Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 23 (3.6.1868)
- Date
- 1868-06-03
- Page
- Seite 76 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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76 dptng von seiner Ansicht auch zu. I» der Nothwendigfdt, diese Gebete zu beseitigen, stimmen wir chm aber zu. Wir empsehlen die Schrift zur weitesten Verbreitung und machen »ame»tl.ch die Herren Lehrer, als die Pioniere der Bildung in den kleinen und Landgemeinden auf dieselbe aufmerksam, um auch hier die Ideen de» Konschritt» weiter tragen zu h.lf n und der Reornl Einheit und r.llzemcinheit zu »e>schaffen. Ta» w.rihvolle Schriftchen tostet nur 18 Kreuzer. R. PeterShagen, 20. Mai. Erst beute habe ich Nro. 16 Ihres LZUltes von defreundeler Seite zuzestelli erhalten. Ich konnte dahex auch erst heute von dem Inhalte des Eorrefpondenz-ArttkelS vom Rhein*) Kenntniß nehmen. Ich dm zwar keineswegs gesonnen. mich mil dem Herr» Eorrejponkenlen in einen ferneren Federkrieg einzuUffen, halle cs aber für geeignet, zur Aufklärung de» Sachverhaltes und um Mißvrrstänbniff.n vorzudeugen, einige lhaisächliche Mou«eme vorzudringen. Zuvörderst glaubt ich nochmals ve>sichern zu dü fen, daß das Kuratorium der Maria Heinoorj'ichcn Sililung der Lage der süsischen Lehrer und ihrer vielfach prekär n Stellung durchaus Rechnung trägt, und daß «s sich wohl bewußt ist, daß. wenn es den Seminarzöglinge» zu schwere Bedingungen gestellt, cS sich selbst vezltheullich der von ihn veno »treten Austtlt den meisten Schaden zufügt und namentlich keine Zöglinge für letztere gewinnen wild. Wenn trotz alledem die Pflichtbeiträge der eutlasiencn Zöglinge deioehaltea wurden, so geschah dies einerseits auf Grund einer unbedingten Rolhwendigkeit, andrerseits aber weil angenommen wurde, daß diese Last keine allzu drück nde wäre. In dem ursprünglichen, von Herrn Löb veröffentlichten Siakut, waren nach $ 1(5 die Pstichibeiliäge aus 1(HJ Riblr., zahlbar in 20-Jahren mit je o Rthlr., festgestellk. Das von.der Versammlung in Eöln gewählte Eomite bat diese Pstichtbciträge vollständig g. strichen und zwar, wie es in der mit dem jcmtirtin Statut veröffentlichten Denkschrift beißt: eS wurde in Erwägung gezogen, daß dadurch (durch die Pflichtbeiträge) die Lehrer eine L st zu tragen hätten, weiche ihnen bei ihren geringen Einnahmen und bei den Änsörderungen, die zu ihrer Ausbildung an sie gestellt werden, schwer fallen und die dank- *) Wir haben »on unlenn geschätzten Torrrsvonbeitten »vom Rh»in" «inen nniieien Artikel »brr die Sru man ngelezenheir, den nur aber, mit ri zur Z,it an h,dr. Lettern in »ns«r>r Tiucke Vi noch gebucht, voriiustgzururthaite». Zu un- £>r Freude find die s«nh>rige» Arikel «eniger »e» sc Mich ge» ten. Dri »och dünkt un» dreier Gegenstand — d. h tw Frage über die PstichtbeitiSg« — h«»länglich belruchlet und hüte» wir unser» geschätzte, L,rrrs«ondeuten nochmal», diese »ugrlegkuhrit nnnmrhr fallen zu laste». tare Anhänglichkeit für die Anstalt schwächen würbet daß überhaupt die Lust zu n L.hrderm jetzt zu gering sei, als b»ß dieser Stand nicht in jeder möglichen Weise zu erleichtern sei. Di>se Gründe haben natürlich auch j tzt. noch ihr volle» G wicht und das Kuratorium hat dieselben auch keineswegs außer Acht gel ff n. Die Sachlage war iudeffen eine ganz andere, als diejenige, von wcllyer da» vorgcdachte Eomite auSgeganzen w>r. Da» Comite ging von der Hoff «ung und der Voraussetzung au-, daß die jüdische» Gemeinde» beide« Provinzen sich mindesten» zu so vielen Beiträgen verpflichten würden, daß dadurch wenigsten» der größer« Theit de» Etat» gedeckt werden würde. Man rechnete auf 2>>00 dis 30<K) Dhaler jährliche Beiträge. Statt d«ff » habe» die Gemeinden nur lOkll Dhlr.solcher Be rage übernoinme». Sachlage hatte nothwenoiz die A nderung de» ganze» vom Eom-te vorgeseblagenen, auf Grund der Gemeinde» beiträge basirten Statuts zur Folge, und war es deßhalb eine der ersten vom Kur itorium vorgenoinmcnc» Handlungen, das Statut zu ändern. Bei dieser Gelegenheit wurde eingehend erörierl, od nian der Pstichtbeiträge rntochren könnte. Diese Frage konnte int ffe» bei de» früher bereits von nur mitgeth.ilkc» finanziell n Berhältniff n der Stiftung nicht bej.hl werde«. Das Kuratorium war gar nicht in der Lage, auf diese Einnahmequellen verzichten zu dürfen, da ohnehin ei« so großer Posten des Etats auf die Pcivatwohlthätigkeit hingewiesen ist, daß man kaum weiß, ob bei den anderweitigen großen, an den Wohtthätigkeitsstnil unserer GlaubenSgencffen gemachten Ausplüchen, hier nicht bittere Enttäuschungen cinlreten könnten. Das Kuratorium glaubte aber, daß eine zwanzigjährige Belastung der Lehrer allerdings unblllig sei, es hat deßhald vcu Bcitiag von 100 auf 5,0 Thlr. herabgesetzt und zur Abtragung eine zehnjährige F ist destiurmt, dabei auch noch erwogen, daß die meisten L.hrer in den ersten 10 Jahren nach ihrer Entlastung au» der Anstalt noch unverbeirathel und demgemäß baffer tut Stande sein würden, jährlich 5 Rthlr. zu zahlen, als fpäk r. DaS Kuratorium hat sich zugleich der Hoffnung hingegeben, und diese auch in den veröffentlichten Motivett ausgesprochen, daß bei einer zu bcffendeil d.fferen finanziellen Zukunft der Stiftung di.se Pflichtbeiträge fit Fortfall kommen würden: eine Garantie konnte e» natürlich hierfür nicht übernehmen, da die Mitglieder desselben wechseln. Ich möchte hierbei de» Herren Lehrer« an da« Herz legen, in ihre» Gemeinden doch nach Kräften dahin wirken zu wollen, daß dieselben so viel als möglich sich zu bestimmten jährlichen Beitlig«« für die Skistu»- verpflichten und daß bei den vorkommende» Wahle» M» Mitgliedern des Kuratoriums solch« Männer gewählt würde», di« außer den übrige« xrsvrderleche« Eigenschaften a»ch ein besondere« Juteraffe für da« Wohl