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Der israelitische Lehrer · 1868-06-10 · 24 (10.6.1868) · p. Seite 84

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
24 (10.6.1868)
Date
1868-06-10
Page
Seite 84 (sequence 4)
Language
German
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84 Allgemeine« feftsetzt, sind bisher über die einzeln«,» Unterj richtSstoffe, ferner über di« Ziele, welche in jedem Fache! am Schluffe der Schulzeit und auf den einzelnen Al- > terSstufen zu erreichen sinh, und über die aus die ein-! zeluen Fächer zu verwender.Sen Zeitquoten nähere um-! faffender« Bestimmungen noch vielfach zu vermiffen,! sowie auch in niebrfacher Hinsicht fick ein Mangel an Winken und Anleitungen zur zweckmäßigsten Behandlung der einzelnen. Lrbrpcnsen zeigt.! DaS Bestehen dieser Mängel, welche anch iu der Commission, di« im. Jahre 1€63 für Berbefferungen im Schulwesen uiedergeseht war, hcrvorgehoben worden sind, haben mick nach Erledigung anderer dringender Fragen im Gebiete des BolksschulwesenS, bestimmt, auch diese für die gedeihliche Entwickelung der Scbulen des Landes so wichtige Angelegenheit in Behandlung zu nehmen, und während cS angeweffen schien, dir Entwertung von Lehrplänen für mebrklaffige Scku- : len zunächst noch auszns-hen, vor Allem die Entwer- . fung eines Normatlchrplans für die zahlreichste Kategorie der Schulen,, nämlich für diejenige« der cinklassiacn Volksschulen zu veranlassen. Ein solcher Entwurf, zunächst bearbeitet von drei hiermit beauftragten Mitgtiedcrn der beiden Obersckulbchördeii, ist nun. mir vcxgelegt worden. Ehr ich jedoch über denselben * meine Ansicht fcststelle. ist es mir Bedür-uifi, hierüber die wohlerwogene Urtbcilcu eiued weiteren größeren Kreises :m Schnlwesen bewährter Mänuer zu rernehu.eu. Nachdem ich hierüber höchst.u Tr!> Vortrag .»- stattet habe und Se. König!. Majestät meine diesfallsigcn Anträge ru genehmigen grrubt haben, ist ti nunr . 3i. br meine Absicht, ^eem bezeichncten Zwecke eine Eonrmissicn einzukeruien,. welme tbeils aus den Borj ständen und den betrenendrn Rckerenten der beiden j Oberfchulbchördelr, tbeils au? einer Anzahl sachkundi-.. ger Geistlichen und Lehrer gebildet wird. Inden: ich nun wünsche, auch Euer Wohlgederrn ° su den Mit jliedcrn dieser Commiffion zählen zu dür- ■ fen, eriuch aich Sit. unter Anschluß eines EremplarS des g:dach>:.n Entwur-eS, sich über die Annahme dieser Einladung gegen mich aussvrecbcn;ü wollen. Stuttgars, Mai löstet. Hochachtungsvoll .-7 Minister des Kirchen- ». Schulwesens G o l t h r r. Er. Wod.geboren Herrn Alcrandcr El'äßer, rer. Sberlebrer .in Laufbcrm. In Fo.ze oiejes Schreibens' erlaube ich mir die . Litte: Es wäre sehrerwünscht, wenn die Herren i sraelieisch-n kehrar so freundlich sein wollten, ihre Sckul- und LrctiouSpläne in den Spalten dieser Zeitschrift zu veröffentlichen. Es wäre besonders hcrvorzuheben: Schülerzahl; Unterrichtsstunden, wöchentliche, tägliche; Stundenplan; Lehrziel, Lehrmittel. eingeführte Schulbücher. Sehr dankbar würde es anerkannt, wenn die Zeit, die auf den hebräischen Unterricht vcnvrndet wird, natürlich in jeder Altersklasse, und da? Lehrziel gcnau angegeben würden. Tie Humanität der stcnigl. Dürttembergischen Regierung und der Herr Chef des Königs. Kultusministerium» verdienen den Tank, daß die irr. Lehrer ihnen die Vorgesetzte Aufgabe, einen Rormallrbrplan z» schassen. zu erleiHtern suchen. Do in Deutschland, ja wo in der Welt/ genießt die isr. Schule solche Bcrücksichti. gung, ja man darf sagen Bevorzugung wie in Württemberg? Nur die Furcht, für unbescheiden zu gelten, - hält mich davon ab. zu veröffentlichen, in wie vielen Fällen schon ich mich der .Huld der K. Oberschulbehörden und der St. Regierung zu erfreuen hatte. Ich weiß wohl, daß es der Sache und weniger der Person gilt; aber iu Preuße» ist es noch' nicht dagewesen, daß ein israelitischer Lebrer vom Ki Uns-ninisterium i» die Schulkommifsion zr>r Der.nhung eines NormallehrplanS einderusen wurde. Ich bitte u!.i zahlreiche Kundgebungen in dieser Frage nnd zeichne mit coücaalischcm Gruß Lauvhei'n in Schwaben. tlerander Eisäßer. Aus Neu Preußen, iu; Ap;;!. Sie haben, geehrter Herr Redakteur, in Ihrer g schätzten Zeitschrift — eie zur Freude aller Freunde ,»eo jüdischen Schulwesens so bcritich gewachsen ist — ken jifroe — eine Reihe V'fii Artikel über die rhrinisch-w.stxhäüschr Scminarangclegenbeit gebrach». Erlaube« Sie einem fernstehenden Lehrer einige Bemerkungen, die vielleicht in diesem Momente den Anstoß zu weiteren IBesprechnngen und bedeutungsvollen Unterhandlungen gebeir könnten, was woht sebr zu wünschen wäre. Außer dem Münstcr'schcn Seminar find nun «och durch die Anncrion die Scminarien von Hannover, Kassel und da» Rcligionslehrersrminar in Bad Ems°) a« Preußen gekommen. Wahrlich, ein (anscheinend) reicher Zuwachs. Wie stehtS mit diesen sämmtlichen Anstalten? Werden Sie fortbestehrn? ES läßt sich das im Augenblicke nicht beurtheilen. Gewiß ist, daß sie alle ihre großen, innerlichen »nd äußerlichen Mängel baden; gewiß ist, daß alle einer tüchtigen Reorganisation bedürften; gewiß ist aber auch, daß sie theilweise in ihrer Forlcristenz bedroht sind. EF ist durchaus nicht unsere Abstckt, den guten Willen der leitenden Factoren an diesen Anstalten zu leugnen. Wir wollen auch hier keine Kritik dieser Anstal-' ten schreiben, zu der wir weder berechtigt (?) noch be- So viel mir «iffcn. bereit» eingegonger.. Redaktion.»

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