Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 20 (13.5.1868)
- Date
- 1868-05-13
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
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natu» geschichtlichen Arscknrrte jiiiD mieser zrr loben; besonders praktisch -»gleich für Aiisiatzübungeii sind die von Bernslkin, dem populären LchriilsteUcr auf' diesem Gebiete. Ter besondere Tbeii des Lc'ebuchs für Württemberg ist eine Umarbeitung der gleichen Liest stücke aus dem evangelische» Lesednebe, und bebano»ll ansterdcm »och die neutste Geschickte unseres Vaterlandes in ichrichön geschriebenen Mildern ''«»dichte, Erählun.:« v. Nathsci re. »nlbält das neue Lesebuch zu vi l, i:ue« wäre Uve grostcre Rlducliou-derstlbeu ioivohl im Jaier sse ein-.r besseren Bebandluntt der b.ssere:: «Suicke ais zur Erzielung eines billigeren Preise»? des ^cku'ck>nehs >ür Bolksschiiicr sehr zu wünsche:! «.:iv>!en. Es wundert midi, n» . J«r. Lehrer" roch -nichts von der Arisreie^uiiiig geUjerr zu' bnbe». di«' einem unstr.r ältesten i r>.e:. L'elner e.eworde» «st; es ist dies LeKrer Holländer r» T»tt.- ire tHobeuzolleru), der bei der letzt«» d».rsv."i>:bi>».i in Berlin ras „Ehr.nzcichen" erhalte» bar. L»'h:»g Weil in Fr-rrdeiuhal ist ans lein Ansiicken per sioi'^i nrorden Und geur.stl nun nach langt»: thäti.-cn Ssbassen iür di»> Lei ule der wohlveidienlcn ei«ab. Am «as :>«albi»at 'L'uttcnliamn; mirrde wi«d»> ein . risuindiicher Rabbiner beril'e», 1)r. Lilberst.i:! ei s Lyck in Lstpreusten. Aus dem Lehier'cmrrun ,in Estlingc» tr-ten Anfangs AGi drei jüdi'che Schul..i::!scanrisalen. d:e aber >ür die' erledil.ren Schulstellen > rchr ausrerchen. ir. tl. svraiiksnri a.O r.» April. „Blinder Eifer schadet mir," schirrst: das bekannte kleine Gedicht, das diele Sentenz »niseüa.iilich illnstnri; solch b inder Eiser in per U.'ber'il'lrritg des geistigen Ma.,ens Ser Jugend, speciell der judrselren, mit einem nuverdnulichem Maste ooii Ä iliilniisen der maiinlg>achsteri Art geigelten die in Nr. 8—1 :t d. Bi. „üb»r das Zuviel rn der jüdischen SckuK" veri'sstr.tlichterr Ärtrkel mit ein«'. iür jedes nrcht ganz i'eiblend-.ie .'luge unwiderstebliche» Uebcrzcugungskra'l als das Ucbermast ds Unverstandes, der statt Eikrä'ligirng des Geistes und Erhöhung von denen vernnnsriger Thäll»,ke:t nur Lchwäckung des Leibes und Äbstirinpsung der Seele und ihrer . Kreisle zur rio.hiv.iidigen jsolge habe und die Zukunit des Heranwachsenden Geschlechts in. beiderlei Beziehung auj's Bedenklichste gefährde. Ich folgte di»f»r Expo sttion mit um so r«acrern Interesse, als ich vom Be, ginn meiner Lehrth«r»i.;keit an eclatanteste Ersahrungen von der Wahrveit der in derselben ausgestellten Nor-! men zu machen Gelegenheit Halle, und dürfte es denn,! rum practischen Beleg des dort Behaupteten und zur Warnung vor ähnlicher thorichler Verwirrung aus Übereifer wohlgethan sein, derselben hier in möglichster KürzeErwähnungzuthuli. Anno I^SOalsHauSlehrer bei einem burero'tbosoxen Glaubensdruder (Talmid von N. Äkiba, wie er sich mit Stolz zu nennen liebte, u. dessen, wie ich glaube, älteste Enkelin er heimgeführt) einaetreren. wostlbst mein Unterricht vornehmlich zweien Zwillingskiiabe» von k'.nin zehn Jrhr»'N geividmet kein sollte, entwais ick, um seinen a«ri „recht Biel" gerichl-'leir WüN'che» möglichst zu genügen, den Lelirvlan mit der, ab zereh»'» von den nicht we»i zcn rrach'olgenden Arbri'.sstuiid n sicher schon im »eni n Zahl von lill Leenouen, ivoinit er stch iü>'s E st.' zu'riesen «'rklärt.'. Nack ktiiisr zw.i Monaten j-ooch präs-mtrrl' er mir einer' von rin» enlwo.'eiien um l> Stunden verinehri ii Pl rn, - weil d c Kn.a'oe.r 'e.n« Neiuui z r»rch'nicht genug V>ebräiich. »rer: ' i v "i; :)i ii ir.-' u. Misch»rli-Uate rieht genoss-,'. ckl ü der .rirnder uns meiner eigne» -'-«'ir:e>!:, l - null«: f»ti.«nt wenn auch alles andere da e:en Spreaieüse :r incki ja Betracht kämmen io.lte, tnsim. 11» - diele zu rl i.h ivtderr tiiii.sge und a' inast «tde-Bra-eustou uumsg'rch --ingeh-'n; dock der gute Man«« ii-st sich mit allen ihm n'tge.n.'ir- :est llten Motio'u, t'-lbst eeiu Hinw iie a„r d e ie'ar' schwächlich- L-'lresco. strtruion u jü. - rirr»',eren Knaben, nickt w.de.igei!, vochle v:elm hr dd 'st -auch »r (beiarnsi \ eia«>t. w:s ckck lani au.it .-»'denken gab, ein aar schmächtiges Männchen> und bnudert .llus.-re Tag-' il-ra .'la llte lang au» der Zeich-Vab „gelernt" hätten und. da. ei d 'ck ganz .retiii'd (!?) g-.b reden wären. Nnn. »eine H.i.tiiäckg; .-.t rri. den Eonflict, ra ich principiell nicht nachgebe» diirrle, lim Widerstreit mit Spr. Sal. 17.14> bis zum Proceste, der ihm »irr vor Gericht und im Publicum anstän- »ige Biame und selbstverständlich ziemlich viele egosten einbiachte, wahrend meiner Wiikwmkeii, die in der ernei Z'it der Einiiiülhigkeit recht ges»ihlich zu werden veriproche», durch dre gewaltsam herbeiae:ogene Zwicirachl 'chw-rzu überwindende .sdcmmniise entgcaengelhürmt wurden. Hierdurch jeooch ke.n.swe^s eines' Besseren belehrt, trieb es der Mann nach maiiem blbgange in seinem Sinne unbeirrt weiter tworüber lein Hausarzt, den ich im nächste» Jnbre 'vrack. sich bitter b klagte.) und was war der Eriolg? Bon den beidcii Jünglingen ist der Aellere, wie ich n> ch noch bei . eine!» späteren zusälligcn Zuiammenlrcfien durch rigiten Äiigcilschein uberzeu«gle. ein io gewaltige r Ambaar«z geworden, dast er von allem bei sämmtlichen Lehrern ihm Eingelrichtertcn kaum das Alpha bewahrt zu haben scheint, und mutzte der Jüngere, weicher « Krünkiichkeil hsalber das Studium mit dem Geschästs-! leben zu vertauschen genöthigt gewesen, schon im Be-! ginn der zwanziger Lebensjahre das Zeitliche segnen.— Hierauf als Prediger und Neligionslehrer, zeitweilig auch als Echuldirigent, ins Amt getreten, hatte ich auch da wieder mit der, die Leistungen des Lehrers mit der Elle krämerisch abmeffenden Borsteher-Wris-