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Der israelitische Lehrer · 1868-04-08 · 15 (8.4.1868) · p. Seite 10

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
15 (8.4.1868)
Date
1868-04-08
Page
Seite 10 (sequence 2)
Language
German
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sich abgcspiegett; Dann wohl tritt der Anschauungs- ' rniiterricbt _jit seiner specisischeit Natur mehr und mehr . zurück; aber das Princip, das Princip der Änjchaui lichkcit bleibt fort uno fort die Seele alles Unterrichts.! Immer noch Musi man dein Dummen d:e Dinge nt ihrer nackten Wirktichk.it. oder im Bilde oder in jenem der Verglcichnyg vor die Rufe Hallen, — muß man! den Fluchtigen und L..ck.tserrge« an die reale Ä.rf’; lick keil erinnern, e.n sie stsseln, m.d den glücklich Begalten die eiani chen Fittige tctuit beschweren, ihn j zu ’hr jisriicft-nitn*, immer nnd immer nieder, um j ihn fort und Seit vor allen möglichen Versuchungen ■ zu allen ,nbgl:ch.n Verirrungen zu behüten, zu b? wahien und ibn dahin zu bringen, mehr und mehr die Dinge und El1ch»ii.rnngen allseiliger, mit Ruhe und Besonnenheit aiffztff..sten, und ihn aus die- 1 sein Wege iu allen jei.cn 2 ugeni cn zu üben, ohne welche er nimmer ein glückliches und nützliches Glied! der menschlichen Gesellschaft werden kan». Dock ich iühledaß ich licht wohl schließen darf, ohne mich nicht. gewissen RUß. eutuiig.il und Allschul' digungen anezu'ctze». H..sse ich doch selb.r i.ichts m.hr als hole Phrase,l und so l>ichthin geiällte A.achlsi'llicke. Ich ii.uß'darum, wohl oder übel, nochmal-:- auibel.n und Ii re Geduld mAnpruch nehmen. Mali dun e mich nämlich srage», wie da-: zunebmen, wie ich e» selber -dnrck.zusüdren suche, das Prircip der Anschauiick keit, wie uno in wiefern dasselbe, nach bei» Zurücktreien des eigemlicheit Anichaunngsitnt.irlchts. sart und fort 'die Seele, ille-ö Unterrichts werde und bleibe. I b glaube n^ch kurz iast.'n zudürsen; darum nur die-eiile- und and. re Andeutung — wabl schon geniigend, um m.ch, selast bis ins Einz.lne, zu verstehen und meine,1 Änsspnich zu rechticr.igcn. - Nr. l. unterw rßr ich die Sähe der Lesestücke einer sack lick m und sprachlichen Analyse und lasse sie dann diSponirlM. Aas diese We.se znm Veiständniß gebracht, meiden vorerst d e »i zelnen Schüler und dann ganze Reiben :c. angehalten, die Satze nach dem Bu.e n i derzngeb.i'. Das >>l mein Spraäilnterr ck t in-den Äi.telklasien; er begründ»! zugleich mei'ie» logischen und euphonischen Leyrvntenicht. All diese analytische Behaut lnng der Le.sepcnie» schließt sich unmi.telbar die grammatische B>l hruna, die Satzlehre, in einiach praktischem Gewinde. In einer ander, n Stunde lasie ick», Rr. 2. alle Wörter mit e>nig,r orthographischen Schwi-'ligk.it aus dem also behandelt, n Lesestück buck stabir.n, abschrci« en, dictirea, und als häusliche Arbeit ganze Lätze -daraus abnnd in dar Schule nochmals au» dem Kopse niederschreiden. Um den Satzbegr ff zum klaren, praktischen Bewuß sein zu dringen, lasse ich. Ne. 3, ist's Frühling, die Vogelmilch, die Tulpe, die Hyacinttze, — im Sommer Lilien, Rosen, Käser, Wespen, — im Winter auSgcstopffe Vögel, Strine, Geräth«, wohl auch, nach der Kare, da» geograpnche Büd ein»S Landes rc. de» schreiben. Satz für Satz wird entwickelt, in dar gewonninen Form von einzelnen und ganzen Reihen nieverholt und zwar wohlbe.ont, mit scharfer Aue» prügung der Couson.nten und Biegringe er.dungen, und der Pausen zwischen Haupt uns N beasatz. Wiedernm wird Satz für Satz auf die Wandtafel gebracht, — Abkürzungen, Verbesierungcn und Umformungen vorganommen; Hauptnnd Nebensatz nnd Interpunktion ins S piachbewußtsein-gebr acht und die Anwendung der Fünvrrter lerangezogen. Nicht ich d lve und forme die Sätze und ordne rhteFolg»; picht ich setze'die Intelpunt ionsieicheii, londern die Schüler — diese mit allen ih cn Klüften heran- und hereinziehend: sie sind's, die da sch.ffen, gestalten, bauen uad> zusammenre.ß.n und wieder aui'r.chien. Ta: ist nieme Spiach- und Siylstmtde, und zwar nach dem Pniuip der Anjchanlichk.i. — eine durch und durch geist ge Gymiast.k, die >h es Gleichen kaum haben dürite, g»nz und gar alles Wissen »na Können aufgehen luijfno in ben schaff,ndcn und darsull.nden K»ästen, ia Reproductioueu und Productione 1. So will's die stiucec-nalur rror.rst, -- io will's, wenn ich ..icht ganz irre, Pestalozzi sowohl, w e Fiöbel. Ter alio behandelte, resp b.schrl.tene G.'genstand, zuvörderst in Dienste rein iprablich r und styiiswcher Zwecke, rrsch.' nt.?lr. 4, in den nächsten Tage» schon tuiorer, in per stiaturgeschick ttstnnde. um »>s Mi.tel- und Angelpunkt neuer n it»rg"tchichtl cher Entw.ck langen ab.rmals in den Vvree.gruud zu treten. Wie weit ich hierbei zugleich aacki tce päd. Fo.dernng der Jdeen-Affociation und den v'ychelogiich n Gesetzen der Gruppenentwickelungen entspreche und sie in Scene setze, kann ick, getrost dem Ur beil aller wistenschaf-llch gecildeten Schulmäi n-r überlasien. Ich glaube, meine Zuh.r.r mit weiteren speeiellen Ausfühiungen verschonen zu dür en. Wvr mich verstehen will, wem es Ernst darum und ntt di? Sache ist, wird wich verstehe,'. Wer allerdin.s de u Meister voi Doer-ün fern geblieb n; ,nicht mit ihn aus Unw.stenheit und Irtthnm und tr ibi ionellen Uebertieserun ten alles Eritnes stcki heraus und zn Licht und Klarhet h »durch gerungen; sich nicht weck»m hat lüsten, tagtäglich uns stündlich und arisrütteln hat lasten von d.m alten Wecker und Wächter an der Spree: der begreift nicht, troaon die Rede ist, — bleib', wvS er aewe^en, tag'öhnender, milchmelkender M e hling. ein Fluch sich fell er. ri r Schänder seine- Stan de:. ein Fluch frr': große Ganze. Leider k — Go t fei'S geklagt — sind die Brrhällniste dis znr Stunde rioch so w nig dazu anae h.n. fehlt es so sehr noch an allen äußeren Retzmi teln, aus dem breitgetrcnen Wege der mechanischen, dogmatischen Lehr- und /

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