Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 10 (3.3.1868)
- Date
- 1868-03-03
- Page
- Seite 38 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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(inan ietie 'Jir. 17 f. B., vom Oabre -IStkT, welchen Die Lebrer aUgoindn bematen, aeirahlt worden, farm mithin auch nickt als Vertreter dv-S 2tandes, dem er angebört, betrachtet werdeit. Und gut it't >es, Dar? dein so in. Tenn jene iaonseren; bezeicknete die sogenannten Pflichtbeiträge von jährlich fünf Tahlern, welche die Lehrer stack erlangter Ausbildung;ü entrichten hatten, als eine oft unerschwingliche Belästigung der Lehrer, welche wegsallen müßte, indem sie jungen Lehrer, die keine Löhne Rothschilds seien, alsdann istckt nur sür fick, sondern oft ättL für arme Eltern;u sorgen hätten und dock auch int Stande sein müßten,, sich einige zu ihres Fortbildung unentbehrliche Blicker ansckassen zrt können. Woher aber Alles dieses, 'wenn man auch an die uotbwendige Lparunjg eines Pfennigs für' kommende, vielleicht nickt vom wolkenlosen Sonnenlichte besckwnenen glücklichen Tage nickt denken will, ' woher aber Alles dieses, sagen wir. bei der oft so knapp zugenieisenen Besoldung" des, Lehrers - nehmen'? Diese Gründe würdigend hob das von der >iöIner Bersaini»Iung zur Umarbeitung rer Lraiui^u erwählte Eotnitö jene Bestimmung ans oder vielmehr nahm sce än den von ihm umgeen beiteten Ltatute gar nickt ausi Tas Eurawriutü bat nun seine Thätigkeit mit Aus arbeitüng neuer Lratuiett — also der dritten innerhalb zweier Jahre! — begonnen und in S l/> »uh. c. die Bestiininnug wieder aufgenouimen, daß die Lehret während ihrer et neu zehnjährigen praktischen Tbätigkeik jährlich fünf Thaler Pflichtbeitrag au die Stiftung entrichten sollen.' Wir wollen heute von den anderen Bestimmungen dieses Paragraphen, die mit dieser verbundene Härten enthalten, und als solche von den Lehrern mit Reckt angesehen werdeit Flüssen, nickt reden, inetnen aber, daß, wenn ßrerr Blumenseld das Fmeresie -seiner.zukünfti.wn Eollegen mit Rackdruck warm vertreten hätte, Per genannte S sicher eine andere Fanuttz erhal.en haben würde. - Wie nöthig dieses war, mag daraus ersehen, daß wir ihm auf Ehre versichern, daß uns Eollegen bekannt, die noch-nickt zehn Fahre im Amte, und dock außer L taute fast sind, den. Pflichtbeitrag fick und. den ihrigen zu entziehen. Wir würden sehr bedauern, wenn wir Herrn Blumenfeld zu den schwachen Eharaeteren zählen müßten, die, um sick zu salvtren, ihre E.ollegeu autopfern und,der Lehrsr im Euratorium, statt seine Evllegen warm zu vertreten, ein bloßer Fa sager wäre- Wir giauben ibnt die'Bersicheruug geben zu dürfen, daß tbiy siir seine bisherige Wirksamkeit tut Euratorio seine Eollegen der Zukunft kein ehrendes Tenktnal -errichten, ja nickt einmal eitf. dankbares Andenken bewahren werden- (Legen seine Vertretung unserer, d. h. der Lehrer-Fnteresseu, müssen wir kenn hiermit Protest entlegen: wir bedürfen deczu einer starken Persönlichkeit, eines konteguestten, rücksichtslosen Ebaracters. Was nun die Anstalt selbst anbck.ritft, so meinen wir, daß durch die in Rede stel>ende Bestiin munig dem Prineive, worauf, sie gegründet, und dem Ziele, der Humanität,- welche sie erstrebt, .wider-srrocken und so ihr eigenes Futeresie geschädigt wird, - inteuf die Lehrer als Geschäftsführer Feutck trete für Andere vielleicht nickt große, für sie> aber große und drüikende Zwangsabgabe nickt in die Läge versetz werdeit, — mau deitke sick einen Lehrer wegen Ricktzablung de» Pflichtbeiträge, sei es aus Undankbarkeit, tei eS aus Tüniigkeit, verklagt und diese Fälle sind auch schon dagewesen — die Bloriheile der Lttntlttä mit vollem tvarmeu Hetzen nach allen Leiten bin mit allen ritsäften, natnentlt'ch beim EuifamtuelN der milden Beiträge, wahtzutsehmen, was ihr ohne Frage mehr als diese jüns Thaler etnbringen würde. >iann aber -Lje Lüftung dieser odiösen Zwangsabgabe ntckt entbehren und ist ohne dieselbe ibrc^Existvn; gefährdet, so wird deren Bestand — zu unserem aufrichtigen tiefen Leidwesen müjssen wir es bekennen, — durch dieselbe nicht gesicherter. Vom Rhein, 1Ä. Februar. Die Sage geht, daß in Folge des Inserats neun Doctoren, die zugleich Rabbiner sind, sich zu der Direktdrstelle des Münster'schen Seminars,— MarkS-Haindorf'sche Stiftung, — gemeldet haben. Hoffentlich wird ein Mann gewählt werden, der diese Stelle auszufüllen im Stande ists Wir wünschen dieses um so mehr, als wir der Ansicht sind, daß gerade obige Titel den Mann noch nicht zum Seminardirekter qualificiren, indem sich hierzu ein gewiegter Schulmann, der von Jugend und so zn sagen von der Pike an das Fach kennt, beffer geeignet haben würde. Wir werden in dieser Ansicht noch durch das Faktum bestärkt, daß am Rabdinerseminar in Breslau die Abtheilung für Lehrer I aufgegeben worden ist, was doch wohl nicht ohne hinreichend gute Gründe geschehen sei» dürste. Es ist eben ein bedeutender Unterschied zwischen Rabbiner und Lehrer und folglich auch in ihrer Ausbildung. Man kann tüchtige Rabbiner auszubilden im Stande sein und dennoch der Qualität ermangeln, gediegene Lehrer heranbilden zu können. Denn eben der Docirton darf nun und nimmermehr im Snninare für Elementarlehrer angewendet werden, wie Diesterweg wiederholt dargethan hat. Man hat trotz dieser gewichtigen Stimme nun einmal in Münster sich vorgenommen, nur einen Mann mit solchen Titeln als Direktor für das Seminar anzustellen, obgleichman mit dem sel. Rabbiner vr. Salomon Friedländer — sie mortui» nil nisi bene — am dortigen Seminare eine Erfahrung gemacht hat die eben zur Wiederwahl ähnlich qualificirter Männer nicht ermuntern kann. Darum wünschen wir aber, daß eine glückliche Wahl getroffen werden möchte, damit man es nicht später zu bereuen habe, dem wahren Geiste der Zeit keine Rechnung getragen zu haben. Göttinnen, den 18. Februar, -pyz i^n vb In Nr. 6 dieser Zeitschrift ist ein fast zweispaltiger Artikel (vom Rhein, l!5. Januar) abgedruckt, der bie gröblichste» Beschuldigungen gegen di: Gemeinde Beverungen enthält und sich schließlich in der gehässigsten Weise über den Lehrer Katz und meine Person ausspricht. Was zunächst die eben erwähnten Beschuldigungen anbetrifft, so wird die Gemeind! B-, der die rühmlichsten Zeugnisse von Seiten ihrer früheren Lehrer, der Herren N^rdhaus und Gutmann, zui Seite stehen, denselben geeigneten Ortes und in gebührender Weise zu begegnen wißen. Was jedoch die mir in so unbegründeter und verläumderischer Weise gemachten Vorwürfe .anbelanqt, io scheint es mir, als ob der mit geschloffenem Visire und stumpfer Waffe austretende Versaffet des erwähnten Artikels das Wort -;jn ron so eben deshalb als Motto gewählt^ hat, weil es ihn selbst richtet (?, und verurtheilt, und erlaube ich mir zur Begründung dieser Ansicht das Folgende der Wahrheit gemäß mitzutheilen Um die Stelle! in B. hc.be ich mich von vornherein nich! beworben, bin! vielmehr von. Seiten des Vorstandes der. Gemeinde zur Uebernahme derselben zu wiederbolten Male« '? ausgefordert worden. Das Verhältniß des dortigen Lehrer! ‘ Wolfsdorf zur Gemeinde war mir völlig unbekannt: nur so viel war mir mitgetheilt, daß dem Hrn. W. bereist \ vor längerer Zeit gekündigt und dessen Stelle daher vacaul^