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Der israelitische Lehrer · 1868-01-15 · 3 (15.1.1868) · p. Seite 11

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
3 (15.1.1868)
Date
1868-01-15
Page
Seite 11 (sequence 3)
Language
German
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a im 11 seinen Schülern auch in dieser Beziehung voranleuchte. Es j ist bekannt, daß die Kinder leicht danachahmen, was sie I die üben und verrichten sehen, welche sie achten und lieben.! Beobachten sie nun, daß ihr Lehrer in seinem ganzen Be- 1 nehmen, in seinem Anzuge und in der gefälligen Sitte, sich! der Reinlichkeit, Sorgfalt und Schicklichkeit befleißigt, so; werden sie um so geneigter sein, den hierauf bezüglichen Vorschriften Folge zu leisten. Der Lehrer leuchte daher > seinen Schülern auch im Punkte der Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Ordnung als Muster vor. Er wird seinen Schülern durch strenges Halten hierauf den größten Dienst für ihr ganzes Leben leisten und hierdurch unvermerkt auch auf ihr Inneres wohllhätig einwirken. Eben so sorgfältig werde aber auch von dem Lehrer der Natursinn bei seinen Schülern geweckt und gepflegt. Er leite bei schicklicher Gelegenheit, namentlich bei Spaziergängen, seine Zöglinge an auf die Schönheiten, welche im großen Reiche der Natur uns entgegenleuchten, zu achten, die Werke der Schöpfung zu bewundern und die jugendlichen Gemüther hierdurch zur Anbetung ihres göttlichen Urhebers führe. Fürwahr, wer die jungen Seelen durch die heiligen Hallen der göttlichen Natur führt, dem wird'S leicht möglich gemacht, denselben Erfurcht und Liebe gegen den Geber alles Guten einzuflößen, der kann ihnen durch die Natur, dem besten Religionsbuch, am ehesten die Liebe gegen den Nächsten, die Grundlage aller Pflichten, lehren. Er pflanzt so unvermerkt auch den Sinn für das Schöne in ihr Gemüth, der nimmer wieder daraus entschwindet. Ruppertshofen (Provinz Nassau) im Der. 1867. Friedderg. Ledrers- Wir werden dein Unterneh>nj:i unsere stete Beachtung zuwenden.' Aufgaben;uin stopfreck,nen für elenreularisch geordnet und gelöst v Lehrer in Previ'ch. 1. Tbeil: die 2. Tbeil: die drei levren Schuljahr, Wittenberg, .Verlag von R. Herros Ein sebr brancbbares und gut geor Unterricht, das insbesondere auch du Aufgaben" die Denkkraft in lohnender r denkende» .mindern viele Ireude machtn in seinem Korlsckreiterr Lebrer an Volksschulen, >n Wilhelm Schmidts fünf ersten Schuljahre, Preis 12 und 1<J Sgr. 18t VS. Nietes Hilfsbuch für diesen rh die sog. „Algebraischen Peile kräftigt, deren Lösung W o ch en b e i ch t. Büeberschau. Lehrbuch der praktischen Methodik für Scbulamtszöglinge, Sckullebrer und Sctru laufseber von Georg-Ln;. 1. Band. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage. Wiesensteig, Truck und Verlag der Sckmid'kchen Buchhandlung. 18tVs. Wir naben die Borzüglichkeit des vorliegenden Buches in unserer' Besprechung der 1. Auflage anerkannt. Wir werden deinselben, sobald der 2. Band erschienen sei» wird, eine weitere ausfäbrliche Besprechung widmen, und dann insbesondere einen dem Buche und unserer Beurtbeilung gemachten nnbegründele» Borwurf gebührend zurückweisen. j Deutscher Rationalsckav, Slereotypenvruck, Verlag von .stark Prackaska ln Teschen. In b> Lieserungen-» :r Sgr. " 11 strrh., enthaltend Lessings, Schillers und Görhes sämintliche lyrische, epische und dramatische Werke und ihre vorzüglichen prosaischen Schriften. Wenn die stennrniß der deutsche» klassischen Literatur von bedeutungsvollem Einflüsse auf die Bildung ist, so jkönnen wir den Werth eines Unternehmens ermessen, das für fl. 7, liefert, vas früher wobt zehnmal so viel kostete!, Die vorliegende Ausgabe der drei vorzüglichsten Elassiker, in gr. Octav. auf! gutem öapier inil deutlichem Druck und durchaus hübscher Ausstattung, sder noch als Gratis-Prämie Bildnisse und Biographien von dreihundert und fünfzehn deutschen Männern beigegeben ist, verdient daber insbesondere auch die Beachtung des deutschen Odern beim im Januar, (k seltener wir heutzutage Anerkennung für die Verdienste und Mül»en der Eultusbeamten und Lebrer finden, desto erfreulicher ist es, wenn eine dein religiösen Fortschritte zugewandte Gemeinde ihren allen Ruf auch nach dieser Richtung bin bewäbn und dadurch bezeugt, wie Bildung und Religiosität im Vereine bandeln. Die isr. Religionsgemeinde Alzey bat in freiwilliger Anerkennung feines Wirkens,.ihrem religiösen Leiters, dem Herrn Rabbiner »>•. Rothschild, eine (Yeballszulage von jährlich zweihundert Gulden bewilligt! Ebre solcher wackeren Gemeinde, und möge sie viel Rackabinung finden — auch da, wo scblecbrbesoldete Lebrer in dieser theueren Zeit in Rolb sind! — Ein Lebrer aus L. schreibt uns: Ich bin krank, aber ich unterrichte täglich 7—* Sjunve». weil dies die einzige Erholung für mich ist. Rur der Umgang mit den stinveni hält inick,aufrecht. Ich bin 02 Jahre all, habe 5 stinder am Tische, Klü Thlr. Gebalt und etwa 2.'» Tbaler Accidenlien. Liegt in diesen Worten keine Leidensgeschichte? | Aus W e st p Halen. Rach Beendigung meiner Lehrerprüfung im Juli v. I. am stönigl. Seminar zu Büren erhielt ick von dem Herrn Regierungsrarl, stoppe die Weisung, mich baldmöglichst beim Schulinspeclor meines Bezirkes anzumelden. Gleich nach meitier Rückkehr von Büren kam ick, dieser Weisung auch getreulich nach. Ter Schulinspeclor, Herr Pastor Rotberl in Pr. Oldendorf wollte jedoch 'Nichts von mir wisse» und wies mich mit meiner Meldung mit der Bemerkung ab, dass er mir den „Jude »schulen" Richlszu tbnn habe, und daß ich mick, da ich au einem katholischen Seminar Erameu gemacht habe, an einen katholischen Schuluispeetor wenden solle. Sogleich berichtete ick, über das Resultat meiner Meldung der' stönigl. Regierung zu Minden. Vor sturzem habe ick von dieser nun'ein Schreiben erhalten, worin mir die Miitbeilung wird, daß der Herr Pastor Rorberl von Neuem angewiesen sei, die jüdischen Schulen zu inspieiren und mir ferner aufgegeben wird, mickinochinals bei dem Herrn Schulinspeetyr zu melden und zu legitimiren. Ties babe ich nun auch geiban und der Herr Schulinspeclor war diesmal auch so gnädig, meine Meldung 'bnldreichst enlgegenzunebmeu; bemerkte mir aber, dass es durchaus sei» freier Wille sei, die jüdischen Schulen zu inspieiren und er eS bloL tbue, um fick den jüdischen Gemeinden gefällig zu zeigen! Was har den Herrn Pastor R. nun wohl veranlasst, dass er sich dei meiner zweiten Meldung,so buman gezeigt, während er sich bei meiner ersten Meldung so inhmnaner Ausdrücke bediente- B. Rothschild, Lebrer. Oesterreich. Während am 20. Dez. Die ungarische'Depu-

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