Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 1 (1.1.1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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4 rr bem Vergessen zu schützen: wir meinen die reichen musikalischen Schätze, die sich traditionell in-der Synagogeerhalten haben. Einen solchen Reichthum edler, wahrhaft erhebender Melodien, wie ihn die Mehrzahl der althergebrachten Synagogen- Gesängt bergen, möchte man nicht leicht anderswo finden; und während man heutigen Tages vielfach nach modernen Compositionen greift, wenn es sich um Einführung von neuen musikalischen Nementen handelt, würde eine Sichtung unserer eigenen Quellen gewiß'manche herrlichere Ausbeute liefern. Wir glauben daher mit unserm Versuche, einerSammlung der besten jüdischenSinagogen- Gesänge, einem mehr und mehr sich fühlbar machenden Bedürfnisse Rechnung zu tragen, zumal ein solcher Versuch unseres Wissens bisher noch nicht gemacht ist. Insbesondere glauben 'wir hoffen zu dürfen, daß wir den Herren Eantoren und Lehrern damit eine erwünschte Gabe bieten, da ersahrungsmäßig die Aneignung der traditionellen Melodien immer schwieriger wird, abgesehen davon,, daß die ursprüngliche Frssche und Innigkeit nur .zu oft einer carrikirenden Variation zum Opfer fällt. Wie haben nun mit größter Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt» die uns fteilich eine nicht leichte Arbeit der Vergleichung, Trennung, Completirung des veberkommenen gebot, den reichen'Stoff zusammengestellt und in Roten gesetzt. — Diq erste Lieferung dieser einstimmigen Synagogen- Gesäng^ welche die L'pünrde' die gewöhnlichen und außerordentlichen Sabbathe umfaßt, wird im Laufe des Frühjahrs, die zweite die otou c’O’ umfassende Lieferung im Sommer oder Herbst erscheinen und behalten wir uns vor, seiner Zeit Näheres mitzutheilen. (.Eine solche Arbeit, wenn sie gut und brauchbar eingerichtet ist, was wir natürlich im Voraus üicht wissen, aber bei dem strebsamen Charakter des Herrn Kätz wohl erwarten dürfen, könnte wol eine fteundliche Aufnahme bei den Herren Eantoren finden. Der Gedanke ist jedenfalls sehr zweckmäßig und anerkennenSwerth. Die Red.) In Pesth starb am Sabath den 30. November der berühmte Oberrabbiner und gefeierte Kanzelredner ltr A. Meisel. Ein Schlaganfall traf denselben, nachdem er kaum die Kanzel verlassen und machte nach wenigen Stunden einem edlen und thatenreichen Leben ein Ende. Meisel war erst im 50. Lebensjahre. Er war Verfasier von „Sechuth Aboth" (Homilien über die Pirke Aboth), und einer sehr gelun- > aenen metrischen Bearbeitung von ,>Ben Hamel«h wehanosir",! (Prinz und Derwisch). Das Leichenbegängnis fand unter | der außerordentlichsten Theilnahme der Bevölker mg aller Confesfionen statt. Leichenredeu hielt vr. Jelli rek avK^Wien! u. A. — So sind nach kurzem Zwischenraumx^zchei bedeutenden Gemeinden des österreichischen Kaiserstaates — Prag und Pesth — die hervorragenden Rabbinergrößen durch den Tod Entrissen worden; — Männer, für die sich nicht leicht Ersatz findet._ ' Die Lungenschwindsucht wird naturgemäß, ohne innerliche Medicamente geheilt. Adresse: I)r. H. Holtmann in Mannheim. (Gegenseitig franco.) Gewiß billig! Tie woblgelnngenen und würdevollen jüdischen Gesänge! und Rrcitative mir leicht ausführbarer Harmoniumbeglettung von I. Levy werden abgegeben durch L. Waldbott i» Oberlustadt bei Gcrmersheim a. Rh. Im Verlage von S. Orgelbrand in Warschau sind folgende Hebräische und rabbiuische Artikel schienen, die durch sämmtliche Buchhandlungen franco Leipk zig zu haben nnd: 1. Talmud Babli, mit sämmtlichen Commentaren und Alfasi, in A) Bdn , folio (früher Rth.)0) Rth. 30. — 2. Talmud Babli, mit Raschi und Tosfoth, 12 Bändchen in 8-o, Inhalt jeder Seite wie in den Folio-Äuögaben. Erschienen sind 8, die folgenden 4 sind bereits unter der Presse, und werden bis April 4868 erscheinen.Rth. 6. — (Eine solche Ausgabe ist noch nie dagewesen). 3. Rosch, zur Octav-AuSgabe, Band 1 p. Cplt. in 4 Bänden.- Rth. 2. 20 4. Turim, mit den Commentaren Beth Joseph, Beth Cbadasch, Derischah Uperischah, Darke Mosche u. s. w. alle um den Text herum, und ist nur noch Choschen Hamischpat unter der Presse, p. Cplt.Rth. 20. — 5. Mischnajoth, mit Tosfoth von I. Berlin, Schenoth Eliahu vom Wilnaer, Tosfoth von Akiba Eger, Bemerkungen von Jehuda Bacharach und Tvpberrth Jeruscholaim, von Moscheh Lejb, Rabbiner in Kutno, 6 Bände in 4-to . Rth. 6. 20 6. Dasselbe auf gewöhnlichem Papier. . . Rth. 5. — 7. Ejn Jaacob, 5 Bände in '4-to . . Rth. 5. — 8. Jje hajam des Slonimer Magid . . Rth. —. 20 9. EmeS Lejaacob vom Lissa'er Rabbiner Rth —. 5 (Letztere Leiden haben Bezug auf Ejn Jaacob). 10. H>eue Jehoschuah, folio 5 Bände . Rth. 5. — 11. Maharam Schiss folio. . . : . Rth. 1.15 12. Haflooh und Kunteres acharon folio Rth. t. 15 13. Siddur Derech Hachaim mit Tikunej Schabboth und Nehore hascholem, nebst mehreren kleinen Kommentaren.Rth. 1. — 14. Derselbe mit Zugabe von Thylim, Maamodoth, Kinoth und Beth Rachel.Rth. 1.62/s 15. Tephilath Israel. .10 16. Tephilath Jeschorim.71/, 17. Tephilath Temimim.5 WW" Sämmtliche Werke sehr schön ausgestaltet. /L lt> 1» /Ik wolle feine schon mehrmals ange» V. »u W« forderte „Achawa-Schuld" pro 1865/66 ungesäumt an L. W. in O. einsenden, sonst wird Letzterer dessen Namen veröffentlichen. Beiint»vr1llcher Redoctcnr: 3. Itlinzenstein in Ldsnheon i» Rhftnhefrn '.Selbstverlag der Redaction. Für den Buchhandel: in ei Oslor Kommission bei Leiner « Leipzig. — Damps-Schnevprffsrndrnck von I. Gotttlrben in Mainz.