Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 14 (1.4.1868)
- Date
- 1868-04-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 76% known words query
- IRI
…/4896751-5428714-5431841--1875-4898287- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Q Aber nickt minder, wie der Ai'chauungSuntel licht, auf Giui-o der Psyck olögie, der einzige Arzt für d..S dunime Kind, in er a i cider reckte Arrk für dar nicht tuninie, aber;n iiillf, liihi^r, von den Erscheinungen in feiner Umgebung wenig anüespiecheiie Kind. Auch dieses!e::-t vier seh . ir, r er a lei ch e n, leint mir Interesse,nul Warn t, iv.,1 ri-el neu und rascher we brnehui.'i:, und sKine'Wcarisfe li!t-n. Wie der ssebrr d.:s tetbo.ske, rei en ps.'.ng.Iicke Kind zmückbatten must, so must er bei dem '.weiten und ersten nreg.l-, die Tinge auf den jh'ir n.lun und roiet r auf' die Füße, muh einen enit.ii' S:un nick .stiis. n.lineu, »ui ß sie an Dingen ffiblni, v. ti.rf.i! i »d rieer n,!. si.n. berede and bi.s.r Kiest- ,..>ll c:e m-isälicheG s.Usche.fr ibre lüch:i.,en, g.cdie.-ner. Arbe-re kralle. Und i» w.'.ckem Veiläi'.nis; st.di kntlich di r>rcke egi-ct e A: >r.uuug-si»,l>ri ickt zu jenen s ü n :i : ne v w l,ne .. 1' r 1; e > ,n : u C e n und e c i\ nichts klar is.i > und üi--"* r'v i>i > ck rT..i l'ät.v.i i: und nick!-, t-t n neen S-.'n<d»,t>ie >», -ti.-' de. cten '-o sch« -U vereeffeu, a e i.; :.n. >— .U't'e, wN'dia, lilne Kein, weil es >n dein .''.nvi'.uii i-Int — d.i Klär: io. teil dr Urteil-een d er 2'c'.nu ::. :ii!';:i .irt.r: er rietet hn A»e - e . i: ,i :.iue« s>e.«. Jur dies s ur.stäte Schr.-.'.t.i ugeaell.. ck. i e et uullr Auski. Ul ne,-iuilterritl t i-.o .;i.;u ire.net'e t>: i. l'r ll' iß fi; sielten,den, in tie 11 )■ r ■ - .::c i.i fr O-V'.'.v, ei ne ihuii w.be 'It.i n {-.■ T ii.. c;u i fi.- J Ul > n-r n-';u intern': j:t: u l- ••i : ur > siblut .» " .1 ■:•. - ii die o -N.'.v.'iicvc, iur :r .st-st :u . ew öl u.n . D r v.;i . itigt.is luiist fick i; f l.l'i. M’ l l! e>. s ’ t:>» -. -.! i.b u. ,Sckack tvi: IN. t" 2v 11. de» U:: i'iiri'.i-'i ii der auigdioul: V'i 1 u : das 2;i .'/nr. 'Ü w. Nb.» , 10 11.11«! IIVN den An i r. >o r f'-i lv-.r.;ii-- » , 1 :o 'die 2:C.t-il.i :u.i(ii und ff c. d:> 3w-l-:. und E:u bp-n, IK-il .i: , und w.ll ccr W! o S in lucht .-.«.'reichen , u-bme N'.'.Il d :e .iildeicn > ii i< M t ICKlufc dir F - i-,-g - »•in cUm Sdil.n, wo l'r r n.!.'• Ui e >1 b" c , >r, •U1> (in st.il tilgt de: .'ine! eu nu, - i nten eit iür das etr.cktickc Kind, dessen U.r.:,. e^en voll Kt.-sr und iULni. und Iober Reizen VNHVi-atf.: den t>ii>e: ück.n ren A.ußen enloee.enlcmii'in I Un'Vt Uinerrichk f.lfilv e' rer , e Uen ii caürfni Ge'..li-n, ree B.isle.ckung,• 'l'c;aIs-rtieteit, s'anenweile, ^ilellcll u. s. w. e DaaKiue loi iu ie n.liseill->riocn i'ctfu, rcr seinem blnillU in ei-. Sckuie, Bleies ees-de», g.Ievk, disüblt, beNacklet, Bietee czs.ticn; >'d tringl daher eine Masse rcn Boip.Uune.n mir in die Schule, nitdr oder wenigecr klar und lastend, — ülcieeeangcn zu Begriffen, »och weuizer lU.r und bestin wt, rst nur crhasclt, von mehr oder weniger pbantastischcm Gepräge und Zusatz. Wie wäre all» die Bildl nz odjectiv wc-lr.r und getreuer, fester, deslin mt auegepiägwr Perst-Uungen möglich gewesen, in dem Cchmrrieriingdlcden de« Kindeö, wo das Zufällige, die grasten Reize, die Neuheit der Erscheiiungcu die Facioren einerseits gewesen und die schnell befriedigten Urvermögen anderseits, drängend und von andern, ebenfalls »ach Erfüllung bunkernden, elastisch strebenden, wledernm verdrängt. Daker auch die so crklär-! licke tägliche Erfahrung an den Kindirn, baß sie über! Dinge, die sie, täglich mivrlv», nichts wissen. nichts j kennen, als die nachte äuß-re Erfcheinung, daß man > »leinen follle, ibre Auaen bätten iiickt gefeden, und die! Bbren wären taub, die Sinne stnmpf .ewesen. ES! waren d r Ersche.nnngen z-a viele, und die Blicke, jeden ' Angendtick weiter schweifend, f.be» Iru» teil nach den neuen Dmeen, in die reizvolle srerne: da, war cS nninöglich, daß eie feurize Aiiei,dseele bei den einzelne» I Elscheinnngen stille halten, bis zu deren vollen A»Sl benlun,', ansharren lonnte' J>, sie konnte nicht und I — sollte nicht. Tb»t, »lag't, waä ibr wollt — ibr vermögt teil, Kind zur glündli.ben, klare», vollenEefassung eines Dingeszu bringen; 'ei-ie Sinne find bereits, che ibr euä-'s verseht, iai geich v ist, über B rg nnd Thal. Es sieb! nil.bt, es hört nicht; du züchtigest cS, tu quälst \ es dnich Frag-es sieht dich auch an, e-S Ihut so, aber li-it Sinnen, welche ihre» Dienst vtrsagen, w'il — weil! die jung' Seele /zu arm an ttären Vorstell»ngeu-,nnd Bearissendirie zu unreif, um sie znm'VGeleiutande , böber.l t.-.-.i iff.iä-.r T bätigtriteii zn eibelcu; weil die . »neisnlllen Uirermöaen mit al'er M,cht nach-allsomgcr llieizer-üllung ,'ilcbe» und z» d.esem Eade eine stetig abwechselnde Lcenerie ver.angen; weil du onr>t> deinen Unterricht und wa-t du dabei' zur S'oracke brachtest und hereinzoaest, eine Masse Bilder, GeiebencS und Erlebtes, mehr und w Niger lebbaft, in der Kirdesseele hast wachgerusen, Bili-r roll Maiendust und Wald-'szanber. E» sollen auch die Borstellunaen von den eiurelne» Dingen nnd! ibren Gruppen und tll.'iben nickt v l> vorn herein zur j Vellen Besiinliiitb-it nne Klail eii tomii'en, die Ausbildung i derselben nickt so lange sortorsetzt werden, bis das Bild! ein vollständiges geworden.: ne:», nein weit davon cnt- I fcnit, rellüebt vielmebr die junge Seele zu gl'icker Zeit! säst oder unmittelbar hinterei»der eine Masse Acne,nngeactc! mii der in sie strömenden Kußenw.-lt, — eine Blasse Keime, die, gleich denen der änsieril?iitur, nicht sogleich zur rcllständigcn. Enlwickelung schr.iten, sondern in gewisse» Zeiträuincn ihrer nr>me.l n, fettigen Entwickelung cntgegenachcn. sliicktS Fertiges, sondern erst begonnenes, nickt Klares, sondern Dämmerndes, im Werden Bear ffe»es, biiilgt »ns das Kind mit in die Räume der' Schule, uud es .bat diese zunächst keine andere Aufgabe, als zu klaren und zu lichte», zu ordnen und zu sichten, abzurripen und aufzubaucn; indem sie Alles, waS da- Kird umgcden, auf dasselbe eingcwirkt, herein in die Schule zieht, in systematischem Aufbau, um, nachdem die Seele reichlich erfüllt von Vorstellungen und Kläsicn und dasielbe längst begonnen, aus sich heraus zu schaffen und seine Umgebung zu gestalten; nachdem rS