weil es keine allgemeine Menschen gebe. Redner erlnutert diesen Ausdruck und seine Bedeutung. Er sagt: mit gleichem Rechte könne man sagen: eS gibt wohl Eichinbäuinc. Tannenbäum? und Andere, aber es gibt keinen allgemeinen Baum. Indem der Redner nun in die Anwenknng dieser Gedanken für die erziehliche und unterrichtliche Praxis eint ritt, entw ckelt er folgende Sätze: Jede Schule hat als den Grundgedanken die^ Menj che n d ildung festznhalten; sie muß den Menschen zum Menschen bilden; sie muß den gMlzen Menschen nmfasien. Tie naturgemäße Erziehung sieht nicht nur auf den Lehrstoff, sondern ivill diesen als ein Reittcl für eine naturgemäße Erziehung und Entwickiung der menschlichen Kräfte verwerthen. Sie seht: Krastbildnng, Kraftentwickluug. Die Erziehung, der Unterricht -rck hoc gibt den Staff. Aus die Verarbeitung kornmts nicht an. „Schluck nur zu". Sie trichtert, docirt. Zum Schluffe ermahnt der Redner, die Fundamente der naturgemäßen Erziehung und Bildung sestzuhalten. Er führt insbesondere auS, wie nvrhweildig es sei, daß der, der das ABC lehrt, ein gebildeter Mensch icin müsse. Er will, daß jeder Lehrer den Ma-schallstab in seinem Tornister trage, käst alio die Lehrer nicht i i Klaffen und Kategorien von Anfang her eingetheilt, sondern käst jeder Lehrer die höchsten Stnseir aus der Leiter öv-5 Lehrerbel uses zu erreichen im Stank? sein müffe. Er betont, daß die Lehrer, die man gewöhnlich als Volksichull.'hrer bezeiämel, und die aus den Seminaricn stervoraegangen, noch mehr i erneu müßten, währeiid'ivie aus llniversirüten gebildeten eben mehr kön- »e» müßten. Er betont schließlich das Bedürfniß der sart-chreitendeii Bilditiig für die Lehrer und den Segen naturgemäßer Erziehung. Reicher und andauernder Beifall folgte dein Vortrag. der so recht das innerste Leben der gegenwärtigen Bewegung auf dem Gebiete der Schule bezeichnet, und mit'Recht wurde derRedner die „personificirte moderne Pädagogik" genannt. (Fortsetzung folgt.) Darmstadt, im Januar 1868. Welches find 'die wichtigsten hermeiteutischeir Regeln, die alle Dicieiiigel'. beobachten sollen, * welche bestrebt sind, den -rechten Sinn der Bibel zu finden nnd sich zu eigen zu machen? Daß die falsch ausgelegte und falsch verstandene Bibel unsägliches Unglück über Menschen nnd Völker gebracht hat, setze ich als eine traurige Thatsache der Geschichte für bekannt votans. Um so erfreulicher muß es uns sein, daß es kern unablässigen Falschen des Mem'chengeistes eidlich gelungen ist, auch über dieses Gebier des menschlichen Erkennen-; Licht zu verbreiten und für dasselbe solche vernünstige Pr.ncipien des Erklären; und Ausleqens nnsznsteUen, deren Befolgung nnS vor Jrrthnnl und Trug und vor allem Unheil, das ans ihm folgte, beivahren kann. Und so wie in Betreff der Erkennung der Natur, dem Volke in populären Scheinen die Resultate der Wissenschaft mitgetheilt worden fin\ darnst dasselbe vor Wahn, Jrrtbnm und Schaden bewalirt, werde, die Gesetze und. Regeln der Natur erkennen und Letztere zll seinem Wöhle gebrauchen lerne, ebenso sollte dies hinsichtlich der \

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