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Der israelitische Lehrer · 1868-01-15 · 3 (15.1.1868) · p. Seite 12

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
3 (15.1.1868)
Date
1868-01-15
Page
Seite 12 (sequence 4)
Language
German
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12 tirttntafel das Gesetz über diebürgerliche und staatsbürgerliche Gleichstellung der Israeliten unverändert und ohne Debatte angenommen bar, publicirte die „Wiener ZlgH äin 22. desselben 'Dftö. das neue Staaksgnrndgesetz, welches die Israeliten auch, dort gleich stellt. . 2o ist denn auch in Oesterreich die Scheidewand gefallen; und bei dem offenbar aufrichtigen und ehrlichen Bestreben der neuen österreichischen Regierung, den Weg des Rechts und der Berrassung streng einzuballen, bei-der mit so vieler Energie zu Tage tretenden Hinneigung des großen Tbeils der Bevölkerung zum Fortschritt aus allen Gebieten, läßt /ich errvarten, daß gerade dort, wo noch vor »kurzem für unsere Sache kein Heil;u hoffen schien, das beschworene Gesetz auch zur Wabrbeir rrerde. Bereits wurdeHerrWinlerstein, denen Stellung in der Handelsakademie vor wenigen Iabren noch i'o sehr beanstandet wurde, als Minister des Handels bezeichnet. . ' . — Wien. Sämmilicke cisleitbauiiche Oberlauresgerickle baden an die ilmen'unterstehenden «Rrickle folgendes Normale erlaffen: Das Abgeordnetenhaus des Reicksratbes, bat in. Folge seines in der Sitzung vom 29. Oelober 1867 gefaßten Beschlusses den k. k. Ministerien der Justiz und des Eulius empfohlen, tabin zu wirken, daß minderjährige Mädchen oder trauen, welche ihren Ellern oder Ehegatten aitlaufen sind, nickt in den Nonnenklöstern sestgebalten oder dort vom Berkedr init ihren AngebörkgeN abgeschlossen werden. Tiesep zufolge wird das 7. kk^erickr in Folge hoben Erlaffes des k. k. Instizministeriums vom 6. 'November v. 3., Z. 12581, angewiesen, in allen Fällen-derbezeiämeien Ari, inwelckein die gerichtliche Hilfe; namentlich auf Grund der' 88- ‘r-- und 145 a. b. G. B. in Ansvrnch genoimnen wird, sorerrr die Fälle nickt in die Ztompeten; der voluischen - Behörde fallen, d.rS Amt nach dem Gest-tze mir möglichster. Beschleunigung.zu bandeln, und stck die Förderung ki's geietzlickien Berfabrens,- besonders in solchen Fällen angelegen sein zu'lasten, in welchen eine strafbare Handlung nach 88ll.'! und 9>'< Sr. ^. .begründet-sein sollte- Brünn. Rack der' kürzlich erschienenen „statistischen Skizze" deL Brofestorß Brackelli und ini »iajserNmm Oesterreich 1,121,in» Israeliten- Lemherg. .j». Rov. In Folge eines Minimwial-Erlastes wurde aus dem israelitischen Schnlsonds eine.Subvention für' die israelischen Sckullebrer in Galizien. bestiuuui. Bon dieikr Wohltbat Gebrauch machend, sind die Lebrer der israelitischen Bolkösckulen in. stein berg vor drei Iabren uül diese Unterstützung eingeschrinen, und die Slarlballerei bar auch in gereckick Würdigung der ffbwalbenken Umstände zur Besterstellung der stebrer das Nöthige veranlaftr. beider kamen bald Anzeigen.vor, daß die stebrer diese Subvention nickt benörbiglen, indem ste 2»», .''ex«, sogar 400 ft. an jährlichen t^ebalteu beziehen. : Endlich bar der israelitische Sckuleasster mir seinein Personale ersucht, diese Subvention der Schulkaste znkommen zu lasten, der' Scdnlkaste, in der' mehr als 2>>,«»»> fl. erspart und. wie es scheint! für die Lehrer künftiger Generationen eingeiargr liegen. Uud darnni sollen Alarme stebrewfamilien hier darben, und bei den besten Einkünften der' Schule in Rorh. und Elend lebend Wir hoffen, daß unsere Behörden sich cber der armen stebrer als der strotzenden »kaffe annehmen werken. Wenn es den steinern so gut ginge,-' würde wobt tifij’ Sladlinagistrai es nickt nir nörbig befunden haben, ihnen .Hol; für den Winter gegen kleine Ratenzahlungen zu bewilligest._^Presse.. Verantwortlicher Redacteur: J.'KlingenItein in Odernheim in Lonnnifiion bki Oskar Seiner in Leipzig. — Tam! Mobile Alabama) in Nordamerika. Erlauben Sie einem Eollegen aus dem fernen Westen einen Gruß an seine deutschen Eollegen! Seit Fahren habe ick mich vergeblich beinübt, auf Ihren „Israel, stebrer" zu abonniren, bis ick endlich gestern, strein zufällig, käuftich in den Besitz der beiden Jahrgänge 1865 und 1866 gekommen bin. Für die Folge soll inir diese nützliche Zeitschrift nicht mebr abgeben und ick werde mir's sogar angelegen sein lasten, dieselbe unter meinen amerikanischen Eollegen rnöglickst zu verbreiten uud hoffe dadurch das geistige Band, das uns init Deutschland verbindet, mebr und mehr zu festigen. Jüdische Zeitschriften gibts zwar auch hier in Menge; aber die .meisten stnd derart, daß sie in Deutschland kein halbes Dutzend steser stnden würden, uud welche das Interesse unseres ^Schulwesens, das, beiläiifig gesagt, so sebr faul ist, in keiner Weise begsn und pflegen. Wir Leb rer sind hier in socialer wie in jeder andern Beziehung lediglich aus uns selber bingewiesen. Es wurde zwar zu verschiedenen Zeilen der' Bersuck gemacht, eine Annäherung der hiesigen reiner zu Stande zu dringen und dadurch auch das Schulwesen zu beben; allein eine bekannte Zeitschrift, derenjRedacleur zugleich Rabbiner ist, der sich, wie ei» deutsch-jüdisches Blatt sebr richtig bemerkt: ,^?ine Stellung im amerikanischen Iudentbum verschaffte, welct»e er durck Anmaßung, Sckmäbung alles besten, was ibm nickt huldigt. Hinken am beiden Seilen, Absperrung gegen alle anderweitigen Erscheinungen u. s. w. ausbeutel :c"* bat diese Bewegung durck Intriguen iin »keime erstickt und unsere Eollegen, welche leider große Furckl vor diesem Manne baden, ins Bocksbonr gejagt, so daß die Situation nach wie vor dieselbe geblieben. Ich beabsichtige beule nickt, Ihnen eine Schilderung der dicl/gen Zustände zu geben, werde das jedoch von Zeit zu Zeit später tbun, wenn sie es wünschen uud erlauben,** beute bat mein Schreiben den rein praktischen Zweck, die Perbindung mit Ihnen und hierdurch mit den deutschen steinern, den Genosten meines Baterlandes und meiner Jugend — ick bin aus der preuß. Rheinproviuz — auzuknüpfen. *1 Tout comnu! duz nous. — Leider werden in ähnlicher Weife auch deutsch-jüdische Zeitschriften und zwar jeder Richwng, geleitet. , Tie Red. **) Dir bitten sehr darum! Tie Red. B r i e f k a st e n. Herr:)i. in V. in Westpb. Sie haben einfach ibre Zustimmung zu der Pension entweder Herrn Bl. oder dem Ab- . geordneten Ihres Bezirks, wenn dieser ein Mitglied der liberalen . Bartbei — oder auch. Herrn Harkort milzutheilcn und;n erklären, daß sie jener Petition beiireten. .Herr -Di. in R. Du hast Reckt: die Rede des „amerikanischen Abgeordneten jüdischen Glaubens" .in der allbekannten, von Dir genannten jüdischen Zeitung, befindet fick iin „Israel. stebrer Ro. 3 Seile 22, Iabrg. 1861". Ich werde jedoch jene Zeitschrift doch nickt darob des „Nachdrucks" bezücktigen, obwohl „sie" mit diesem Borwurf gleick zur Hand ist. Wir haben „ibr" uock nie nachgedruckt. Die Herren L. in S. und K. in 45. werden aufgefordert, ihre von K. in H. bezogene Achawa um so eher alsbald zu zahlen, alö wir sonst genöthigt wären, ihre Namen hier öffentlich zu nennen. Kr. bk Hemhof en; Selbstverlag der. Redaction. Für den Buchhandel: in »f-Schnellpreffendruck von I. Gottsleben in Mainz»

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