Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 17 (22.4.1868)
- Date
- 1868-04-22
- Page
- Seite 30 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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30 3 Abtheiluugen memoiirten auch die am häufigsten im Leben vorkommenden Benediklünien. Hebr. Lesen. Alle 3 Abth. lesen im täglichen Gebetbuch, die jüngste Abtyeilung erst seit einigen Wochen, indem mit dieser das Hebr. Lesen erst mit dem Winterhalbjahr begonnen wurde, nachdem bas Deutschlesen »ul e.nigrr Geläufigkett ging. Uebrrsetzen. Gebet. Tie obere Abtheilung uberntzle den'sogenannten langen*) Wehu rarhiun und Tadianun mit Ausnahme des Adschnttles hapotheaoh jad. Tie oberen 2 Abheilungen übersetzle» noch die memorirten Benediktionen. - Auch der jüngste» Äblheilung ist der Inhalt der memorirten Benedikiionen dtkannk. - B. Pentateuch. Die obere Adtheilun-g übersetzte die Kapitel 37 u. 39 im I B. llli. C» ist für Äirfänger im Ueberietzeu nolhweiidig, d-iff man Wort für Wort, in leicht verstäiwlichem Deutsch übersetzt, was j bei der Satzconstruetion sowohl des Gebetbuch» wie des Pentüleuch» jür diese Kinder ichwieng :st. De her führte der Lehrer im Anfänge des Januar das von > Dr. Hirjch'elv in Augsburg herausgegebeue Büchlein liinaar, öaä in kurzen Lätzen nno Abschnitj teil mit leichtem Hebräisch dir ersten! I Capiui der Genesis lehandeii, ein und li.P darin üderseyen die 3 j eisten Abschnitte. . s Hebiäisch Schreiben. -eit dem Beginne des Wmj terHalbjahres wurde von der oberen Arlhkilnng in l wöchentlich I stunde und zwar blös -^elbstbeschait!- i gungsstunve die hebräische Currenlschrist geübt. Probeschristen liege» vor. Laupbeirn, den 9. Jebr. I8vd. Lehkgebilse Pietzburger. - U Amtlicher Prüflings - Bericht zur israelitischen Schulprüfung in der israeln. Voltsschule zu Laupbeim: Oberklasse, Februar <». 1.868. - Säuilerzahl im Wintersemester 7ö. i Im Januar find — iniuen tjn Schuljahr — 7; ausgetreten uns gestorben I; bleiben 07. Dir Unterricht erstreckt sich aus: shsteinallschen Reliaion-. unterricht, erlyeiü vom Herrn Rabbiner. Meworire»: Spruchbuch 200 Sprüche; dir erste Ordnung de» Lpruchbuches mit 92 Sprüchen ganz. Sie umfaßt die ganze -vidl. Geschichte und jeder Spruch in nn Memento an ein «örrcizniß der Heilsgeschichte. Die übrigen 108 Sprüche, vertheilen sich auf den *) iämschiedtn unmrthodisch, dieses nach Form und Inhalt schmierige i-ebei in der Elemenlarktasie zu behandeln. Warum aber auch gerade daS'r Die Redaktion. ganzen Religionsunterricht und find Belegst ll.n zu den religiösen Wahrheiten. Die Schüler memorireil sicher und rccitiren genau. Gesangbuch 25 Lieder, Bibel 10 Psalmen, 13 Glaubensartikel, hebräisch und deutsch. Zehngebote hebräisch nnd deutsch. Gebete für die häusliche Andacht, Tisch-, Rächt-, Frühgebete, re. Der ganze Stoff aut „lieben* Schuljahre vertheilt lägt sich ohne Ueberbürdnng des kindlichen Gidächtisiffes bewältigen. Die älteren Knaben können viele Sprüche und Psalrne.i in der Ursprache auswenvig recitiren. Das Coiisirnlaiideiibnch wird unter Anleitung des jjerru Rabbiner bim Consirinandennnterricht memorin. Biblische Geschichte: Die Bibel ist die Grundlage der Heilsgeschichte; Lehrziel, Keuiitniß der cinzeliieu Geschichten, ihre heilsgeschichtliche nno ethische Bedeutung. Die Heilsgeschichte in ihrer Geiamntt- )eit, ihre Auffaffung und ihr Ziisammenhang mit der irofane» wurde durchgenommeii. Geschichte der Juden: Die Entwicklnug der Tradiliou. Biographi'che Charakterbilder der Israeliten, die in der Äteligions- und Culturgeschichte von Bedeutung sind. Benutzt wurde das Lesebuch und die einichlagendc» Lesestücke. Blblischq Geographie: Die Heilsgeschichte wird jiu Berl iiiduug gebracht mit, der Geographie, dem lEchauplatz der historischen Thatsachen. Die Schüler mild mit Karten versehen. Lesen: hebräisch. Uedung im Lesen im Gebet- Huche uns der hebräischen BbelDiurnaek; Fertigkeit wird ierzielt; bei der Qberklaffe der Knaben richtiges rhytnuiche» Leie». Cborleien der Respensorien beim Gottesdienst. Die Oberklaffe liest auch rabbinisch-hebr. unpunkliuc Stücke; jüdisch-deutsch. Das Bolk wünscht noch kiese Liüeralur zu kenne»; viele schreiben auch noch jüdisch-!de»lsch, darum ist es nothwendig, auch dieses Pensum zu treiben. 'Lesebuch ist der Toldoth jisroel. i Schreiben: jüdisch-deutsch und Quadratichrisl. Probeichrirten li'gen vor, die Knaben üben sich . auch i» der Quaorat-chnsr. Gebet - Ueberictzen: Cs ist sür den Israeliten nothmeudig, seine Gebete in der Ursprache zu verstehen. Die Schüler lernen in der vierjährigen Schulzeit der - Obecklasse in 3 Jahre» cursorisch das ganze Gebetbuch, im 4. Repelition; so dag jeder Schüler das ganze Gebetbuch, so weit es beim öffentlichen und häuslichen Kultus angewendet wird, verstehen lernt. | Die Festgebete werden zu jeder Festzeit durch- ' genommen.